Struktur und Qualität entscheiden darüber, wie wirksam und gerecht ein Bildungssystem ist. Die Beiträge in dieser Rubrik informieren über Bildungsstandards und Kompetenzmessung, internationale und nationale Vergleichsstudien, Strukturveränderungen sowie die Weiterentwicklung, Verbesserung, Bewertung und Sicherung von Qualität im Bildungswesen. Dabei spielen auch Unterstützungssysteme und Bildungsnetzwerke eine Rolle.
Das späte Erwachen
18.05.2006 - In keinem Industrieland haben Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund so geringe Chancen in der Schule zu bestehen wie in Deutschland. Vor dem Hintergrund dieses chronischen Bildungsproblems setzen sich Bund und Länder nun an einem Tisch, um gemeinsam zu handeln. Welche Schlussfolgerungen ziehen Politiker und Bildungswissenschaftler zur Verbesserung der Situation von Schülern mit Migrationshintergrund? Ergebnisse der Tagung vom 15. Mai 2006 im Anschluss an die Vorstellung der vertiefenden PISA-Studie "Wo haben die Schüler mit Migrationshintergrund die größten Erfolgschancen".
Schlechte Chancen für Migrantenkinder
16.05.2006 - Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sind lernmotiviert und haben eine positive Einstellung zur Schule. Dennoch erzielen sie häufig deutlich niedrigere Ergebnisse als ihre einheimischen Altersgenossen. Zu diesem Ergebnis kam die Studie der OECD "Wo haben Schüler mit Migrationshintergrund die größten Erfolgschancen. Eine vergleichende Analyse von Leistung und Engagement in PISA 2003".

Selbstständigkeit auf Rädern
30.03.2006 - Mit dem Info-Truck erreicht das Projekt go! to school zahlreiche Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen und zeigt ihnen den Weg in die Selbstständigkeit als berufliche Perspektive auf.
Kopenhagen - und dann?
23.03.2006 - Die Bildungsminister der EU, der EEA- und EFTA-Staaten sowie die europäischen Sozialpartner verfolgen das Ziel, die europäische Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung zu verstärken. Dazu definierten sie 2002 in der Kopenhagener Erklärung konkrete Themenfelder und Umsetzungsschritte. Die in den europäischen Ländern bestehenden nicht kompatiblen Berufsbildungssysteme erschweren den Prozess.

Schule im Stadtteil und als Teilstadt
20.03.2006 - Die Schule als Begegnungsstätte von Kleinkindern, Schülern und Greisen, als Nachbarschaftstreff und offener Ort oder als Tankstelle für Körper, Geist und Seele, wo Unterschiedlichkeit als Bereicherung begriffen wird - das klingt nach Vision und das ist es auch. Aber vereinzelt gibt es solche Schulen bereits. Peter Bauer, Unternehmensberater und Schulentwicklungsberater, ist Initiator des Projekts "Neue Schulen braucht das Land". Im Interview spricht er über neue Wege, wie Schulen gelingen können und wie die Schulen von morgen im großen Maßstab zu verwirklichen sind.

"Für unser Land ist das eine große Chance..."
13.03.2006 - "Mehr Geld, mehr Freiheit und mehr Chancen für Bildung und Forschung", nach Dr. Annette Schavan sind die Herausforderung der größten Bildungsreform in Deutschland nur gemeinsam und im Dialog zu lösen. Bund, Länder und Kommunen sind jetzt gefordert.

Studienkredite für alle
02.03.2006 - Für viele Studierende, vor allem aus den fünf Ländern, die in Kürze Studiengebühren erheben werden, wird ein Studium ohne Kredit kaum mehr zu finanzieren sein. Ein flächendeckendes Netz an Studienkrediten für alle Studierenden gibt es indes noch nicht. Alexander Mohanty von der KfW-Bankengruppe sieht in Studienkrediten auch Chancen, unabhängig von Eltern und Staat beruflich Fuß zu fassen.
Ein Blick von außen auf Deutschlands Schulen
23.02.2006 - Die vorläufigen Ergebnisse des Besuches von Prof. Vernor Muñoz, Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Bildung, überraschen kaum. Um das gegliederte Schulsystem, Länderkompetenzen, gleiche Bildungschancen für alle Kinder etc. wird seit längerem kontrovers diskutiert. Aber so ein Blick von außen kann die Diskussion durchaus neu entfachen.

"Freiheit bedeutet nicht, jedes Land macht, was es will"
16.02.2006 - Mit der Föderalismusreform erhalten die Länder mehr Freiheit, mehr Kompetenzen. Zugleich erhöht sich auch ihre Verantwortung. Die neue Präsidentin der KMK tritt deshalb für ein Höchstmaß an Einheitlichkeit ein, was für sie aber nicht Gleichmacherei bedeutet. Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Amtszeit sieht Ute Erdsiek-Rave in den Anstrengungen um Chancen- und Bildungsgerechtigkeit in Deutschland.
Exzellenzinitiative auf dem Vormarsch
13.02.2006 - Mit der Exzellenzinitiative soll der Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbarer werden. Die Projekte, die auf Unterstützung hoffen dürfen, liegen überwiegend im Bereich der Technik und der Naturwissenschaften. Die Geisteswissenschaften sollen aber nicht leer ausgehen.
