Bildungsserver:NEXT - Der Innovationswettbewerb des Deutschen Bildungsservers
Ihre Impulse für unser Bildungsportal!
Zu seinem 30-jährigen Jubiläum richtete der Deutsche Bildungsserver vom 14. April bis 9. Juni 2026 den Innovationswettbewerb Bildungsserver:Next aus. Auf der Open Innovation Plattform "HYVE" wurden kreative Impulse zur Weiterentwicklung unseres Bildungsportals in den Kategorien “Content”, “Usability”, “Communication” gesucht. Teilnehmen konnten alle Interessierten.
Nun stehen die Gewinner-Ideen fest: Eine siebenköpfige Jury hat aus 66 Einsendungen in jeder Kategorie die drei besten Ideen ausgewählt.
Der Wettbewerb
Der Wettbewerb richtete sich an alle Interessierten - mit Fokus auf jungen Erwachsenen / Studierenden. Gesucht wurden kreative und umsetzbare Ideen in drei Kategorien: „Content“, „Usability“ und „Communication“. Im Bereich Content standen zukunftsrelevante Themen, innovative Formate und die Weiterentwicklung bestehender Angebote wie Dossiers im Blickpunkt. In der Kategorie Usability ging es um eine verbesserte Navigation, zielgruppengerechte Zugänge sowie den sinnvollen Einsatz von KI in Suche und Menüführung. Die Kategorie Communication widmete sich neuen Kommunikationsangeboten, der Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen und der strategischen Nutzung sozialer Medien.
Die Beiträge konnten als Konzeptskizzen, Mockups oder grafische Entwürfe gestaltet werden. Bewertet wurden sie insbesondere nach Machbarkeit, Nutzer*innen-Orientierung und Kosten-Nutzen-Verhältnis. Nicht erwünscht waren kommerzielle oder werbegebundene Ideen, aber auch Empfehlungen für ein komplett neues Content-Management-System oder Vorschläge zur Nutzung von X und Facebook. Dem Datenschutz wurde eine hohe Priorität eingeräumt.
Die Jury
- Dr. Peter Brandt, DIE | Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen, Leiter Teams Portale / Praxisnetzwerke
- Jan Bätjer, Hamburger Bildungsserver, Koordinator des Hamburger Bildungsservers
- Dr. Sigrid Fahrer, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Leiterin Deutscher Bildungsserver
- Dr. Susanne Friz, FWU – Das Medieninstitut der Länder, Medienerschließung und OER | Mediendienste
- Detlef Reuter, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
- Prof. Dr. Marc Rittberger, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Direktor Informationszentrum Bildung
- Dr. Steffi Widera, Geschäftsführerin Virtuelle Hochschule Bayern
Die prämierten Ideen
Kategorie "Content"
Platz 1 Visuelle Wissenskarten für Dossiers
Wissenskarten zeigen Themen auf einen Blick: klare Orientierung, weniger Suchzeit, moderne Dossiers für alle Zielgruppen.
KI-generiertes Bild; Bildrechte: Pavel I./Hyve
Visuelle Wissenskarten machen die Dossiers des Deutschen Bildungsservers sofort verständlich. Statt langer Linklisten zeigen klare Themenkarten die Struktur eines Bildungsbereichs auf einen Blick: zentrale Konzepte, Unterthemen, Zusammenhänge und empfohlene Einstiege. Die Karten werden von der Redaktion erstellt und als statische oder interaktive Grafiken in die Dossiers eingebettet. Sie reduzieren Suchzeit, senken kognitive Belastung und erleichtern besonders Lehrkräften, Studierenden und Eltern den Zugang zu geprüften Bildungsinhalten. So werden Dossiers moderner, übersichtlicher und nutzerorientierter.
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Zum Originalbeitrag auf der Open Innovation Plattform "Hyve" (Registrierung erforderlich)
Platz 2 German Education Server's dossiers
Turn the German Education Server's dossiers into role-based knowledge hubs with instant orientation, targeted resources.
Der Deutsche Bildungsserver muss mehr sein als nur ein Archiv für Bildungslinks; er sollte sich zu einer wegweisenden Plattform entwickeln, die es ermöglicht, schnell und einfach verlässliche Informationen zu finden, zu verstehen und zu nutzen. Anstelle langer Ressourcenlisten sollten Dossiers als „lebendige Wissensknotenpunkte“ gestaltet sein, die folgende Merkmale aufweisen: kurze Zusammenfassungen mit klarer Navigation, rollenbasierte Navigation, schnell nutzbare und praxisorientierte Materialien, multimediale Inhalte sowie regelmäßig aktualisierte Informationen. KI soll bei Such- und Orientierungsfunktionen unterstützen, Zusammenfassungen erstellen und Empfehlungen aussprechen, jedoch keinerlei redaktionelle Kontrolle oder Einfluss auf die Qualität und Zuverlässigkeit der Arbeit der Redaktionsteams ausüben. Dieser Ansatz ist realistisch, kosteneffizient und praktikabel, da er Verbesserungen des bestehenden Systems hinsichtlich Struktur und Metadaten ermöglicht und zudem nutzerorientiert ist, ohne dass eine neue Plattform erforderlich wäre.
