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Das Foto zeigt den Amazonas-Regenwald aus der Luft.
Bildrechte: Mariusz Prusaczyk/Colourbox.de

Grünes Herz der Erde in Gefahr – Was passiert im Amazonas-Regenwald?

Im November 2025 trafen sich fast alle Länder der Welt zur 30. Weltklimakonferenz – und zwar im Amazonasgebiet, in der Stadt Belém.
Das war kein Zufall: Der Amazonas-Regenwald spielt eine riesige Rolle für das Klima der Erde.

 

Warum ist der Amazonas so wichtig?

Der Regenwald speichert extrem viel CO₂ – ungefähr so viel, wie alle Menschen zusammen in 10 Jahren ausstoßen. Wenn der Wald stehen bleibt, bleibt auch dieses CO₂ in den Bäumen. Wird er abgeholzt oder verbrannt, gelangt das CO₂ in die Luft und heizt das Klima weiter an.

 

Was bedroht den Regenwald? 

Zeichnung einer Erde auf zwei Beinen, mit einem "SOS"-Schild in den Händen, und Menschen, die den Regenwald abholzen.
Eine Warnung: Die Abholzung des Amazonas heizt die Erde auf! | Bildrechte: Jose A. Marengo auf Frontiers for Young Minds , CC BY 4.0

Der Amazonas ist heute Heimat von rund 30 Millionen Menschen – früher waren es nur 7 Millionen.
Viele Flächen werden für Rinderfarmen oder Sojaanbau genutzt.
Dafür wird der Wald abgeholzt oder sogar abgebrannt. So hat der Amazonas schon 20 % seiner Fläche verloren.

Dadurch passiert gleich zweierlei:

  1. CO₂ wird freigesetzt.
  2. Es regnet weniger. 

Normalerweise nehmen die Bäume viel Wasser auf und geben es wieder als Wasserdampf ab. Daraus entstehen Wolken, die den Wald erneut beregnen. Wird der Wald zerstört, bricht dieser Kreislauf zusammen – es wird trockener.

 

Klimawandel verschärft das Problem

Tote und beschädigte Bäume im Amazonas-Regenwald.
Tote und beschädigte Bäume nach einem Waldbrand im Regenwald. | Bildrechte: NASA/JPL-Caltech, Public domain

Im Amazonasgebiet wird es immer wärmer, und die Regenzeiten werden unregelmäßiger.
Die Folgen: extreme Überschwemmungen und heftige Dürren.

In den letzten 20 Jahren gab es gleich vier "Jahrhundertdürren" – 2005, 2010, 2015/16 und 2023/24. Jede war schlimmer als die vorherige.

2023 war besonders heftig:

  • bis zu 100 mm weniger Regen
      • 3 °C höhere Temperaturen
  • 7 Hitzewellen
  • Flüsse wurden so warm, dass Fische und Flussdelfine starben

Ein Auslöser war erneut ein starkes El-Niño-Ereignis, das durch den Klimawandel immer intensiver wird. 

 

Droht ein Kipppunkt?

Viele Forschende warnen:
In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts könnte der Amazonas plötzlich in einen ganz neuen Zustand kippen – von dichtem Regenwald zu einer Savanne, mit Grasflächen und nur wenigen Bäumen. Und dieser Zustand wäre kaum rückgängig zu machen.

 

Gibt es Hoffnung?

Ein Hamburger Klimamodell zeigt:
Selbst wenn der Wald einmal weitgehend verschwunden wäre, könnten feuchte Luftmassen vom Atlantik genug Regen bringen, damit der Wald sich vielleicht wieder erholt.

 


In unserem Klimawiki gibt es noch mehr Infos zum Thema:


 

Erstellt am 12.03.2026, zuletzt geändert am 26.04.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Dieter Kasang und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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