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International Standing Conference for the History of Education (ISCHE)

12.07.2001 - 15.07.2001

Birmingham (GroĂźbritannien)

INTERNATIONAL STANDING CONFERENCE FOR THE HISTORY
OF EDUCATION (ISCHE)

Die „International Standing Conference for the History of Education“ (ISCHE) wurde 1979 in Leuven (Belgien) gegründet, und sie kann – folgt man den Ausführungen Marc DEPAEPES – als die führende internationale Organisation im Bereich der Historischen Pädagogik betrachtet werden. Die Geschichte der ISCHE und ihre Entwicklung zu einer „world-wide international association“ hat jüngst Christoph LÜTH detailliert aufgearbeitet (vgl. Christoph Lüth: Entwicklung, Stand und Perspektive der internationalen Historischen Pädagogik am Beginn des 21. Jahrhunderts – am Beispiel der International Standing Conference for the History of Education (ISCHE). In: Petra Götte / Wolfgang Gippert [Hrsg.]: Historische Pädagogik am Beginn des 21. Jahrhunderts. Bilanzen und Perspektiven. Christa Berg zum 60. Geburtstag, Essen 2000, S. 81-107.).

1. ISCHE XXII in Alcalá de Henares (Spanien)
Im Rahmen der ISCHE wurden bisher 22 Tagungen durchgeführt (vgl. hierzu die Übersicht bei Lüth 2000, S. 102f.), die letzte fand dieses Jahr vom 6. – 9. September 2000 in Alcalá de Henares (Spanien) zum Thema „Books and Education“ statt. Die inhaltliche Bandbreite des Kongreßthemas wurde in neun Arbeitsgruppen erörtert. In Gruppe 1 standen der politisch-ideologische Charakter und die bildungspolitische Dimension von Lehr- und Schulbüchern (textbooks) im Vordergrund. Daneben wurde aber auch deren Einfluß auf die Konstruktion des pädagogischen Diskurses diskutiert. Die Beiträge in Gruppe 2 bezogen sich auf den Zusammenhang von Schulbuch und pädagogische Reform. In Gruppe 3 lag der inhaltliche Schwerpunkt auf „Textbooks and formal education“. Dementsprechend standen Lehr-und Schulbücher spezifischer Inhalts- und Gegenstandbereiche sowie speziell für die Lehrerausbildung verfaßte Werke im Mittelpunkt der Diskussion. Die Vorträge der Gruppe 4 bezogen sich auf Bücher aus dem Bereich der nonformalen Erziehung, die Gruppe 5 befaßte sich mit unterschiedlichen Aspekten der Kinder- und Jugendliteratur. In Gruppe 6 waren Beiträge zusammengefaßt, die Frauen als Verfasserinnen und Leserinnen von Erziehungsbüchern thematisierten, und man konzentrierte sich hier auf Bücher, die die Erziehung von Frauen zum Inhalt hatten. In Gruppe 7 wurde das Verhältnis von Buch und Leser / Leserin näher untersucht und dabei auch die Rolle von Bibliotheken diskutiert. Der inhaltliche Schwerpunkt in Gruppe 8 lag auf der Herstellung und Dissemination von Lehr- und Schulbüchern, und die letzte Gruppe bestand schließlich aus Beiträgen, die auf breiter und stärker methodisch ausgerichteter Ebene das Thema „Books as a source of historical research in education“ behandelten.
An der Tagung in Alcalá nahmen ca. 260 Personen mit 204 Vorträgen teil, allerdings konnten nicht alle der über 300 angemeldeten Beiträge dabei berücksichtigt werden. Wie in den Jahren zuvor läßt sich auch bei dieser Tagung die Tendenz einer zunehmenden Internationalisierung beobachten, die vor allem durch Zuwächse aus dem außereuropäischen Raum getragen wird (vgl. hierzu auch Lüth, S. 99f.). Die Teilnehmer der Tagung in Alcalá kamen aus 27 Ländern, davon stammte gut die Hälfte aus dem europäischen Raum (ca. 54 , davon allein 42 aus Spanien). Auffallend hoch ist der Anteil der Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus lateinamerikanischen Ländern an der ISCHE-Tagung (ca. 29 der Gesamtteilnehmerzahl), was wohl primär auf die besonderen sprachlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist.