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Zum Originalbeitrag auf der Open Innovation Plattform "Hyve" (Registrierung erforderlich)
Platz 3 EvidenzLabel — quality labels for education
Not all educational content is equally grounded in evidence — but the German Education Server currently presents it as if it were.
Mit „EvidenzLabel“ wird auf dem Deutschen Bildungsserver ein fünfstufiges Kennzeichnungssystem für Evidenz eingeführt. Jede verlinkte Ressource erhält eine Kennzeichnung, die ihren epistemischen Status angibt: empirisch belegt (E1), wissenschaftlich plausibel (E2), praxisbasiert (E3), normativ/wertebasiert (E4) oder noch nicht bewertet (E?). Ein Evidenz-Index fasst diese Kennzeichnungen auf Dossier-Ebene zu einem Punktwert von 0 bis 100 zusammen und liefert Nutzern so auf einen Blick einen Qualitätsindikator für ein gesamtes Themengebiet. Das System wird als einzelnes Metadatenfeld in die bestehende Datenbank integriert – es sind weder ein neues CMS noch eine neue Infrastruktur erforderlich. Die Umsetzung erfolgt schrittweise: Neue Inhalte werden sofort gekennzeichnet, bereits bestehende, stark frequentierte Dossiers nachträglich; zudem ist ein moderierter Mechanismus für Beiträge aus der Fachcommunity geplant. Dank seiner Expertise in Redaktion und Forschung ist das DIPF in der idealen Position, dieses System aufzubauen und zu pflegen. Bislang gibt es in Deutschland kein Äquivalent zum „Toolkit“ der britischen Education Endowment Foundation oder zum US-amerikanischen „What Works Clearinghouse“. EvidenzLabel schließt diese Lücke.
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Kategorie "Usability"
Platz 1: Der Bildungskompass - Navigation by Situation
Drei Fragen. Sechzig Sekunden. Kein Login. Der Bildungskompass überträgt 30 Jahre vertrauenswürdige Bildungsinformationen auf Deine spezifische Situation.
KI-generiertes Bild; Bildrechte: Ismail Matte/Hyve
Die größte Stärke des Deutschen Bildungsservers ist nicht seine Größe. Es ist seine Vertrauenswürdigkeit. Dreißig Jahre redaktionell geprüfte, rechtlich einwandfreie, öffentlich finanzierte Bildungsinhalte – von Experten kuratiert, präzise verlinkt und für alle kostenlos. Kein Algorithmus. Keine Werbung. Keine Halluzination. Doch im Jahr 2026 ist diese Stärke nicht mehr sichtbar. Nutzer gelangen aus einer Welt der sofortigen KI-Antworten und personalisierten Feeds auf das Portal. Sie sehen eine allgemeine Suchleiste und eine Navigationsstruktur, die sich eher an institutionellen Kategorien als an ihren tatsächlichen Situationen orientiert. Der Bildungskompass löst dieses Problem, ohne dass eine Neugestaltung erforderlich ist. Er fügt oben auf der Startseite ein 60-sekündiges, sitzungsbasiertes Situationsprofil hinzu – drei einfache Fragen dazu, wer der Nutzer ist, was er benötigt und wie dringend sein Bedarf ist. Das Portal richtet die Darstellung der vorhandenen Inhalte dann neu an diesem Profil aus. Keine Anmeldung. Keine Datenspeicherung. Kein Tracking. Von Grund auf DSGVO-konform.
