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07. 07. 2003

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Ferienzeit ist Lesezeit, Teil 2

Leseempfehlungen der Kultusminister

Zum Thema Lesen startet die Online-Redaktion von Bildung PLUS eine mehrteilige Serie. Den Anfang machen die Kultusminister/innen, die wir nach ihrer Urlaubslektüre und ihren Leseempfehlungen für Kinder gefragt haben. Minister/innen aus Baden-Württemberg Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben geantwortet und Anregungen für eine interessante Urlaubslektüre gegeben.

Wir fragten:

  1. Welcher Buchtitel fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Bildung denken, und warum würden Sie ihn empfehlen?
  2. Welche Bücher werden Sie selbst in Ihrem Urlaub lesen?
  3. Welches ist die schönste Ferienlektüre in Ihrer Schulzeit gewesen und würden Sie dieses Buch den Schülerinnen und Schülern von heute empfehlen?

Hier die Antworten von:

 

Dr. Annette SchavanDr. Annette Schavan

1. Welcher Buchtitel fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Bildung denken, und warum würden Sie ihn empfehlen?

Da fällt mir die Bibel als Buch der Bücher ein. Die Schriften des Alten und Neuen Testamentes gehören zu den Grundlagen unserer Kultur; sie beschreieben menschliches Leben in all seinen Facetten und helfen zum besseren Verstehen von Gott und der Welt, von Zeit und Ewigkeit, von menschlichem Hoffen und Scheitern.

2. Welche Bücher werden Sie selbst in Ihrem Urlaub lesen?

Zu meiner Ferienlektüre gehören die Erinnerungen von Hans Jonas, der neue Roman von Ulla Hahn Unscharfe Bilder  sowie der neue Roman von Siegfried Lenz Das Fundbüro.

3. Welches ist die schönste Ferienlektüre in Ihrer Schulzeit gewesen und würden Sie dieses Buch den Schülerinnen und Schülern von heute empfehlen?

Zu meiner schönsten Ferienlektüre in der Schulzeit gehörte Die kleine Hexe von Ottfried Preußler. Das Buch begeistert Kinder seit Generationen und ist zu einem Klassiker geworden, den ich auch heute empfehle und übrigens auch an Kinder weiter verschenke.

 

Prof. Dr. Dr. med. Hans-Robert MetelmannProf. Dr. Dr. med. Hans-Robert Metelmann

1. Welcher Buchtitel fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Bildung denken, und warum würden Sie ihn empfehlen?

"Der Untertan" von Heinrich Mann ist für mich ein sehr wichtiges Buch. Es ist ein sehr politisches Buch, was die hohe Verantwortung eines jeden Menschen bei der Erfüllung seiner Aufgaben zeigt. Der einzelne Mensch als kleines, aber doch wichtigen Puzzleteilchen im Gesamtbild unserer Gesellschaft wird hier besonders gut dargestellt.

2. Welche Bücher werden Sie selbst in Ihrem Urlaub lesen?

Ich habe mir zwei Bücher vorgenommen. Als erstes möchte ich die Bismarck-Biografie von Christian Graf von Krokow lesen. Die Fähigkeit Balance zu halten ist im politischen Geschehen sehr wichtig. Mich interessiert besonders, wie Bismarck diese Fähigkeit in der großen Weltpolitik genutzt hat. Wenn dann noch Zeit bleibt, widme ich mich einer faszinierenden Frau - Maria Callas. Sie führte ein so buntes und abwechslungsreiches Leben mit einer Mischung aus absoluter Ästhetik und Zickigkeit. Hier ersetzt das wahre Leben die Fantasie eines Schriftstellers.

3. Welches ist die schönste Ferienlektüre in Ihrer Schulzeit gewesen und würden Sie dieses Buch den Schülerinnen und Schülern von heute empfehlen?

Als Schüler habe ich mit Vorliebe griechische Heldensagen gelesen. Hier hat mir besonders gefallen, dass einzelne Personen auch gegen übermächtige Götter nicht machtlos waren. Spannend sind diese Sagen nach wie vor. Eigentlich sind sie die Vorläufer der modernen Fantasy-Literatur und die steht ja bei den Schülerinnen und Schülern hoch im Kurs.

 

Ute Erdsiek-RaveUte Erdsiek-Rave

1. Welcher Buchtitel fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Bildung denken, und warum würden Sie ihn empfehlen?

Das Buch von Jürgen Kluge "Schluss mit der Bildungsmisere - Ein Sanierungskonzept." - Es beginnt mit der Frage: "Kann Lernen glücklich machen" und trifft in vielen Analysen und Vorschlägen ‚post PISA' den Nagel auf den Kopf. Noch dazu liest es sich gut.

2. Welche Bücher werden Sie selbst in Ihrem Urlaub lesen?

Ich liebe Romane, deren Schauplätze ich kenne: schwedische Krimis, den neuen P.O. Enquist, die neuen Romane von Siri Hustvedt und Annie Proulx stehen auf meiner Liste. Ich lese alles in der Originalsprache, das ist ein großer zusätzlicher Gewinn.

3. Welches ist die schönste Ferienlektüre in Ihrer Schulzeit gewesen und würden Sie dieses Buch den Schülerinnen und Schülern von heute empfehlen?

Ich habe mit Wonne alle Nesthäkchen- und Heidi-Bücher gelesen. Aus heutiger Sicht nicht mehr die gender-mainstreaming-korrekte Empfehlung.

 

Jürgen SchreierJürgen Schreier

1. Welcher Buchtitel fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Bildung denken, und warum würden Sie ihn empfehlen?

Als Buchtitel zum Thema Bildung kommen mir natürlich erst einmal Klassiker wie Rousseaus Emile, Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre oder Flauberts Education Sentimentale in den Sinn.
Als aktuelles Buch fällt mir spontan Bildung von Dietrich Schwanitz ein. Schwanitz´ mutiger und zwangsläufig unvollständiger Versuch, auf nur 500 Seiten Alles, was man wissen muss niederzulegen, ist blendend geschrieben. Ich habe das Buch  mit großem Vergnügen gelesen - nein, was sage ich, durchgearbeitet.

2. Welche Bücher werden Sie selbst in Ihrem Urlaub lesen?

In meinem Urlaub möchte ich nach seinem Liebeswunsch nun auch den Essayband Der verstörte Eros von Dieter Wellershoff lesen. Ich habe den Autor unlängst anlässlich einer Dichterlesung im Rahmen einer Abiturfeier kennen und schätzen gelernt und bin sehr gespannt auf seine Einsichten und Überlegungen zum ewigen Thema Nummer eins.

3. Welches ist die schönste Ferienlektüre in Ihrer Schulzeit gewesen und würden Sie dieses Buch den Schülerinnen und Schülern von heute empfehlen?

Als Zehnjähriger habe ich Alfred Weidemanns Gepäckschein 666 geradezu verschlungen. Ich bin sicher, dass dieser spannende Krimi auch heute noch junge Leser in seinen Bann ziehen kann.
Das gilt auch für Erich Kästners Kinderbücher, die im Übrigen auch für Erwachsene immer wieder eine lohnende Lektüre sind.
Nicht vergessen werden darf natürlich auch Der kleine Prinz von Saint-Exupéry - ein zeitloser Klassiker für Jung und Alt.

Autor(in): Ursula Münch
Kontakt zur Redaktion
Datum: 07.07.2003
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