2. Mitglieder des Executive Commitee
Als Nachfolger für den bisher amtierenden Präsidenten Prof. Dr. Jeroen J.H. DEKKER (Universität Groningen, Niederlande) wurde Prof. Dr. Antonio NOVOA (Universität Lissabon, Portugal) gewählt. Neues Mitglied des Executive Commitees ist Prof. Dr. Agustín ESCOLANO BENITO (Universität Valladolid, Spanien), der für den Sitz von Prof. Dr. Antonio VINAO FRAGO (Universität Murcia, Spanien) kandidierte.
Für eine weitere Amtszeit wurde außerdem Dr. Ruth WATTS (Universität Birmingham, Großbritannien) wiedergewählt.
Weitere Mitglieder des Executive Commitee sind: Prof. Dr. Erwin J. JOHANNINGMEIER (Universität South Florida, Tampa, USA), Prof. Dr. Christoph LÜTH (Universität Potsdam, Deutschland), Prof. Dr. John RAMSLAND (Universität Newcastle, Australien) und Prof. Dr. Wayne URBAN (Georgia State Universität, Atlanta, USA).

3. ISCHE XXIII in Birmingham (GroĂźbritannien)
Die nächste ISCHE wird unter dem Thema „Urbanisation and Education. The city as a light and beacon?“ vom 12.–15. Juli 2001 in Birmingham stattfinden. Die bisherige Planung der Konferenz sieht sechs inhaltliche Stränge vor, die auf der Grundlage der angemeldeten Beiträge noch erweitert werden können:
City States:
– the power of the local in defining schooling
– the power of the city in defining the national and the regional in education
– the decline of the national and the rise of the city in education
Sites and Communities:
– from place to space in education
– learning communities and urban space
Metropolis:
– modernisation and the taming of the savage city dweller
– moral panics and the school
– the metropolis as a solution or as a problem
Space/Technology:
– the spaces and technologies of schooling and how they interact
– redundant technologies and designs in schooling
– the relation between the technology of the teacher and the space
Representations:
– popular images in cultural and educational media of schooling / education / teachers
– national and local images of the teachers
– shifting images of the teacher and the learner
Citizens and Subjects:
– school as a site of consumption or production
– the schooled individual or group
– school in city politics

Abstracts (max. 500 Wörter) sind bis zum 31. Dezember 2000 zu senden an:

Brenda Cox
ISCHE conference office, School of Education
University of Birmingham, B152TT
Tel: 0121 414 4858
Fax: 0121 414 4865
Email: B.P.Cox@bham.ac.uk

Weitere Informationen sind der website zu entnehmen:
http://www.cetadl.bham.ac.uk/domus

4. Vorausschau auf weitere ISCHE Tagungen
Die ISCHE XXIV findet vom 9.–13. Juli 2002 in Paris statt. Das Thema dieser Konferenz wird „SECONDARY EDUCATION. Institutional, Cultural and Social History“ sein, wobei der Begriff „Secondary Education“ im weitesten Sinne des Wortes zu verstehen ist. Die Tagung wird sowohl vom „Service d’histoire de l’éducation“ (SHE) des „Institut national de recherche pédagogique“ (INRP) als auch von der Universität Paris-Sorbonne organisiert. In Verbindung mit der ISCHE-Konferenz wird es an der Sorbonne außerdem eine Tagung zur Geschichte des lycées geben. Weitere Informationen zu dieser ISCHE-Tagung können demnächst von der website www.inrp.fr/she abgerufen werden.
Eine weitere Tagung wird 2003 in Sao Paulo (Brasilien) unter dem Thema „Education and Modernity“ stattfinden (ISCHE XXV). Die nachfolgende ISCHE XXVI soll 2004 in Genf (Schweiz) abgehalten werden, und für 2005 ist geplant, die ISCHE XXVII als Teil der ICHS (International Commitee of Historical Sciences) in Sydney (Australien) zu organisieren. Als weiterer, noch nicht konkretisierter
Tagungsort ist dann Israel vorgesehen.
CHRISTINE MAYER

mehr/weniger
Beginn der Veranstaltung 12.07.2001, 00:00
Ende der Veranstaltung 15.07.2001, 00:00
Staat Deutschland
Inhaltsbereich der Veranstaltung Wissenschaft/Bildungsforschung
Adressaten Hochschullehrer/innen / Forscher/-innen
Aufgenommen am 29.01.2001
Zuletzt geändert am 28.03.2006

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