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Das Foto zeigt einen langen Deich (oben Wiese, zum Meer hin Steine) mit einem Fußweg.
Bildrechte: Kobus-van-Leer / Pixabay

Deiche – Die Bodyguards unserer Küsten

Das Foto zeigt einen Deich, auf dem Schafe grasen.
Schafe helfen, Deiche zu pflegen. | Bildrechte: Sweetaholic / Pixabay

Der Meeresspiegel steigt, Sturmfluten werden häufiger – und in manchen Regionen sinkt sogar das Land langsam ab. Dadurch wächst in vielen Küstengebieten die Gefahr vor Überschwemmungen. Besonders betroffen sind große Küstenstädte und fruchtbare Flussdeltas, in denen viele Menschen leben.

Um diese Regionen zu schützen, bauen viele Länder Deiche. Diese großen Schutzwälle halten das Meer zurück und verhindern, dass Städte, Dörfer und Felder überflutet werden. Ohne Deiche wäre ein Leben in vielen Küstenregionen kaum möglich.

Neben dem steigenden Meer gibt es noch ein weiteres Problem: In manchen Regionen sinkt der Boden. Fachleute nennen das Subsidenz. Das kann natürlich passieren, zum Beispiel durch Bewegungen der Erdkruste. Oft ist aber auch der Mensch beteiligt – etwa wenn viel Grundwasser, Öl oder Gas aus dem Boden gepumpt wird. Dann verliert der Untergrund an Stabilität und sackt ab.

In Städten wie Tokio, Jakarta, Shanghai oder Bangkok ist der Boden im letzten Jahrhundert bereits um mehrere Meter abgesunken. Dadurch steigt das Überschwemmungsrisiko dort besonders stark.

Besonders gefährdet sind auch große Flussdeltas, etwa am Mississippi, Nil oder Ganges. Diese Regionen liegen meist nur knapp über dem Meeresspiegel. Wenn das Meer steigt und das Land gleichzeitig absinkt, können große Landflächen verloren gehen.

Deiche sind deshalb ein wichtiger Schutz. Trotzdem sind sie keine perfekte Lösung. Sie müssen immer wieder verstärkt und erhöht werden. Gleichzeitig gewinnen natürliche Schutzsysteme an Bedeutung. Mangrovenwälder oder Korallenriffe können Wellen bremsen und Küsten stabilisieren.

Die beste Strategie ist oft eine Kombination aus Technik und Natur: Deiche halten das Wasser zurück – und natürliche Küsten helfen zusätzlich, die Kraft der Wellen zu verringern.

 


In unserem Klimawiki gibt es noch mehr Infos zum Thema:


 

Erstellt am 12.05.2026, zuletzt geändert am 13.05.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Sandra Cheetham und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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