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Zur Diagnose von isolierten und kombinierten Leseproblemen: Definitionen, Operationalisierungen und Vorkommenshäufigkeiten.

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0111-pedocs-150044Externer Link

Aufgrund einer Vielzahl von Definitionen und Operationalisierungen gibt es keine verlässlichen Zahlen über die Vorkommenshäufigkeiten isolierter oder kombinierter Leseprobleme, auch bedingt durch das Fehlen repräsentativer Studien. Anhand des für Deutschland repräsentativen Datensatzes von IGLU und TIMSS 2011 wurde die Vorkommenshäufigkeit von isolierten und kombinierten Leseproblemen in kompetenzorientierten Tests bestimmt. Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass Leseprobleme seltener isoliert und häufiger gekoppelt mit Problemen in Mathematik und Naturwissenschaft auftreten. Allerdings besteht bei Häufigkeitsraten eine hohe Abhängigkeit von der Korrelation der verwendeten Testverfahren, dies betrifft nicht nur die Häufigkeit von isolierten und kombinierten Lernproblemen, sondern auch die Häufigkeit von Lesestörungen, die vom verwendeten Intelligenztest (sprachlich oder nichtsprachlich) abhängt. Abschließend werden die Ergebnisse in Bezug auf ihre schul- und gesellschaftspolitische Bedeutsamkeit reflektiert und in die internationale Diskussion um spezifische Lernstörungen (learning disabilities) bzw. Legasthenie (dyslexia) eingeordnet. (DIPF/Orig.).

How many children suffer from reading difficulties, reading disorders or dyslexia? How often are reading problems connected with learning problems in mathematics and science? The answers to these pedagogically relevant questions are still unsatisfactory, partly because of a lack of German large-scale representative studies. In 2011, the coincidence of the TIMSS and PIRLS assessments offered a unique opportunity to assess the same fourth grade students in reading, mathematics, and science in a representative sample in Germany. This data set was analyzed to identify the prevalence rates of isolated and combined reading problems. The results show that reading problems occur more often in combination with problems in mathematics and science than in isolation. However, the prevalence rates are dependent on the correlation between the tests used for the assessment. If reading disorders are defined in relation to IQ discrepancy the prevalence rates vary with the nature of the IQ-test (verbal or nonverbal). The results are discussed in terms of their educational and societal relevance and related to the international discussion on specific learning disabilities and dyslexia. (DIPF/Orig.).

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Schlagwörter

Intelligenztest, Lernschwäche, Kompetenzorientierte Methode, Leseschwäche, Legasthenie, Vorkommen,

Dokumenttyp Zeitschriftenaufsatz
Medientyp online; gedruckt
Erscheinungsjahr 2015
ISSN 1431-4355
urn:nbn:de:0111-pedocs-150044
Zeitschrift Didaktik Deutsch
Jahrgang 20
Heft 38
Sprache deutsch
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt am Main
2015/4
Abbildungen; Anmerkung; Internetadressen; Literaturangaben; Tabellen

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