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Bildung + Innovation Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Erschienen am 31.03.2022:

„Die besten Konzepte zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht.“

Am 25. März verlieh die Dieter Schwarz Stiftung ihren Schulpreis

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Bildrechte: Dieter Schwarz Stiftung

Die Dieter Schwarz Stiftung fördert ein breites Spektrum an zukunftsorientierten Angeboten im Bereich Bildung und Wissenschaft, darunter den Schulpreis für das beste Konzept zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht, der gemeinsam mit der Akademie für Innovative Bildung und Management (aim) verliehen wird. Dieses Jahr standen die Herausforderungen des Corona-Lockdowns im Mittelpunkt.



„Bildung fördern, Wissen teilen, Zukunft wagen“, lautet das Credo der Dieter Schwarz Stiftung. Gegründet am 18. November 1999 als gemeinnützige Stiftung in Heilbronn, fördert sie seitdem regional und bundesweit Einrichtungen, Institutionen, gemeinnützige GmbHs und Vereine, die ihre beiden Schwerpunktthemen Bildung und Wissenschaft bedienen. Gemeinsam mit diesen Partner*innen stellt sie für Menschen in allen Lebensphasen ein breites Angebot bereit.

Förderbereiche

Schwerpunkte ihres Engagements sind der Bildungscampus in Heilbronn, ein Ort des lebenslangen Lernens, auf dem verschiedenste Bildungseinrichtungen angesiedelt sind, deren Studien- und Weiterbildungsangebote sich ergänzen, sowie das ebenfalls in Heilbronn angesiedelte Science Center experimenta. Seit 2009 können Besucher*innen - vor allem Kinder, Jugendliche, Schulklassen und Familien - unter dem Motto „Wissen schafft Erleben“ auf rund 25.000 Quadratmetern Fläche die Welt der Wissenschaft mit allen Sinnen erleben und sich interaktiv mit Naturwissenschaft und Technik auseinandersetzen.

Daneben fördert die Dieter Schwarz Stiftung Projekte und Initiativen, wie das START-Stipendium für Jugendliche mit Migrationshintergrund, Teach First Deutschland, bei dem engagierte Hochschulabsolvent*innen verschiedener Studienrichtungen, sogenannte Fellows, zwei Jahre an Schulen in sozial schwierigem Umfeld als zusätzliche Lehrkraft arbeiten oder die Vortragsreihe „Bürger-Uni“, mit der interessierten Bürger*innen freier Zugang zu wissenschaftlichen Themen ermöglicht wird. Auch der gemeinnützige Verein Forum Bildung Digitalisierung, der im Januar 2018 mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, den digitalen Wandel im Bildungsbereich zu gestalten und die Chancen digitaler Medien für die Schul- und Unterrichtsentwicklung zu nutzen, wird von der Dieter Schwarz Stiftung unterstützt. Darüber hinaus engagiert sich die Stiftung für die Förderung von Schulen, Schülerwettbewerben, Weiterbildungsakademien, Start-up-Aktivitäten sowie Forschungsinstituten, Kongressen und Veranstaltungsformaten in den Bereichen Big Data und Life Science. Bis heute hat sie an die 700 Einrichtungen und Initiativen unterstützt. Seit Anfang des Jahres 2018 zählt auch die nach dem Vater des Gründers und Unternehmers Dieter Schwarz benannte bilinguale, international orientierte Ganztagsschule Josef-Schwarz zum Förderportfolio der Stiftung.

Der Schulpreis der Dieter Schwarz Stiftung
Seit 2011 lobt die Dieter Schwarz Stiftung in Kooperation mit der Akademie für Innovative Bildung und Management (aim) gemeinsam einen Schulpreis für das beste Konzept zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht aus. Die prämierten Medienkonzepte, die Preisgelder in Höhe von insgesamt 100.000 Euro beziehen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie in ihrer Umsetzung den Fachunterricht nachhaltig prägen und die Schulen langfristig auf dem Gebiet der Digitalisierung voranbringen. Im Mittelpunkt der Konzepte soll die Förderung der Schüler*innen als aktive und kritische Teilnehmer*innen einer digitalen Mediengesellschaft stehen. Am Wettbewerb können Schulen aller Schularten und Klassenstufen teilnehmen. „Digitale Medien erlangen in unserem Leben einen immer höheren Stellenwert. Es ist daher enorm wichtig, dass sich die Schulen in diesem Bereich weiterentwickeln. Unser Schulpreis-Wettbewerb soll Lehrer und Schüler dazu anspornen, sich darüber Gedanken zu machen, wie beim Lernen die digitalen Medien und Möglichkeiten zielführend eingesetzt werden können“, erklärt Silke Lohmiller, Geschäftsführerin der Dieter Schwarz Stiftung für den Bereich Bildung.

