Geschäfts- und arbeitsprozessbezogene dual-kooperative Ausbildung in ausgewählten Industrieberufen mit optionaler Fachhochschulreife

Laufzeit: 01.02.1999 - 28.02.2003
[Bitte beachten Sie, dass die hier verlinkte Internetadresse/URL des Vorhabens eine Kopie aus dem Internet-Archiv vom 24.01.2007 ist, da die Originalseite nicht mehr zur Verfügung steht.]
Die schnell fortschreitende technische Entwicklung, in der die Innovationszeiten von Produkten und Leistungen eine starke Verkürzung erfahren, fördert die Kurzlebigkeit von speziellen fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten. Die sich daraus ableitbaren wandelnden Qualifikationsanforderungen machen ein Umdenken in der Ausbildung und das Überarbeiten traditioneller Berufsbilder notwendig.
Die zukünftige bearfsgerechte Moderinsierung der Berufsausbildung im dualen System muss von integrierten beruflichen Kompetenzen ausgehen, die sich insbesondere am Arbeits- und Geschäftsprozess des Unternehmens orientiert. Die Ausbildung wird dadurch wieder betriebsnäher, d. h. sie wird inhaltlich und auch räumlich stärker an betriebliche Prozesse und Arbeitsabläufe angegliedert.
Der Modellversuch GAB verfolgt in diesem Zusammenhang folgende Ziele:
Ein gemeinsam erstelltes Curriculum für die gesamte Ausbildung (schulischer und betrieblicher Teil) soll eine Orientierung der Berufsbilder an technischen Funktionen überwinden und stattdessen eine arbeits- und geschäftsprozessorientierte, betriebsnahe Ausbildung umsetzen.
Die betriebliche Ausbildung soll wieder betriebsnäher werden, d. h. auf eine lehrgangsorientierte Ausbildung soll weitgehend verzichtet werden, um Einarbeitungszeiten nach der Ausbildung zu verkürzen.
In Experten-Facharbeiter-Workshops sollen typische, den Beruf charakterisierende Facharbeitsaufgaben identifiziert und Lern- und Arbeitsaufgaben für die Ausbildung erarbeitet werden.
Die bisher an Fächern statt an Geschäfts- und Arbeitsprozessen orientierte berufliche Fachsystematik in den Berufsschulen soll überwunden werden; beide Lernorte sollen sich auf betriebliche Geschäfts- und Arbeitsprozesse beziehen.
Möglichkeiten zur Doppelqualifizierung sollen erprobt werden, d. h. Ausbildung und gleichzeitiger Erwerb der Fachhochschulreife.
Das innovative Potenzial des Projekts lag in der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Berufsschulen und Betrieben zur Optimierung der Lehr- und Lernprozesse in der dualen Ausbildung.
Schlagwörter
Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Ausbildung, Berufsschule, Betrieb, Curriculum, Doppelqualifikation, Fachhochschulreife, Kooperation, Lehr-Lern-Prozess,
| Titel | Geschäfts- und arbeitsprozessbezogene dual-kooperative Ausbildung in ausgewählten Industrieberufen mit optionaler Fachhochschulreife |
|---|---|
| Kurztitel | GAB |
| Projekttyp | Länderprojekt |
| Projekt wird gefördert durch | Bund und beteiligte Länder |
| Förderkennzeichen | K 2022 |
| Bildungsbereich | Berufliche Bildung |
| Innovationsbereich | Lehr-/Lernprozesse; Kooperation Bildung-Wirtschaft, Wissenstransfer |
| Organisationsstruktur |
Zuständiges Landesministerium: |
| Projektbeginn | 01.02.1999 |
| Projektende | 28.02.2003 |
| Beteiligte Bundesländer | Hessen; Niedersachsen; Sachsen |
| Zuletzt geändert am | 26.11.2025 |
| Ist Teilprojekt von: | Neue Lernkonzepte in der dualen Berufsausbildung |