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Platz 2: Bildungsserver Chancenkompass
Der Chancenkompass des Bildungsservers ist ein KI-gestütztes Tool zur Bildungsorientierung für junge Menschen. Er berücksichtigt Interessen, Skills, Bildungsphase und Ziele, um passende Bildungsressourcen, Wettbewerbe, Projekte und Förderangebote vorzuschlagen. Neben den Empfehlungen zeigt das System auch konkrete nächste Schritte auf, damit Nutzer*innen direkt aktiv werden können. Ziel ist es, den Deutschen Bildungsserver persönlicher und übersichtlicher zu machen und den Weg von Interesse zu konkretem Handeln zu erleichtern. Der Chancenkompass ersetzt die bestehenden Inhalte des Bildungsservers nicht, sondern macht sie besser zugänglich. Er ergänzt Suche und Navigation durch eine persönliche Empfehlungsebene, die Nutzerinnen und Nutzer von ihrer Ausgangssituation zu passenden Bildungsangeboten und konkreten Handlungsmöglichkeiten führt. Damit kann der Bildungsserver moderner, nutzerfreundlicher und stärker auf individuelle Bildungswege ausgerichtet werden. Insgesamt funktioniert der Chancenkompass damit als unterstützendes Orientierungssystem, das Informationen nicht nur bündelt, sondern personalisiert aufbereitet und in konkrete Handlungsoptionen übersetzt.
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Platz 3: KI-gestützter Crawler
Die wachsende Zahl digitaler (Bildungs-)Plattformen, (Weiterbildungs-)Anbieter und Lernportale erschwert sowohl Nutzenden als auch kuratierenden Personen und Einrichtungen die Orientierung. Unterschiedliche Datenstrukturen, uneinheitliche Kategorisierungen sowie variierende Such- und Filterlogiken führen dazu, dass Angebote mit hohem manuellem Aufwand vergleichbar gemacht werden können. Die kontinuierliche Pflege entsprechender Übersichten ist zeitintensiv und fehleranfällig. Diese Herausforderung wird durch einen kriterienbasierten, KI-gestützten Crawler adressiert, der eine automatisierte Erfassung, Analyse und strukturierte Aufbereitung der Daten von Plattformen wie z. B. IT-Fortbildung NRW oder HÜF-NRW ermöglicht. Das System durchsucht definierte Quellen, extrahiert relevante Informationen bspw. zu Bildungsangeboten und bewertet diese anhand zuvor festgelegter Kriterien. Die Ergebnisse werden in eine Datenbank überführt und dadurch plattformübergreifend vergleichbar gemacht.
Ein konfigurierbarer Aktualisierungsrhythmus (z. B. täglich, wöchentlich, monatlich oder quartalsweise) stellt sicher, dass Veränderungen in den Quellsystemen automatisiert erkannt und in die Datenbasis übernommen werden. Redaktionelle Eingriffe sind weiterhin möglich und gewährleisten eine kontrollierte Qualitätssicherung („Human-in-the-Loop“-Ansatz). Auf diese Weise verbindet das System Automatisierung mit kuratorischer Steuerungsmöglichkeit.
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Kategorie "Communication"
Platz 1: Behind the Link
Every week, one trusted educational resource and the story behind why it matters.

KI-generiertes Bild; Bildrechte: Iwan Kurniawan/Hyve
Der Deutsche Bildungsserver kuratiert Tausende von Bildungsressourcen, aber Nutzer wissen selten, warum eine bestimmte Ressource ausgewählt wurde. Behind the Link führt ein wiederkehrendes Kommunikationsformat ein, das jede Woche eine sorgfältig ausgewählte Ressource hervorhebt und ihren praktischen Wert in einfacher Sprache erklärt. Anstatt Inhalte zu fördern, fördert es Vertrauen, Relevanz und Orientierung.
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Platz 2: AI Literacy Hub for Young Learners
Helping young people master AI responsibly so they can learn smarter, safer, and with confidence.
Das KI-Kompetenzzentrum ist ein neuer thematischer Bereich des German Education Server, der jungen Menschen die wesentlichen Kompetenzen vermitteln soll, die sie benötigen, um künstliche Intelligenz verantwortungsvoll im täglichen Lernen einzusetzen.
Da KI zu einem routinemäßigen Bestandteil von Hausaufgaben, Forschung und Prüfungsvorbereitung wird, verlassen sich Studierende zunehmend darauf, ohne ihre Risiken, Einschränkungen oder ethischen Implikationen zu verstehen. The Hub bietet klare, zugängliche und jugendorientierte Anleitungen, wie man akademisch ehrlich, datensicher und kritisch informiert mit KI arbeitet. Er stärkt die Rolle des German Education Servers als vertrauenswürdige, neutrale Quelle der Bildungsorientierung in einer sich schnell verändernden digitalen Landschaft.
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Platz 3: Newsletter nutzen: Inhalte kuratiert aufbereiten
Service statt Stöbern: Newsletter mit DBS-Inhalten für einzelne Zielgruppen - passgenau, handverlesen und regelmäßig.
Durch ein zielgruppenspezifisches Newsletter-Angebot bereitet der DBS gezielt einzelne Inhalte regelmäßig für spezielle Zielgruppen auf und bietet so einen wertvollen Service, der Lehrkräften wirklich weiterhilft.
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