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25. 02. 2016

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Der Austausch ist das Wichtigste!

Ein Festival für OER

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Logo; Quelle: Transferstelle für OER

Vom 28. Februar bis 1. März 2016 findet in Berlin das OER-Festival #OERde16 statt. In verschiedenen Formaten diskutieren Interessierte alle Facetten rund um das Thema „Open Educational Resources (OER) im deutschsprachigen Raum“. Die Veranstaltung endet mit der Verleihung des ersten OER-Awards.


Lange galt Deutschland als rückständig in Sachen „Open Educational Resources“ (OER), doch diese Zeiten sind vorbei. Inzwischen gibt es zahlreiche Ideen, Initiativen, Akteure, Projekte und Institutionen zu OER in allen Bildungsbereichen sowie Konferenzen und BarCamps, in denen Interessierte zusammenkommen und sich austauschen. Aktuelles Highlight ist das OER-Festival #OERde16, das vom 28. Februar bis 1. März 2016 in Berlin stattfindet und die Breite und Vielfalt von „Open Educational Resources“ sichtbar machen will. Ausgerichtet wird es von der Transferstelle für OER, der Agentur für Bildung „Jöran und Konsorten“, und der oncampus GmbH gemeinsam mit vielen Partnern, darunter Wikimedia Deutschland und der Deutsche Bildungsserver.

Die Komponenten des OER-Festivals
Unter dem Motto „Open Educational Resources in der Praxis“ findet im JugendKulturZentrum PUMPE am 28. und 29. Februar das fünfte OERcamp statt. In Workshops und Sessions wird das gesamte Themenspektrum rund um OER vorgestellt und diskutiert, von grundlegenden Einführungen bis zu speziellen Aspekten. Jeder Teilnehmende kann eine Session zu einem Thema seiner Wahl anbieten, oft stehen hier praktische Anwendungen oder die Produktion konkreter Materialien im Vordergrund. Die Programmplanung findet für den jeweiligen Tag morgens vor Ort statt. Zusätzlich gibt es 15 vorab angekündigte Workshops von Anbietern wie Lehrer-Online, edutags, Hamburg Open Online University, edusharing, ZUM.de, Siemens Stiftung und vielen anderen. In dem Workshop „Mathe für Nicht-Freaks“ werden beispielsweise gemeinsam Artikel für Serlo erstellt. Auf der Seite Serlo werden sehr gut ausgearbeitete freie Bildungsmaterialien für die Schule gesammelt, „Mathe für Nicht-Freaks“ ist darin eine sehr verständliche Lehrbuchreihe der Hochschulmathematik. In dem Workshop „Virtuelles Arbeitsblatt – Prototyp zur Erstellung von OER-Arbeitsblättern“ werden von Jördis Dörner von der Werkstatt der Bundeszentrale für politische Bildung (werkstatt.bpb.de) der Prototyp einer Onlineanwendung vorgestellt und Möglichkeiten zur Umsetzung von OER-Arbeitsblättern diskutiert. Gianna Scharnberg vom learning lab der Universität Duisburg und Ingo Blees vom Deutschen Bildungsserver, beide Projektkoordinatoren bei edutags, wiederum gehen im Workshop „Werkzeuge für das Auffinden, Sammeln und Weiterverwenden von OER“ den Fragen nach, wo sich passende Open Educational Resources (OER) einfach finden lassen, wie gute Materialien selbst gesammelt und kombiniert werden können und wie die Community beim gemeinsamen Bewerten von Materialien helfen kann.

