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02. 03. 2010

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Starthilfe ins Berufsleben

Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft fördert Studierende und Schüler

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Teilnehmer/innen des Projekts "ZEIG, WAS DU KANNST!" aus der Region München; Quelle: Dirk Mathesius, Berlin

Mit vielfältigen Programmen wie dem „Studienförderwerk Klaus Murmann“, dem „Studienkolleg“, dem „Studienkompass“, „SchuleWirtschaft“ und der „Schülerakademie“ unterstützt die Stiftung der Deutschen Wirtschaft junge Menschen dabei, ihre Talente und Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln.

Bildung wird bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) groß geschrieben. Alle ihre Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gute Startchancen in ein erfolgreiches Berufsleben zu verschaffen. Gemeinsam mit staatlichen Institutionen in Bund und Ländern, anderen wirtschaftsnahen Stiftungen, Unternehmen aller Branchen, Unternehmensverbänden und Bildungswerken der Wirtschaft sowie mit allgemein bildenden Schulen, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen besteht ihr Ziel darin, nachhaltige Bildungsprozesse in Gang zu setzen. Im Vordergrund stehen dabei die Förderung des unternehmerischen Denkens und Handelns, die Stärkung des gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstseins, die Entwicklung des Interesses an anderen Kulturen und die Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung bei den jungen Erwachsenen. Als wirtschaftsnahe Stiftung möchte sie die Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaften und Technik begeistern, die Schulen fit machen für die Zukunft und die Übergänge von der Schule in Studium und Beruf erleichtern.

Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Gegründet wurde die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) mit Sitz in Berlin auf Initiative der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) im Jahr 1994. Hinter der sdw stehen vor allem Unternehmensverbände der Metall- und Elektroindustrie, der Textil- und der Versicherungsbranche sowie die Familie des Unternehmers und ehemaligen Arbeitgeberpräsidenten Dr. Klaus Murmann. Alle zusammen leisten auch einen großen Anteil der Finanzierung. Finanzielle Mittel stellt außerdem der im Jahr 1996 gegründete „Verein zur Förderung der Stiftung der Deutschen Wirtschaft e.V.“ bereit, der heute rund 90 Mitgliedsunternehmen zählt. Zusätzliche Einnahmen fließen in Form von Einzelspenden oder – bei Kooperationsprojekten – in Form von Projektmitteln, z.B. von Unternehmen, Stiftungen oder Verbänden. Darüber hinaus erhält die Stiftung öffentliche Mittel, in erster Linie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Projekte für Studierende
Ihre ehrgeizigen Ziele verwirklicht die Stiftung gemeinsam mit ihren Partnern im Bereich der Begabtenförderung im „Studienförderwerk Klaus Murmann“ sowie im „Studienkolleg“.
Das Studienförderwerk wendet sich an engagierte Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen und Hochschularten. Das Förderprogramm umfasst rund 170 Veranstaltungen, zu denen neben Akademien, Dialogforen mit Unternehmen, Trainings zu Schlüsselkompetenzen und speziellen Veranstaltungen für Doktoranden auch Seminare zählen, die von Stipendiaten für Stipendiaten geleitet werden. Insbesondere Fragen nach unternehmerischer Verantwortung und „Corporate Social Responsibility“ durchziehen schwerpunktmäßig die Veranstaltungen. Ein besonderer Förderbaustein ist z. B. das Projekt „Herausforderung Unternehmertum“, das die sdw gemeinsam mit der Heinz Nixdorf Stiftung durchführt und an dem sich alle Stipendiaten beteiligen können.

Mit dem „Studienkolleg“ unterstützen die sdw und die Robert Bosch Stiftung Lehramtsstudierende dabei, sich zu engagierten „Schulgestaltern“ zu entwickeln. In rund 25 Veranstaltungen jährlich werden sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und lernen, Führungs-, Gestaltungs- und Managementaufgaben an Schulen zu übernehmen.

Programme für Schülerinnen und Schüler
Mit den Programmen „Studienkompass“, „SchuleWirtschaft“ und der „Schülerakademie“ richtet sich die Stiftung gezielt an Schülerinnen und Schüler. Gemeinsam mit der Accenture-Stiftung und der Deutsche Bank Stiftung hat die sdw 2007 das Programm „Studienkompass“ entwickelt. Mit Hilfe des Programms wird versucht, Schülerinnen und Schüler, die nicht aus einem akademischen Umfeld kommen, zu motivieren, ein Studium aufzunehmen. Damit ihr Start an der Universität so erfolgreich wie möglich verläuft, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Studienkompasses insgesamt drei Jahre lang beim Übergang von der Schule in die Hochschule – bis zum Ende des ersten Studienjahres – betreut. Mit ihren Trainern ermitteln sie ihre individuellen Stärken, passende Studien- und Berufsrichtungen und erwerben praktische Kompetenzen, die sie für einen erfolgreichen Start in das Studium benötigen.