Wettbewerb 2022
Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Titel „Herausforderungen, Chancen und Entwicklungen: das Medienkonzept in Zeiten der Pandemie“ und legte den Fokus auf die Herausforderungen des Corona-Lockdowns und den damit einhergehenden Fragen: Wie trug das bestehende Medienkonzept zum Umgang mit den neuen Unterrichtsformen bei und welche Anpassungen wurden am Konzept vorgenommen? Eine fünfköpfige Jury bewertete die Konzepte im Rahmen eines Online-Pitchs im Januar 2022.

Bei der feierlichen Verleihung des Schulpreises am Freitag, den 25. März 2022, erhielten elf von insgesamt 61 Schulen Auszeichnungen für ihr Medienkonzept. Neun Schulen nahmen vor Ort ihre Preise entgegen, weitere Vertreter*innen aller elf Schulen wurden live zugeschaltet. Zwischen den Laudationes der fünfköpfigen Jury unterhielt der mehrfach ausgezeichnete Poetry Slammer Nik Salsflausen die rund 100 Zuschauer*innen der hybriden Veranstaltung, die von Carmen Hentschel moderiert wurde.

Die ersten drei Plätze
Den ersten, mit 30.000 Euro dotierten Preis erhielt die Schiller-Schule aus Bochum. „Das mediendidaktische Konzept dieser Schule hat schon in den Jahren vor der Pandemie eine sehr strukturierte Entwicklung durchlaufen“, würdigte Silke Lohmiller in ihrer Laudatio. „Die Schulleitung selbst bezeichnet die Pandemie als Stresstest für ihr Medienkonzept und das Konzept hat ihn bestanden.“ Mit dem Preisgeld will die Schule eine neue Lernkultur des hybriden und selbstgesteuerten Lernens verwirklichen. Die Maria-Sibylla-Merianschule in Wiesloch überzeugte die Jury damit, innerhalb kürzester Zeit für alle Kinder digitale Voraussetzungen zu schaffen, damit weiter gelernt werden konnte. Für ihre Konzept-Weiterentwicklung erhielt die Grundschule den zweiten Platz und 25.000 Euro. Die Dannewerkschule aus Schleswig belegte den mit 20.000 Euro dotierten Platz drei für ihr Medienkonzept, das auf der gegenseitigen Unterstützung sowohl der Lehrkräfte untereinander als auch unter den Schüler*innen beruht.

Drei Schulen belegen Platz fünf
Dieses Jahr vergab die Jury anstelle eines vierten, fünften und sechsten Platzes Platz fünf und somit jeweils 10.000 Euro dreimal. Das Erich-Gutenberg-Berufskolleg Köln erhielt den Preis dafür, ihren „visionären Blick auf Unterrichts- und Schulentwicklung in konkrete Projekte zu verwandeln“. Die Zarduna Schule in Kirchzarten wurde geehrt, weil sie den Erwerb und die Anwendung digitaler Kenntnisse vorbildlich verbindet und die Berliner Nelson-Mandela-Schule bekam die Auszeichnung für ihr hybrides Konzept, das das selbstorganisierte Lernen in den Mittelpunkt stellt.

Daneben gab es Anerkennungspreise jeweils im Wert von 1.000 Euro für fünf weitere Schulen, die es knapp nicht auf die ersten Plätze geschafft haben. Mit dieser Anerkennung sollen sie dazu ermutigt werden, weiter an ihren Konzepten zu arbeiten.

 

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Autor(in): Petra Schraml
Kontakt zur Redaktion
Datum: 31.03.2022
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