Austausch zwischen Machern und Entscheidern
Das OER-Fachforum bringt am 1. März in der Landesvertretung Schleswig-Holstein die Organisationen, die sich für OER engagieren, mit Multiplikator/inn/en und Entscheider/inn/en zusammen. Bei der „Leistungsschau zu Open Educational Resources“ gibt es neben einem Marktplatz, Workshops und zahlreichen Thementischen rund 35 thematische Panels zu allen Bildungsbereichen, in denen Expert/inn/en ihre Erfahrungen und Erkenntnisse präsentieren. In 2016 ist vermutlich damit zu rechnen, dass über Förderprogramme, Ausschreibungen, Infrastruktur und Rahmenbedingungen zum Thema OER entschieden wird, und das Forum will einen Überblick darüber geben, welche OER-Aktivitäten und -Akteure es schon gibt, und den Austausch zwischen den Beteiligten anregen: OER-Macher – Organisationen, Initiativen, OER-Projekte, -produzenten und -aktivisten – und OER-Multiplikator/inn/en treffen auf die Entscheider in Behörden und Ministerien, in Aus- und Fortbildungsverantwortung, in Verbänden und Stiftungen sowie in Bildungsinstitutionen. Ausgewählte Themen sind beispielsweise „Welche Lizenz ist die richtige für OER?“, „OER in Deutschland: Status und Perspektiven im Ländervergleich“ oder „Geschäfts- und Finanzierungsmodelle von OER“.

Der #OERde16 Award
Im Anschluss an das Fachforum findet die Verleihung des ersten OER-Awards, des ersten großen Wettbewerbs zu „Open Educational Resources“ im deutschsprachigen Raum, statt. Der Wettbewerb wurde mit dem Ziel ausgelobt, die Sichtbarkeit und Anerkennung für Akteure und Angebote zu stärken. Jury ist die oer.academy, die sich aus Vertretern der Organisationen zusammensetzt, die als Veranstalter, Partner oder Unterstützer zum Team des OER-Festivals gehören. Sie bewertet die besten OER-Angebote in neun Kategorien, differenziert nach Bildungsbereichen (Schule, Hochschule, Aus- / Berufsbildung, Weiterbildung / Erwachsenenbildung) und Sonderkategorien (OER für MINT, OER für Integration, OER über OER, OER für informelles Lernen sowie Angebote, die konzeptionell gezielt mehrere Bildungsbereiche miteinander verbinden). Für all diese Kategorien konnten bis zum 14. Januar 2016 Voten eingereicht werden. Darüber hinaus werden besonders bemerkenswerte Akteure ausgezeichnet, für die keine Bewerbungen möglich waren: große OER-Projekte, engagierte OER-Förderer sowie Politik- und Leuchtturmprojekte.

Zusätzlich und live wird der fOERder-Award ausgelobt. Er ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert, gefördert von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. In einem Online-Voting sind aus 13 eingereichten OER-Angeboten sieben Finalisten ausgewählt worden. Diese werden ihre Ideen beim OER-Fachforum vorstellen, und die Forums-Teilnehmer/innen wählen anschließend ihren Gewinner.

OER-Atlas 2016

Außerdem wird der OER-Atlas 2016, der am 1. März 2016 in der interaktiven Datenbank der OER World Map und als Buch veröffentlicht wird, vorgestellt. Er gibt einen aktuellen Überblick über die OER-Landschaft im deutschsprachigen Raum, sämtliche Daten wurden im vierten Quartal 2015 in Zusammenarbeit mit dem Projekt „OER World Map“ erhoben.

Zur Zukunft freier Bildungsmaterialien

Und schließlich lädt Wikimedia Deutschland im Rahmen des OER-Festivals 2016 am 29. Februar zu einem Diskussionsabend zur „Zukunft von freien Bildungsmaterialien in Deutschland“ ein. Gemeinsam mit den Gästen Saskia Esken, MdB (SPD Bundestagsfraktion), Elly Köpf (Wikimedia Deutschland), Jöran Muuß-Merholz (open-educational-resources.de – Transferstelle für OER) und Arthur Gottwald (Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg) wird erörtert, wie es um OER in Deutschland bestellt ist und wie Ideen zur Weiterentwicklung aussehen könnten. Dabei fließen auch die Ergebnisse des BMBF-Projekts „Mapping OER“, die am 28. Februar veröffentlicht werden, in die Diskussion mit ein. Wikimedia Deutschland hat innerhalb des Projekts gemeinsam mit vielen Akteuren einen „Praxisrahmen für OER in Deutschland” erarbeitet.

Die Preisverleihung und der Diskussionsabend zur „Zukunft von freien Bildungsmaterialien in Deutschland“ können per Livestream sowie alle Diskussionen per twitter verfolgt werden.





Autor(in): Petra Schraml
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Datum: 25.02.2016
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