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Im Vordergrund sind Kühe, die auf einer Weide stehen und grasen. Im Hintergrund ist ein Kraftwerk zu sehen.
Bildrechte: Peggychoucair / Pixabay

Treibhausgase

Strahlung und Treibhausgase – Was geht da ab?

Das Klima auf der Erde hängt von drei Dingen ab:

  1. wie viel Energie von der Sonne kommt,
  2. wie viel davon die Erde wieder zurückstrahlt und
  3. was genau in der Luft (der Atmosphäre) passiert.
 

Besonders wichtig sind die Treibhausgase. Sie fangen Wärme, die die Erde abgibt, wieder ein und schicken sie zurück. Ergebnis: Die Erde wird wärmer – das nennt man Treibhauseffekt. Ohne ihn wären es hier im Schnitt eiskalte -18 °C – und Leben auf der Erde nicht möglich. Dank der Treibhausgase liegt die Temperatur bei angenehmen +15 °C.

Die wichtigsten natürlichen Treibhausgase sind Wasserdampf (H₂O), Kohlendioxid (CO₂), Ozon (O₃), Methan (CH₄) und Lachgas (N₂O).

Vereinfachtes Schaubild: Die Erde wandelt Sonnenlicht in Wärmestrahlung um. Treibhausgase wie CO₂ und Methan nehmen diese Wärme auf und geben sie teils zurück zur Erde und teils ins Weltall ab.
Die Treibhauswirkung von drei Treibhausgasen: Wasserdampf (H₂O), Kohlendioxid (CO₂) und Methan (CH₄). | Bildrechte: A loose necktie via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

 

Quellen und Senken – Wo kommen die Gase her, wo gehen sie hin?

Fast alle Treibhausgase entstehen sowohl natürlich (z. B. durch Pflanzen, Vulkane, Meere) als auch durch uns Menschen (z.B. durch Industrie und Verkehr).

Ozon entsteht durch chemische Reaktionen mit Sonnenlicht in der Luft.

Viele Gase verschwinden auch wieder durch Reaktionen in der Atmosphäre. Dabei spielt das Hydroxylradikal (OH) eine Hauptrolle – es wirkt wie das "Putzmittel" der Luft.

CO₂ ist besonders hartnäckig: Es reagiert nicht in der Atmosphäre und verschwindet nur durch Aufnahme im Meer oder durch Pflanzen (Photosynthese), die es auch wieder abgeben.

FCKWs (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) entstehen als einziges Treibhausgas ausschließlich durch den Menschen. Sie bauen sich in der unteren Atmosphäre nicht ab, sondern erst weiter oben unter starkem Sonnenlicht.

 

Konzentration, Verweilzeit & Wirkung

Nicht jedes Gas wirkt gleich stark aufs Klima. Entscheidend sind:

Wie viel davon in der Luft ist (Konzentration).

Wie lange es bleibt (Verweilzeit).

Wie stark es wirkt (Treibhauspotential).

  • Wasserdampf ist das wichtigste natürliche Treibhausgas.
  • Methan wirkt 25-mal stärker als CO₂, bleibt aber kürzer in der Luft und hat eine viel geringere Konzentration.
  • Ozon ist sehr kurzlebig und wirkt vor allem dort, wo es entsteht.
  • CO₂, Methan, Lachgas und FCKWs gehören zu den langlebigen Gasen – sie bleiben mindestens ein Jahr in der Atmosphäre und verteilen sich dadurch weltweit gleichmäßig.

 

Was der Mensch verändert

Seit Beginn der Industrialisierung haben wir Menschen die Konzentration der langlebigen Treibhausgase massiv erhöht und ein Treibhausgas, die FCKWs, völlig neu geschaffen. Auch beim kurzlebigen Ozon hat unser Handeln die Werte deutlich verändert.

Fazit: Selbst wenn Treibhausgase nur einen kleinen Teil der Atmosphäre ausmachen, haben sie eine riesige Wirkung aufs Klima.

 


In unserem Klimawiki gibt es noch mehr Infos zum Thema:
 

 

Erstellt am 21.02.2026, zuletzt geändert am 27.04.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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