Mit dem Projekt „SchuleWirtschaft“ bringt die Stiftung Schulen und Unternehmen direkt zusammen. Die Stiftung ist davon überzeugt, dass die Jugendlichen besser auf die Berufswelt vorbereitet werden, wenn Schule und Wirtschaft zusammenarbeiten und den Schülerinnen und Schülern dadurch schon früh Einblicke in die Praxis ermöglicht werden. Auch wird ihrer Ansicht nach die Schule durch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft für die Jugendlichen lebensnäher.

Perspektiven für die Zukunft aufzeigen: Die Schülerakademie
Schülerinnen und Schülern Perspektiven für ihre Zukunft aufzuzeigen, ist auch das Ziel der Schülerakademie. Zwei Projekte hat die Stiftung der Deutschen Wirtschaft unter dem Dach der Schülerakademie bereits entwickelt: „MINToring – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler“ und „ZEIG, WAS DU KANNST! Erfolgreich ins Berufsleben starten“. In beiden Projekten werden die Jugendlichen in den letzten beiden Jahren vor ihrem Schulabschluss und auch noch im ersten Jahr an der Hochschule bzw. in der Berufsausbildung begleitet und beraten. Ziel des Projekts „MINToring – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler“ ist es, angehenden Abiturienten, die technisch-naturwissenschaftlich interessiert sind, die vielfältigen Berufsperspektiven in diesem Bereich aufzeigen, ihr Interesse an den MINT-Fächern zu festigen und sie zur Aufnahme eines entsprechenden Studiums zu motivieren. Nicht immer wird jungen Menschen der unmittelbare und spannende Bezug zur Lebens- und Arbeitswelt deutlich, so dass viele Abiturienten sich vor einem Studium im MINT-Bereich scheuen. Diese Berührungsängste will die Stiftung mit einem gezielten Programm abbauen.

MINToring
Das Projekt „MINToring“ ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung. Diese bündelt verschiedene Maßnahmen, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern und die Aus- und Weiterbildung zu verbessern. Partner der sdw in diesem Projekt sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie regionale Unternehmen, Arbeitgeberverbände und Stiftungen. Durch so genannte MINToren, die zum Teil Stipendiaten des Studienförderwerks der sdw sind, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts kontinuierlich begleitet. Gemeinsam führen sie insbesondere im zweiten Förderjahr eigenständige MINT-Projekte durch und setzen sich intensiv mit MINT-Studiengängen und MINT-Berufsfeldern auseinander. Zusätzlich finden in Kooperation mit Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen mehrtägige regionale Camps und überregionale Seminare statt.

„ZEIG, WAS DU KANNST“
Mit dem Projekt „ZEIG, WAS DU KANNST! Erfolgreich ins Berufsleben starten“, das die sdw mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchführt, setzt sich die Stiftung gezielt für Hauptschülerinnen und Hauptschüler ein. „Wir sind davon überzeugt, dass diese Jugendlichen viele Potenziale haben“, so die Stiftung. In dem Modellprojekt bekommen die Jugendlichen die Chance, im Rahmen eines abwechslungsreichen Förderprogramms ihre Talente und Begabungen zu entfalten. Das Qualifizierungsprogramm besteht aus den inhaltlichen Schwerpunkten: Berufsorientierung, Berufswahlentscheidung, Bewerbungstrainings, Verbesserung der Schlüsselkompetenzen, Vermittlung von Werten sowie Selbst- und Konfliktmanagement. Unterstützt von Coaches, Unternehmensvertretern und Vertrauenslehrkräften, entdecken die Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit in Seminaren, Feriencamps und Trainings interessante Berufsfelder, in denen sie ihre individuellen Stärken und Interessen einbringen können. Gezielte Unterstützung bekommen sie auch bei der Suche nach geeigneten Ausbildungsplätzen.

 

Autor(in): Petra Schraml
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Datum: 02.03.2010
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