Frenemies: Warum Antirassismus und Antisemitismuskritik oft nicht zusammenfinden
03.12.2025, 19:00 Uhr - 03.12.2025, 20:30 Uhr
Virtueller Vortrag
Online
Berlin
Deutschland
sawatzki@eaberlin.de
Eigentlich könnte es ganz einfach sein: Antisemitismus und Rassismus sind menschenverachtende Ideologien; zivilgesellschaftliches Engagement müsste sich solidarisch gegen beide richten. Doch die Realität ist komplizierter. Der Vortrag beleuchtet die ideologischen Grundlagen zweier konträrer Denkschulen und die Frage, welche Chancen es zur Überwindung der verhärteten Fronten geben könnte. Gerade in progressiven Milieus gibt es vermehrt Spannungen, die sich oft in erbitterten Debatten, gegenseitigen Ausschlüssen und einem Klima des Misstrauens entladen. Spätestens seit dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 zeigt sich: Antisemitismus tritt in Teilen linker, feministischer oder postkolonialer Szenen offen zutage – oder wird durch Schweigen legitimiert. Warum aber stehen sich Akteure, die sich dem Kampf gegen Diskriminierung verschrieben haben, in diesen Fragen mitunter so feindselig gegenüber? Der Vortrag beleuchtet die ideologischen Grundlagen, aus denen sich diese verhärteten Fronten entwickelt haben. Er fragt nach den Unvereinbarkeiten zwischen Antisemitismuskritik und postkolonialer Theorie. Welche Wege könnte es geben, um Polarisierungen zu überwinden, ohne die Kritikfähigkeit aufzugeben?
Schlagwörter
Antisemitismus, Diskriminierung, Gesellschaft, Polarisierung, Politik, Postkolonialismus, Rassismus, Religion, Antisemitismuskritik, Postkoloniale Theorie,
| Art der Veranstaltung | Vortrag / Vorlesung |
|---|---|
| Inhaltsbereich der Veranstaltung | Erwachsenenbildung/Weiterbildung |
| Adressaten | Eltern; Lehrer/-innen; Studierende; Lehrerbildner/-innen; Fachleute aus Bildungspolitik und -verwaltung; Erwachsenenbildner/-innen; Weiterbildungsinteressierte |
| Tagungssprache | Deutsch |
| Relevanz | bundesweit |
| Veranstalter |
Evangelische Akademie zu Berlin gGmbH |
| Zuletzt geändert am | 14.11.2025 |