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Weiterbildungspass mit Zertifizierung informellen Lernens

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Die pädagogische und betriebliche Praxis in der Bundesrepublik registriert schon seit Mitte der 90er Jahre Erfassungs- und Anerkennungsdefizite von Lernprozessen, die nicht mit formalen Abschlüssen im Bildungssystem zertifiziert sind. Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen, technologischen und arbeitsorganisatorischen Strukturwandels wurde deutlich, dass Noten und Zeugnisse zu wenig über die wirklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten des Individuums aussagen.
Demzufolge rücken die Beschreibung dessen, was der Einzelne kann und weiß, sowie die Selbststeuerung des Lebenslangen Lernens in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit beruflicher Akteure. Die Erkenntnis, dass neben formalen auch non-formale und informelle Lernprozesse sichtbar gemacht werden müssen, gewinnt in diesem Kontext zunehmend an Bedeutung.
Die Entwicklung von unterschiedlichen Dokumentationsaktivitäten des Lebenslangen Lernens in Deutschland ist neben der Sicherung von Beschäftigungsfähigkeit eine daraus abgeleitete Forderung und eine Reaktion auf ein rein an formalen Abschlüssen orientiertes Berechtigungswesen.
So lassen sich unter dem Begriff „Weiterbildungspass“ all jene Instrumente zusammenfassen, die unterhalb der ordnungspolitischen Ebene der Identifizierung, Erfassung und Anerkennung individueller Aktivitäten in allen Lebensbereichen und Lernkontexten dienen.
Eine von Bund und Ländern in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie kam zu dem Ergebnis, dass die Einführung eines einheitlichen, bildungsbereichsübergreifenden Weiterbildungspasses möglich und empfehlenswert ist. Auf Basis der Empfehlungen der Machbarkeitsstudie wurde ein Weiterbildungspass-Referenzsystem, das unter dem Namen ProfilPASS herausgegeben wurde, entwickelt, erprobt und evaluiert.
Bundesweit haben über 30 Kooperationspartner des Projekts, u.a. Weiterbildungseinrichtungen und Lernende Regionen, den ProfilPASS, begleitet von einer professionellen Beratung, eingesetzt. Die Evaluationsergebnisse belegen die grundsätzliche Eignung des ProfilPASSes als Instrument zur Identifikation und Dokumentation informell erworbener Kompetenzen, die Nutzer berichten darüber hinaus von positiven Effekten der Ermutigung und der Aktivierung durch die Bearbeitung des ProfilPASSes.
In der dritten und letzten Projektphase (September 2005 bis März 2007) werden die in der Evaluation identifizierten Verbesserungspotenziale ausgeschöpft und die bundesweite Implementierung des ProfilPASSes vorangetrieben. Mit der Einrichtung einer Nationalen ProfilPASS-Servicestelle ist der Weiterbestand des ProfilPASSes über das Ende der Projektlaufzeit hinaus gewährleistet.
Das innovative Potenzial liegt in der Entwicklung eines Nachweissystems zur Identifikation und Dokumentation informell erworbener Kompetenzen.

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Schlagwörter

Lebenslanges Lernen, Informelles Lernen, Eigenverantwortung, Zertifizierung, Kompetenz, Beratung, Lernfähigkeit, Erwachsenenbildung, Selbst gesteuertes Lernen, Individuelle Förderung, Dokumentation, Qualifikation, Nachweis,

Titel Weiterbildungspass mit Zertifizierung informellen Lernens
Kurztitel ProfilPASS
Projekttyp Bund-Länder-Projekt
Projekt wird gefördert durch Bund und beteiligte Länder; Sonstiger Träger
Förderkennzeichen BIP02
Das Projekt auf der Plattform “Projekte online“ “ProfilPASS“ auf der Plattform “Projekte Online“ des Innovationsportals
Bildungsbereich Erwachsenenbildung
Innovationsbereich Bildungsstandards, Kompetenzen, Tests; Lebenslanges Lernen
Organisationsstruktur Projektförderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Heinemannstr. 2, 53175 Bonn, Tel. (01888) 57-0, E-Mail: bmbf@bmbf.de
Europäische Union, Europäischer Sozialfonds

Projektkoordination:
Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft des Saarlandes, Referat C 6, Hohenzollernstraße 60, 66117 Saarbrücken, Tel. (0681) 501-7214, E-Mail: weiterbildung@bildung.saarland.de

Projektbüro:
Deutsches Institut für Erwachsenenbildung e.V. (DIE), Ingrid Erbel, Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn, Tel. (0228) 3294-257, E-Mail: erbel@die-bonn.de

Wissenschaftliches Konsortium:
Markus Bretschneider, DIE, Tel. (0228) 3294-156, E-Mail: brettschneider@die-bonn.de
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Dr. Harry Neß, Schloßstraße 29, 60486 Frankfurt am Main, Tel. (069) 24708-231, E-Mail: ness@dipf.de
Leibniz Universität Hannover, Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung (ies), Sabine Seidel, Listerstraße 15, 30163 Hannover, Tel. (0511) 399-7278, E-Mail: seidel@ies.uni-hannover.de
Projektbeginn 01.04.2002
Projektende 31.03.2007
Beteiligte Bundesländer Brandenburg; Bremen; Hamburg; Hessen; Mecklenburg-Vorpommern; Nordrhein-Westfalen; Rheinland-Pfalz; Saarland; Schleswig-Holstein
Letzte Änderung am
Siehe auch: ProfilPASS - Weiterbildungspass mit Zertifizierung informellen Lernens: Informationen zum Gesamtprogramm
Ist Teilprojekt von: Lebenslanges Lernen

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