Suche

German Education Server Eduserver Gebärdensprache DGS-Button Leichte Sprache LS-Button
Erweiterte Suche

Ariadne Pfad:

Inhalt

Wissenschaftsrat

Impulse aus der COVID-19-Krise f√ľr die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland.

Positionspapier.

h t t p s : / / w w w . w i s s e n s c h a f t s r a t . d e / d o w n l o a d / 2 0 2 1 / 8 8 3 4 - 2 1 . p d f ? _ _ b l o b = p u b l i c a t i o n F i l e & v = 1 5Externer Link

Die COVID-19-Krise markiert eine historische Z√§sur, deren Tiefe sich derzeit noch nicht absch√§tzen l√§sst. Sie hat Transformationsprozesse wie den digitalen Wandel beschleunigt, andere wie etwa Anstrengungen zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung verlangsamt oder zur√ľckgeworfen. Ziel des Papiers ist es, in der Krise sichtbar gewordene Herausforderungen und Schw√§chen des Wissenschaftssystems zu erkennen, notwendige Transformationen voranzutreiben und eine Debatte √ľber grundlegende Neuorientierungen wissenschaftspolitischen Handelns anzusto√üen. Die akute Belastungssituation hat ein Schlaglicht auf zehn Herausforderungen f√ľr das Wissenschaftssystem geworfen, die von der Krisenreaktionsf√§higkeit in der Politikberatung √ľber fehlende Souver√§nit√§t und Sicherheit im digitalen Raum bis hin zu strategischen Herausforderungen in der Internationalisierung reichen. Ein Gro√üteil der Herausforderungen und des daraus resultierenden Handlungsbedarfs zeigt sich nicht zuletzt in der Gesundheitsforschung. Der gro√üe Erfolg in der Impfstoffentwicklung darf nicht √ľber deutliche Schw√§chen im deutschen Wissenschaftssystem hinwegt√§uschen. Deutschland hat beispielsweise einen gro√üen Nachholbedarf bei der Vernetzung und dem Management von Daten - vor allem, aber nicht nur in der Gesundheitsforschung. Viele dieser Herausforderungen haben eine internationale Dimension. Mobilit√§t, Kooperation und Datenaustausch √ľber Grenzen hinweg sind in der Krise einem Belastungstest ausgesetzt. Die positiven und negativen Erfahrungen m√ľssen ausgewertet und darauf aufbauend neue strategische Priorit√§ten entwickelt werden. Noch weitgehender gibt die Pandemie Anlass, die Werte, an denen sich wissenschaftspolitisches Handeln auf lange Sicht orientieren soll, zu hinterfragen. W√§hrend im Anschluss an zur√ľckliegende oder noch andauernde Krisen der Begriff Resilienz in den wirtschafts-, sicherheits- oder auch entwicklungspolitischen Diskurs Einzug gehalten hat, ist bisher kein spezifischer Begriff von Resilienz f√ľr das Wissenschaftssystem entwickelt worden. Der Wissenschaftsrat regt eine Debatte √ľber das Verst√§ndnis und die Bedeutung von Resilienz im Wissenschaftssystem an. Seine zuk√ľnftige Entwicklung sollte sich nicht allein an der F√∂rderung von Effizienz und Wettbewerbsf√§higkeit orientieren. Vielmehr sollte es ebenso auf Resilienz als F√§higkeit, Krisen zu antizipieren und zu bew√§ltigen sowie ver√§ndert und gest√§rkt aus ihnen hervorzugehen, ausgerichtet werden. (HoF/Text √ľbernommen).

Schlagwörter

Gesellschaft, Gegenwart, Staat, Wissenschaft, Hochschule, Deutschland,

Quelle Köln (2021), 72 S., URL des Volltextes: https://www.wissenschaftsrat.de/download/2021/8834-21.pdf?__blob=publicationFile&v=15
Reihe Drucksache / Wissenschaftsrat#Bd.#8834-21
Sprache deutsch
Dokumenttyp Monographie

Inhalt auf sozialen Plattformen teilen (nur vorhanden, wenn Javascript eingeschaltet ist)

Teile diese Seite: