Struktur und Qualität entscheiden darüber, wie wirksam und gerecht ein Bildungssystem ist. Die Beiträge in dieser Rubrik informieren über Bildungsstandards und Kompetenzmessung, internationale und nationale Vergleichsstudien, Strukturveränderungen sowie die Weiterentwicklung, Verbesserung, Bewertung und Sicherung von Qualität im Bildungswesen. Dabei spielen auch Unterstützungssysteme und Bildungsnetzwerke eine Rolle.
Wissen, wo man steht
11.08.2005 - Die Instrumente der Berufsorientierung sind stumpf geworden. Und sie selbst ist meistens ein ungeliebter Untermieter in anderen Fächern. Doch einige Initiativen, Schulen und Bundesländer experimentieren mit systematischen Praktika, Kompetenztests und vor allem mit der Verzahnung der verschiedenen Instrumente. Das Ziel: Eine bessere Vermittlung von Jugendlichen in den Beruf.

Nachgehakt: Verantwortungsschule in Bayern
28.07.2005 - Zu Beginn des Modellversuchs MODUS 21 konnten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Oberhaching nur die Fächer auf sich zuschneiden. Zweieinhalb Jahre später gibt es vier direkt gewählte Schülersprecher. Auch auf anderen Feldern schulischer Selbstständigkeit hat sich entscheidendes getan.

Stolze und Enttäuschte
21.07.2005 - Es hat sich herumgesprochen: Beim zweiten PISA-Ländervergleich gibt es fast nur Gewinner und kaum Verlierer. Alle 16 Bundesländer konnten beim Lesen, Rechnen und bei den naturwissenschaftlichen Aufgaben punkten. Der Chor der Stolzen kann nicht das Orchester der Besorgten überstimmen, das immer noch die gleiche Weise spielt, weil sich etwas Wichtiges nicht geändert hat: Deutschland leistet sich nach wie vor eines der selektivsten Bildungssysteme.

"Sich nicht aus Angst in einer Ecke verkriechen"
18.07.2005 - Mehr Selbstständigkeit für Deutschlands Schulen heißt der Trend, dem viele Bundesländer folgen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht diesen Trend mit gemischten Gefühlen, weil manche Gewerkschafter die Privatisierung von Schulen fürchten. Die Online-Redaktion sprach mit Marianne Demmer aus dem Bundesvorstand der GEW über zu mächtige Schulleiter, untaugliche Vorbilder aus dem Ausland und den Unterschied zwischen pädagogischer und ökonomischer Selbstständigkeit.
PISA: Kein Land ist schlechter als im Jahr 2000
14.07.2005 - "Es gibt kein einziges Land, das bei PISA 2003 schlechter in den Kompetenzbereichen abschneidet als bei PISA 2000" - das ist eine der zentralen Aussagen des PISA-Konsortiums Deutschland. Die Resonanz auf die heute veröffentlichten Ergebnisse ist groß. Deshalb bietet Bildung PLUS ein neues Dossier

"Die richtige Entscheidung kann nur die Schule selbst treffen"
11.07.2005 - Auch Rheinland-Pfalz will den Schulen noch mehr Freiheit geben - und startet deshalb einen Modellversuch. Die Online-Redaktion sprach mit Karl-Heinz Held, Abteilungsleiter im Bildungsministerium in Mainz, über das Projekt "Selbstverantwortliche Schule", über die neue Rolle der Schulleiter und die Grenzen der Selbstständigkeit von Schulen.
"Auf dem Weg in die Selbstständigkeit"
04.07.2005 - Mit dem Schuljahr 2004/2005 hat Mecklenburg-Vorpommern das Projekt "Mehr Selbstständigkeit für Schulen" eingerichtet. Es gewährt 20 Schulen und ihren Leitungen größere Gestaltungsmöglichkeiten in den Bereichen Unterrichtsorganisation und -gestaltung, Personalmanagement, Mittelbeschaffung und Aufbau und Pflege von Partnerschaften. Das eigenverantwortliche Handeln soll zu einer verbesserten Unterrichtsqualität führen.

"Fordern und fördern muss das Grundprinzip sein"
30.06.2005 - Im Stifterverband klappt das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Wissenschaft schon reibungslos: Zahlreiche Unternehmen und Privatpersonen haben sich hier zusammengeschlossen, um die Wissenschaft in Deutschland zu fördern. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Hochschulreform. Die Online-Redaktion sprach mit Dr. Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes, über den Wettbewerb zwischen Universitäten, mehr Praxisbezug im Studium und warum wir in Deutschland mehr Mut zum Irrtum brauchen.

Grünes Licht für Exzellenzinitiative
27.06.2005 - Lange Zeit wurde verhandelt, wurden Kompromisse erarbeitet, wieder verworfen, nun ist es soweit: Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzler Gerhard Schröder haben über die Exzellenzinitiative Konsens erzielt. Danach sollen in den nächsten sechs Jahren 1,9 Milliarden Euro in die wissenschaftliche Spitzenförderung investiert werden.

Sozial verträglich oder sozial unverträglich?
23.06.2005 - Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Januar dieses Jahres macht den Weg für Studiengebühren frei. Die meisten unionsgeführten Länder wollen sie so bald wie möglich in Höhe von max. 500 Euro pro Semester einführen. Sozial verträgliche Finanzierungsmodelle sollen allen ein Studium ermöglichen.
