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Das Foto zeigt eine Landmaschine zum Düngen auf einem Maisfeld.
Bildrechte: ACES | Katie Nichols via Flickr, CC0

Was wir essen, macht unser Klima wärmer!

Beim Klimawandel denken viele zuerst an Autos, Flugzeuge oder Heizungen. Das ist auch richtig: Wenn wir Kohle, Öl oder Gas verbrennen, entsteht Kohlendioxid (CO₂). Dieses Gas wirkt wie eine unsichtbare Decke in der Atmosphäre. Es hält Wärme zurück – die Erde wird wärmer.

Schematische Darstellung auf einem Foto von einem Rind und seinem Methanausstoß.
Rinder sind Wiederkäuer. Bei ihrer Verdauung entweicht sehr viel Methan. | Bildrechte: Office for Climate Education (2024, dt. Version): Das Klima in unseren Händen – Klimawandel und Landsysteme , CC BY-NC-SA 4.0

Doch nicht nur Energie und Verkehr beeinflussen das Klima. Auch unsere Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Die Landwirtschaft verursacht weltweit viele Treibhausgase – und das beginnt schon auf dem Feld.

Damit Pflanzen wie Weizen, Mais oder Gemüse gut wachsen, werden häufig Düngemittel eingesetzt. Dabei entsteht Lachgas (N₂O), ein besonders starkes Treibhausgas. Auf Reisfeldern, die oft unter Wasser stehen, bildet sich Methan (CH₄). Noch mehr Methan entsteht bei der Rinderhaltung, denn Kühe stoßen bei der Verdauung große Mengen davon aus. Deshalb hat vor allem Rindfleisch einen hohen Klimaeffekt.

Auch die Feldarbeit und die Verarbeitung unserer Lebensmittel verbraucht Energie: Traktoren bearbeiten Felder, Ernten werden transportiert, Lebensmittel gekühlt oder eingefroren. In vielen Ländern stammt diese Energie noch immer aus fossilen Brennstoffen – und dadurch entsteht weiteres CO₂.

Ein großes Problem ist außerdem die Abholzung von Wäldern, besonders in tropischen Regionen wie dem Amazonas. Dort werden Regenwälder gerodet, um Platz für Rinderweiden oder den Anbau von Soja als Tierfutter zu schaffen. Regenwälder speichern jedoch enorme Mengen CO₂. Werden sie zerstört, wird dieses CO₂ freigesetzt – und es fehlt ein wichtiger "Klimaschützer".

 

Die Grafik zeigt schematisch die landwirtschaftlichen Emissionen aus Umwandlung von Waldflächen in Anbauland, Nassreis- und Weizenanbau sowie Kühltransporten und Lagerung.
Viele Vorgänge in der Landwirtschaft setzen Treibhausgase frei und tragen so zur Erwärmung des Klimas bei. | Bildrechte: Yuan, X. et al. (2024): Impacts of Global Climate Change on Agricultural Production: A Comprehensive Review, bearbeitet und übersetzt von HBS , CC BY 4.0
 

Fazit: Nicht nur Autofahren, sondern auch unsere Ernährung beeinflusst das Klima. Vom Acker bis zum Supermarkt entstehen Treibhausgase.

Das zeigt aber auch: Durch bewussteren Konsum – zum Beispiel weniger Fleisch und weniger Lebensmittelverschwendung – können wir selbst etwas zum Klimaschutz beitragen.

 


In unserem Klimawiki gibt es noch mehr Infos zum Thema:


 

Erstellt am 15.04.2026, zuletzt geändert am 26.04.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Dieter Kasang und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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