„Schwierigkeiten in der Ausbildung junger Geflüchteter sind selten auf individuelle Defizite zurückzuführen“
Die Integration geflüchteter Jugendlicher in die berufliche Ausbildung stellt vor allem ländliche Regionen vor Herausforderungen. Zwar zeigen sich viele Betriebe offen, fühlen sich jedoch häufig durch Sprachbarrieren, aufenthaltsrechtliche Unsicherheiten, interkulturelle Missverständnisse oder auch rassistische Dynamiken überfordert. Ähnlich schwierig ist die Situation für junge Geflüchtete selbst: Sie kämpfen mit Sprachproblemen, unsicheren Bleibeperspektiven, mangelndem Wissen über das deutsche Ausbildungssystem und mit Diskriminierungserfahrungen. Auch Kommunalverwaltungen stoßen an Grenzen – komplexe Zuständigkeiten, geringe Flexibilität und fehlende Vernetzung erschweren die Arbeit.
Diese Befunde stammen aus dem Projekt „laeneAs – Ländliche Bildungsumwelten junger Geflüchteter in der beruflichen Ausbildung“, dessen Ziel es war, Bildungsbarrieren gemeinsam mit Betroffenen und relevanten Institutionen zu identifizieren und praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden im Praktiker*innenhandbuch „Gute Praxis für eine gelingende Berufsausbildung geflüchteter Menschen“ zusammengefasst.