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Europawochen und Europatag: Viele Akteur*innen begeistern deutschlandweit mit einem vielfältigen Programm für ein gemeinsames Europa

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Bildrechte: Gordon Johnson auf Pixabay

07.05.2026: Jedes Jahr finden im Mai die Europawochen statt. In dieser Zeit organisieren in allen Bundesländern politische Akteur*innen, Bürger*innen, Vereine, Verbände, Kultureinrichtungen, Unternehmen, Hochschulen, Theater und sonstige Organisationen eine Vielzahl an Veranstaltungen. In allen Aktionen - wie Diskussionen und Vorträge, Konzerte, Filmvorführungen, Lesungen oder Planspiele - wird über die EU und ihre Institutionen informiert, über aktuelle Themen der Europapolitik diskutiert und für die europäische Idee begeistert. Auch der EU-Projekttag an Schulen findet in dieser Zeit statt. 


Der Monat Mai steht auch in diesem Jahr wieder ganz im Zeichen Europas. Vom 30. April bis zum 31. Mai 2026 laden die bundesweiten Europawochen dazu ein, die europäische Idee aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und zu feiern. Schon seit 1995 richten die Bundesländer gemeinsam mit der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament die Europawoche aus, die immer rund um den 9. Mai stattfindet. 2023 wurde beschlossen, den Durchführungszeitraum zu verlängern - seitdem beginnen die Europawochen jährlich am 30. April und enden mit Ablauf des Monats Mai.

Europatag und Europawochen
Die Europawochen wollen die Vielfalt Europas, seine Geschichte und Zukunft sichtbar machen. Sie erinnern an die Gründung des Europarates am 5. Mai 1949 und die Rede, die der damalige französische Außenminister Robert Schuman am 9. Mai 1950 in Paris hielt. In dieser stellte er seine Vision einer neuen Art der politischen Zusammenarbeit in Europa vor, um Kriege zwischen den europäischen Nationen zukünftig undenkbar zu machen. Seine Idee war die Schaffung einer überstaatlichen europäischen Institution zur Verwaltung und Zusammenlegung der Kohle- und Stahlproduktion. Ein Jahr später - 1951 - wurde die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) von Frankreich, Deutschland, Italien und den Beneluxstaaten gegründet. Die EGKS stand anderen Ländern offen und war die erste von mehreren supranationalen europäischen Institutionen, aus denen schließlich die heutige Europäische Union hervorging. Die Schuman-Erklärung gilt damit als die Grundsteinlegung der Europäischen Union und der 9. Mai wird in allen Mitgliedsländern als Europatag gefeiert. In diesem Jahr zum 75. Mal!

Aktivitäten rund um den Europatag in Deutschland
Der Europatag und die Europawochen erinnern jedes Jahr daran, wie wichtig es ist, dass wir in Europa in Frieden und Einheit leben. Mit den in diesem Zeitraum stattfindenden Aktivitäten soll der Europagedanke in ganz Deutschland gefördert werden. Viele Veranstaltungen bieten den Bürger*innen jeden Alters die Gelegenheit, sich über die Europäische Union und ihre Institutionen zu informieren und aktuelle Themen der Europapolitik zu diskutieren. Darüber hinaus tragen die Europawochen durch Maßnahmen der Begegnung und der Verständigung über Ländergrenzen hinweg zu wachsender Toleranz und Annäherung an die europäischen Nachbarländer bei.

In vielen Bundesländern werden die Europawochen von der Landesregierung organisiert. Sie unterstützt und koordiniert ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Aktivitäten, die von politischen Akteur*innen, Bürger*innen, Vereinen, Verbänden, Kultureinrichtungen, Unternehmen und sonstigen Einrichtungen organisiert werden. Das Spektrum reicht von Seminaren über Planspiele, Escape-Games, Diskussions- und Vortragsveranstaltungen bis hin zu Konzerten, Filmvorführungen und Lesungen. Eine detaillierte Übersicht der Veranstaltungen in den Bundesländern gibt es auf der Seite der Europäischen Kommission oder auf den jeweiligen Landesportalen wie in Brandenburg oder in Sachsen.

Der EU-Schulprojekttag an Schulen
Da auch bei den jungen Menschen das Interesse an der Europäischen Union geweckt werden soll, finden seit 2007 eintägige EU-Schulprojekttage statt. Diese gingen aus der damaligen deutschen EU-Ratspräsidentschaft hervor und wurden zu einem sehr gut angenommenen Projekt. Seitdem besuchen am EU-Projekttag Mitglieder u.a. der Landesregierungen, der Landtage, des Europäischen Parlaments, des Deutschen Bundestags sowie Vertreter*innen europäischer Institutionen und weitere Persönlichkeiten mit EU-Kompetenz deutschlandweit Schulen, um sich mit Jugendlichen zu aktuellen Themen und Grundsatzfragen rund um die EU und Europa auszutauschen. In diesem Jahr wurde der EU-Projekttag an vielen Schulen rund um den 27. April organisiert. 

Auch Deutsche, die in Brüssel bei EU-Institutionen arbeiten, besuchen deutsche Schulen, diskutieren und bieten Einblicke in den Brüsseler Alltag. Sie tun das im Rahmen der EU-weiten Initiative „Back to School“, die ebenfalls seit 2007 in vielen EU-Mitgliedsstaaten stattfindet. Die Initiative „Back to University“, die im Jahr 2018 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde, bietet EU-Bediensteten außerdem die Möglichkeit zum Austausch mit Student*innen an den Hochschulen, an denen sie in ihrer Heimat studiert haben. 

Die Gespräche mit den jungen Menschen über die Idee eines gemeinsamen Europas, über europäische Initiativen und die Europapolitik sollen dazu beitragen, dass Europa auch künftig friedlich und geeint bleibt. 


Autor(in): Petra Schraml
Kontakt zur Redaktion
Datum: 07.05.2026
© Bildung + Innovation

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