
Wasserdampf – das mächtigste natürliche Treibhausgas
Wenn man an Treibhausgase denkt, fällt den meisten zuerst CO₂ (Kohlendioxid) ein. CO₂ ist tatsächlich der Hauptverursacher des durch den Menschen verursachten Klimawandels. Doch das stärkste natürliche Treibhausgas ist: Wasserdampf! Er spielt damit eine ganz besonders wichtige Rolle in unserem Klimasystem:

Wasserdampf ist einfach Wasser in gasförmiger Form. Er entsteht, wenn Wasser verdunstet – zum Beispiel, wenn die Sonne Pfützen trocknet oder Meereswasser verdampft. In der Luft ist ständig ein bisschen Wasserdampf enthalten, mal mehr, mal weniger.
Warum ist er nun ein Treibhausgas? Ganz einfach: Wasserdampf hält Wärme in der Atmosphäre fest. Er funktioniert wie eine wärmende Decke um die Erde. Je wärmer es auf der Erde wird, desto mehr Wasser verdunstet – und desto mehr Wasserdampf gelangt in die Luft. Das führt dazu, dass sich die Erde noch weiter aufheizt – ein echter Verstärkungseffekt!
Im Unterschied zu anderen Treibhausgasen wie CO₂ bleibt Wasserdampf jedoch nicht lange in der Luft. Nach ein paar Tagen oder Wochen kühlt er sich wieder ab, wird zu Wolken und fällt schließlich als Regen zurück auf die Erde. Trotzdem spielt er eine große Rolle, weil ständig neuer Wasserdampf entsteht.
Fazit: Wasserdampf ist ein mächtiges, aber kurzlebiges Treibhausgas. In diesem Beispiel wird deutlich, wie empfindlich das Klimasystem der Erde ist – und wie alles miteinander zusammenhängt.
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Erstellt am 21.02.2026, zuletzt geändert am 25.03.2026
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