Übersicht zur Diskussion um Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt
Die Debatte rund um Altersgrenzen für Soziale Medien ist in vollem Gange. Die von der Bundesregierung einberufene Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" hat eine Strategie mit konkreten Handlungsempfehlungen [hier die Kurzfassung] für die zuständigen Akteure wie Bund, Länder und Zivilgesellschaft erarbeitet und diese am 24.06.2026 vorgestellt.
Am 13.07.2026 wurde der Bericht des Sonderausschusses für die Online-Sicherheit von Kindern [deutsche Zusammenfassung] veröffentlicht. Der Sonderausschuss war von der Europäischen Kommission einberufen worden. Die Kommission wird die Empfehlungen des Ausschusses prüfen und anschließend entsprechende Vorschläge zum besseren Schutz von Kindern im Internet vorlegen.
Auch der Deutsche Ethikrat hat sich in einer Ad-hoc-Stellungnahme zu diesem komplexen Thema aus ethischer Perspektive geäußert.
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte zum Zusammenhang von sozialen Medien und der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein Diskussionspapier veröffentlicht. Darin geben die Wissenschaftler*innen Handlungsempfehlungen, um Kinder und Jugendliche vor negativen Folgen sozialer Medien zu schützen, beispielsweise durch altersabhängige Zugangs- und Funktionsbeschränkungen.
Und die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) ordnet in einer Übersicht die wichtigsten Argumente für und gegen ein Social-Media-Verbot ein.
- Zu den Handlungsempfehlungen der Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" [Langfassung]
- Zum Diskussionspapier "Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen" der Leopoldina
- Zur Übersicht "Social-Media-Verbot: Die wichtigsten Argumente im Check" der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK)