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An einem Strand wurden kleine Steine zum Wort "CRISIS" gelegt.
Bildrechte: Colourbox.de

Klimakrise am Mittelmeer – Sonne, Strand und … extreme Hitze

Der Weltklimarat nennt den Mittelmeerraum einen Hotspot des Klimawandels – denn hier sind die Folgen besonders deutlich zu spüren.

Die Temperaturen sind bereits jetzt fast doppelt so schnell wie im weltweiten Durchschnitt gestiegen. Das Mittelmeer selbst heizt sich auf über 28 °C auf – immer öfter und immer länger.

Das heiße, trockene Klima aus Nordafrika schiebt sich inzwischen bis nach Südeuropa. In Ländern wie Spanien, Italien, Griechenland oder Marokko gibt es fast jedes Jahr brutale Hitzewellen. Temperaturen über 40 °C sind keine Seltenheit mehr. 2021 wurde auf Sizilien sogar ein europäischer Hitzerekord gemessen: 48,8 °C!

 

Zwei Fotos im Vergleich: der italienische Stausee Lago di Montespluga 2013 mit normalem Wasserstand (links) und ausgetrocknet während der Po-Dürre 2022 (rechts).
Der italienische Stausee Lago di Montespluga 2013 und während der Po-Dürre 2022. | Bildrechte: Zairon via Wikimedia Commons; Moxmarco via Wikimedia Commons, Collage und Beschriftung von HBS, CC BY-SA 4.0

Die extreme Hitze trifft nicht nur Touristen am Strand – auch die Landwirtschaft leidet massiv. Böden trocknen aus, Flüsse versiegen, Staudämme fallen trocken. In Teilen Italiens fehlt zum Teil das Wasser, um Felder zu bewässern oder sogar Touristen zu versorgen.

Dazu kommen immer mehr Waldbrände. Nirgends in Europa brennt es so oft wie in den Mittelmeerländern. Portugal, Spanien oder Griechenland kämpfen nahezu jeden Sommer gegen Feuer, die durch Hitze, Trockenheit und meist menschliches Fehlverhalten entstehen.

 

Das Foto zeigt durch Wassermassen zusammengeschobene PKWs.
Durch Wassermassen zusammengeschobene PKWs bei Valencia am 30.10.2024. | Bildrechte: Eloy Sanchis via Wikimedia Commons, CC0

Und als wäre das nicht genug: Manche Regionen werden auch von heftigem Regen und Stürmen getroffen. Wenn sich das aufgeheizte Mittelmeerwasser in Wolken verwandelt, können an einem Tag Regenmengen fallen wie sonst in einem ganzen Jahr. Im Oktober 2024 etwa wurde Valencia von sintflutartigen Regenfällen getroffen – über 200 Menschen starben.

Sogar tropenähnliche Stürme, sogenannte "Medicanes" (eine Mischung aus Mediterranean und Hurricane), treten immer häufiger auf. Einer der schlimmsten war "Daniel", der 2023 in Libyen wütete und mehr als 10.000 Menschen das Leben kostete.

 

 

 

 

 

 


In unserem Klimawiki gibt es noch mehr Infos:


 

Erstellt am 14.08.2026, zuletzt geändert am 21.08.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Dieter Kasang und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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