Call for Papers: Zeitschrift Frühe Bildung 1/2028. Schwerpunkt "Bewegung/Motorik"
Betreuung des Themenschwerpunktes: Jan Erhorn und Marcus Hasselhorn.
Manuskripteinreichungen werden bis spätestens 01.11.2026 erbeten.
Die Bedeutung von Bewegung in der frühen Kindheit wird in der pädagogischen Praxis, in der Bildungsadministration sowie im wissenschaftlichen Diskurs weithin anerkannt. Dies spiegelt sich unter anderem in den Bildungsplänen der Bundesländer wider. Mit Bewegung werden dabei vielfältige pädagogische Erwartungen verbunden, unter anderem:
-
Förderung der körperlichen und motorischen Entwicklung,
-
Enkulturation in etablierte Bewegungs- und Spielpraktiken,
-
Bewegungsbasierte Förderung emotionaler und sozialer Entwicklung (z.B. im Kontext von Demokratiebildung),
-
Stärkung von Selbstwirksamkeitserwartungen über Bewegung,
-
Prävention von Übergewicht (Beitrag zu einer ausgeglichenen Energiebilanz),
-
Beiträge bewegungsbasierter Interventionen zur Sprachbildung, zum frühen mathematischen Lernen oder zum frühen naturwissenschaftlichen Lernen.
Diese hohen Erwartungen stehen jedoch in einem Spannungsverhältnis zum aktuellen Forschungsstand, der mit der Breite und Tiefe dieser Zuschreibungen bislang nur eingeschränkt Schritt halten kann. Dies betrifft insbesondere die Erforschung pädagogischer Prozesse und Prozessqualität, professioneller Kompetenzen pädagogischer Fachkräfte, Maßnahmen zur Professionalisierung sowie die Evaluation bewegungsbezogener Konzepte und Angebotsformate in der frühen Bildung.
Mit dem geplanten Schwerpunktheft Bewegung/Motorik (Heft 1/2028) möchten die Herausgeber einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücken leisten. Autorinnen und Autoren sind eingeladen, empirische und theoretische Beiträge einzureichen, die für Bewegung in der frühen Kindheit relevante Fragestellungen aus fachdidaktischer, elementarpädagogischer und/oder entwicklungspsychologischer Perspektive aufgreifen.
Die Beiträge können sowohl grundlagen- als auch anwendungsorientiert ausgerichtet sein. Erwartet werden Arbeiten, die eine klare Orientierung an wissenschaftlichen Gütekriterien und Standards erkennen lassen und die Implikationen ihrer Ergebnisse für die pädagogische Praxis reflektieren.
Manuskripteinreichungen werden an die Herausgeber des Themenheftes Prof. Jan Erhorn (jan.erhorn@uol.de) und Prof. Dr. Marcus Hasselhorn (m.hasselhorn@dipf.de) bis spätestens 01.11.2026 erbeten.