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Gresch, Cornelia; Maaz, Kai; Becker, Michael; McElvany, Nele

Zur hohen Bildungsaspiration von Migranten beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe: Fakt oder Artefakt?

h t t p : / / l i b r a r y . f e s . d e / p d f - f i l e s / w i s o / 0 9 1 9 8 . p d fExterner Link

Kinder mit Migrationshintergrund besuchen seltener das Gymnasium als Kinder ohne Migrationshintergrund. Vor diesem Hintergrund ist es zunächst überraschend, dass Migranten in Kontrast zu dieser geringen Bildungsbeteiligung häufig einen hohen Bildungsabschluss anstreben. In dem vorliegenden Beitrag werden verschiedene Ansätze zur Erklärung dieser hohen Bildungsaspiration von Migranten herausgearbeitet und im Rahmen multivariater Analysen empirisch überprüft. Datengrundlage bildet die bundesweite Studie TIMSS-Übergang, durchgeführt im Jahr 2007 am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Im Mittelpunkt stehen die unmittelbaren Bildungswünsche von Eltern für ihre Kinder, die jeweils eine vierte Klasse besuchen und vor dem Übergang in die Sekundarstufe stehen. Die Auswertungen zeigen, dass Eltern mit Migrationserfahrung verglichen mit Eltern ohne Migrationserfahrung zunächst tendenziell seltener den Wunsch äußern, ihr Kind auf das Gymnasium zu schicken. Dies kann allerdings in erster Linie auf den niedrigeren sozialen Status von Migranten und die geringeren schulischen Leistungen der Kinder zurückgeführt werden. Unter gleichen sozialen und schulischen Voraussetzungen streben Eltern mit Migrationserfahrung - und hierbei verstärkt türkischstämmige Eltern - häufiger das Gymnasium für ihre Kinder an als Eltern ohne Migrationserfahrung. Dieser "positive Migrationseffekt" ist zum einen durch die hohe Bedeutung zu erklären, die Migranten dem Abitur beimessen, und zum anderen durch eine optimistischere Einschätzung des schulischen Leistungsvermögens ihrer Kinder, als dies durch die Noten und die erhaltene Empfehlung widergespiegelt wird. (Orig.).

Schlagwörter

Empirische Untersuchung, Bildungsaspiration, Bildungsbeteiligung, Bildungsentscheidung, Bildungssoziologie, Leistungsfähigkeit, Eltern, Schulbesuch, Schuljahr 04, Übergang Primarstufe - Sekundarstufe I, Gymnasium, Abitur, Bildungsabschluss, Schülerleistung, Sozialer Status, Bedeutung, Migrant, Deutschland,

Quelle Aus: Soziale Ungleichheit in der Einwanderungsgesellschaft. Kategorien, Konzepte, Einflussfaktoren. Tagungsdokumentation. Bonn: Abt. Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (2012) S. 56-67, URL des Volltextes: http://library.fes.de/pdf-files/wiso/09198.pdf
Reihe Wiso-Diskurs
Sprache deutsch
Dokumenttyp Sammelwerksbeitrag
ISBN 978-3-86498-134-0

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