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Entwicklung, Erprobung und Evaluation grundlegender Handlungsstrategien zur Förderung selbstwirksamen Handelns (Sachsen-Anhalt)

Laufzeit: 01.04.2002 - 31.03.2007

[Die Website des abgeschlossenen Projekts wurde in der Zwischenzeit abgeschaltet. Der Nachweis des Innovationsportals kann damit leider nicht mehr auf eine Internetpräsenz verweisen.]

Das Vorhaben zielt auf die Fortentwicklung einer demokratischen Schulkultur durch die Hinwendung zum Unterricht als dem Kernbereich schulischer Bildung. Hierbei geht es vor allem um Wege, handlungsbezogene, an gesellschaftlicher Praxis orientierte und auf Selbstwirksamkeit des Individuums abzielende Kompetenzen zu entwickeln. Es werden beispielhaft nachnutzbare Strategien, Strukturen sowie Lehr- und Lernformen erprobt, die demokratische Handlungskompetenz bei Lehrkräften wie Lernenden unterstützen. Die beiden Handlungsstrategien zielen auf die Förderung von Teilhabe an der Zivilgesellschaft durch demokratisches und selbst bestimmtes Handeln.

Dabei stehen zwei Lehr- und Lernangebote im Mittelpunkt des Vorhabens. Zum einen werden verschiedene altersgerechte Unterrichtsangebote im Rahmen eines Lehr- und Lernprogramms „Umgang mit Konflikten in Schule und Gesellschaft“ entwickelt, erprobt und evaluiert. Diese Unterrichtsangebote versetzen Lehrer in die Lage, situationsbezogenes Erprobungshandeln von Schülern zu ermöglichen, das die demokratischen Handlungskompetenzen der Akteure (Lehrende wie Lernende) praxiswirksam erweitert. Es kommen Module zum Tragen, die in spezifischer Weise zur Konfliktvorbeugung und -lösung beitragen. Zum anderen wird ein Lehr- und Lernprogramm „Sozialwissenschaftliche Methoden im fächerübergreifenden Unterricht“ entwickelt, erprobt und evaluiert. Dieses Unterrichtsangebot befähigt Lehrer, verständnisintensives Lernen von Schülern dadurch zu fördern, dass sozialwissenschaftliche Methoden angewandt und deren Anwendung reflektiert wird. Ausgehend von Sozialkunde als dem Kernfach des Demokratie-Lernens, werden Sequenzen erprobt, die an fächerübergreifende Themen der Rahmenrichtlinien gebunden sind. Sie werden mit sozialwissenschaftlichen Methoden verknüpft: Fallanalyse, Fallstudie, Konfliktanalyse, Problemstudie, Planspiel, Zukunftswerkstatt, Szenario-Technik, Projektmethode (Schuljahrgänge 8-10) sowie ggf. Erkundung, Befragung und Experiment (Schuljahrgang 11). Auf dieser Grundlage entsteht kategoriales Wissen, das auf veränderte Situationen anwendbar ist und so zur Ausweitung individueller Handlungskompetenz beiträgt.

Für die Umsetzung der skizzierten Lehr- und Lernangebote werden folgende Hilfen und Anregungen gegeben:

  • Begleitung von Schulen bei der Erarbeitung, Selbstevaluation und Fortschreibung curricularer Grundlagen und Materialien, die der Einübung demokratischer Lernformen dienen;
  • Entwicklung von Verfahren und Strukturen, um demokratische Lernformen, die zunächst im Unterricht erprobt werden, für die Entwicklung einer demokratischen Schulkultur produktiv zu machen;
  • Unterstützung verschiedener Formen der Lehrerfortbildung (SCHILF, Multiplikatorenmodelle);
  • Unterstützung von Schulen bei der Etablierung von Netzwerken zur gemeinsamen Erarbeitung und Verstetigung innovativer Lernformen.

Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Entwicklung demokratischer Handlungskompetenz bei Schüler*innen wie Lehrer*innen als Bestandteil einer demokratischen Schulkultur.

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Schlagwörter

Sachsen-Anhalt, Curriculum, Demokratie, Fächerübergreifender Unterricht, Handlungskompetenz, Kompetenz, Konfliktlösung, Lehrer, Rahmenrichtlinie, Schüler, Schulbildung, Schule, Schulentwicklung, Schulkultur, Selbstwirksamkeit, Sozialkunde, Unterricht, Demokratische Erziehung,

Titel Entwicklung, Erprobung und Evaluation grundlegender Handlungsstrategien zur Förderung selbstwirksamen Handelns (Sachsen-Anhalt)
Projekttyp Länderprojekt
Projekt wird gefördert durch Bund und beteiligte Länder
Förderkennzeichen A 6683
Bildungsbereich Sekundarbereich I; Sekundarbereich II
Innovationsbereich Demokratie- und Werteerziehung, Gewaltprävention; Lehr-/Lernprozesse; Kompetenzentwicklung pädagogischen Personals
Organisationsstruktur

Zuständiges Landesministerium:
Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Projektleitung:
Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA), ehemals Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung von Sachsen-Anhalt, Dr. Margit Colditz (Projektleitung), Halle (Saale), Tel. (0345) 2042-290, E-Mail: margit.colditz@lisa.mk.sachsen-anhalt.de, Dr. Catrin Kötters-König (Netzwerkkoordination), LISA, Tel. (0345) 2042-324, E-Mail: CKoetters@lisa.mk.lsa-net.de

Projektbeginn 01.04.2002
Projektende 31.03.2007
Beteiligte Bundesländer Sachsen-Anhalt
Zuletzt geändert am 25.08.2021
Ist Teilprojekt von: Demokratie lernen & leben

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