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Teach First

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Ziel der Initiative ist es, bessere Bildungs- und Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche mit schlechten Startbedingungen zu schaffen. Persönlich und fachlich herausragende Hochschulabsolventinnen und -absolventen verschiedenster Fachrichtungen werden von Teach First Deutschland rekrutiert, qualifiziert und auf der Basis von Kooperationsvereinbarungen mit einer Reihe von Bundesländern für zwei Jahre in Vollzeit als zusätzliche kompetente Fachkräfte (Fellows) an öffentlichen Ganztagsschulen insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen eingesetzt. Dort unterstützen die Fellows die Lehrkräfte sowohl im Unterricht als auch außerhalb in Projekten oder AGs. Für Schülerinnen und Schüler sollen sie zudem Ansprechpartner, Hilfe und Vorbild sein. Um einen Fellow bewerben können sich Haupt-, Real- und Gesamtschulen, in einigen Bundesländern auch Grundschulen. Die Gehälter der Fellows werden von den Bundesländern getragen.
Die Fellows werden im Rahmen einer dreimonatigen Sommerakademie auf ihren Unterrichtseinsatz vorbereitet. Inhalt der Qualifizierungsmaßnahme ist ein pädagogisches Intensivtraining, bestehend aus den Modulen Didaktik, Methodik, Sprachförderung und Classroom-Management sowie einem mehrwöchigen Schulpraktikum. Auch während ihres Einsatzes an den Schulen werden die Fellows von Teach First Deutschland durch eigene Coaches und Trainer betreut und weiterqualifiziert.
Die Fellows arbeiten vor allem in Klassenstufen, in denen der Übergang zu einer weiterführenden Schule oder ins Berufsleben erfolgt. Ein Schwerpunkt der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern ist auch die fächerübergreifende und alltagsintegrierte Förderung der Sprachkompetenz. Die Fellows erhalten eine fachdidaktische Ausbildung, die sie zu einer solchen Sprachförderung befähigt. Seit in Schulen vermehrt Willkommens-, Integrations- und Seiteneinsteigerklassen begründet werden, um geflüchtete Kinder und Jugendliche durch gezielte Sprachförderung auf den Regelunterricht an Schulen vorzubereiten, werden Fellows zunehmend auch in diesen Klassen eingesetzt: Mehr als die Hälfte der Fellows arbeitet aktuell in Willkommensklassen.
In Baden-Württemberg sind im Schuljahr 2016/17 außerdem Fellows im Einsatz, die sich ausschließlich der Sprachförderung widmen und als eigenständige angestellte Lehrkräfte an allgemein bildenden Schulen bzw. in Klassen des Vorqualifizierungsjahres Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen an beruflichen Schulen unterrichten. In Vorbereitungsklassen an allgemein bildenden Schulen werden Schülerinnen und Schüler ohne bzw. mit wenigen Deutschkenntnissen mit dem Ziel der schrittweisen Integration in die Regelklassen unterrichtet. In Klassen des Vorqualifizierungsjahres an beruflichen Schulen erhalten jugendliche Flüchtlinge eine konzentrierte Sprachförderung zur Vorbereitung auf eine anschließende Berufsausbildung oder auf den Besuch eines beruflichen Vollzeitbildungsgangs.
Allgemein initiieren Fellows jenseits der fachlichen Förderung Projekte, die die Lernmotivation erhöhen, Schülerinnen und Schülern Erfolgserlebnisse ermöglichen und förderlich für das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen sind. Sie stellen eine Verbindung zwischen Elternhaus und Schule sicher und stärken diese Partnerschaft daher nachhaltig. Sie helfen Schülerinnen und Schülern, eine Zukunftsperspektive zu entwickeln. Dabei stehen eine erfolgreiche Berufsqualifizierung durch Ausbildung oder Studium im Fokus.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Vermittlung herausragender Hochschulabsolventinnen und -absolventen aller Studienrichtungen als Lehrkräfte auf Zeit an Schulen in sozioökonomisch benachteiligten Einzugsgebieten, um dort differenzierte, intensive Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche zu unterstützen und ihnen so erfolgreiche Schulabschlüsse, Berufseinstiege und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Fellows erwerben während ihres Einsatzes an den Schulen zusätzliche Kompetenzen und Qualifikationen, die dazu beitragen können, dass sie sich auch in ihrem späteren Berufsleben vermehrt für Bildungsangelegenheiten engagieren.

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Schlagwörter

Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Chancengleichheit, Bildungssystem, Schulsystem, Kind, Jugendlicher, Flüchtling, Sprachförderung, Deutsch als Fremdsprache, Schule, Übergang Primarstufe - Sekundarstufe I, Übergang Schule - Beruf, Berufsorientierung, Berufsschule, Hochschulabsolvent,

Titel Teach First
Projekttyp Stiftungsprojekt
Projekt wird gefördert durch Baden-Württemberg; Berlin; Hamburg; Hessen; Nordrhein-Westfalen; Sonstiger Träger
Bildungsbereich Primarbereich; Sekundarbereich I
Innovationsbereich Sprachförderung; Demokratie- und Werteerziehung, Gewaltprävention; Förderung von Bildungsbenachteiligten; Individuelle Förderung; Unterstützungssysteme
Organisationsstruktur Zuständige Landesinstitute (Träger der Gehaltskosten der Fellows):
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (SenBJW), Berlin;
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Stuttgart;
Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg (BSB);
Hessisches Kultusministerium (HKM), Wiesbaden;
Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB), Düsseldorf

Projektförderung:
aqtivator, Deutsche Post DHL, Fritz Henkel Stiftung und weitere Unterstützer

Projektleitung:
Teach First Deutschland gGmbH, Dessauerstr. 28-29, 10963 Berlin, Tel. (030) 26 39 760 - 0, E-Mail: info@teachfirst.de
Projektbeginn 01.08.2009
Projektende
Beteiligte Bundesländer Baden-Württemberg; Berlin; Hamburg; Hessen; Nordrhein-Westfalen
Letzte Änderung am 25.07.2017

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