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Innovationskonzept

 

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(For international visitors: Concept for innovation)



Einführung

Die Beschreibung des innovativen Charakters von Projekten stellt im Rahmen der Datenbank „Innovative Projekte und Programme von Bund und Ländern zur Qualitätsentwicklung des Bildungssystems“ (Datenbankfeld: Innovationsbereiche) ein wesentliches Kriterium für die inhaltliche Erschließung des zu erfassenden Datenmaterials dar und erfordert daher die Verwendung eines kontrollierten Vokabulars.

Vor diesem Hintergrund wurde das hier vorgelegte Konzept entwickelt, das eine ausgewogene Balance zwischen eher allgemeinen und sehr spezifischen Begriffen favorisiert: Einerseits werden Begriffe vorgeschlagen, die oberbegrifflich genug sind, um den innovativen Gehalt verschiedener Projekte zu charakterisieren, andererseits auch solche, die spezifisch z.B. auf ein bestimmtes Handlungsfeld in nur einem Bildungsbereich bezogen sind. D.h. es wurde der Versuch unternommen, die Begrifflichkeiten so zu formulieren, dass sie die Vorteile beider Seiten (umfassendere Gültigkeit und Spezifizität) vereinen. Gleichwohl liegt die Tendenz in über einen bestimmten Bildungsbereich hinaus verwendbaren Begriffen.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung und damit für den Verzicht auf die terminologische Erfassung sehr spezifischer Varianten waren zum einen die bewusste Bezugnahme auf die Kontinuität innovativer Handlungsfelder und der Versuch, zukünftige Entwicklungen zumindest partiell mit einzubeziehen. Zum anderen wird durch die Verwendung eher allgemeiner Begriffe die Zugänglichkeit für den Nutzer verbessert. Eine sehr (fach-)spezifische Terminologie im Bereich der Innovationsfelder erfordert fundierte Fach- und Sachkenntnisse und Erfahrung mit der (Experten-)Recherche, während allgemeinere, eher natürlichsprachliche Suchbegriffe auch den google-verwöhnten Nutzer unterstützen. Die Möglichkeit, Suchen im Feld Innovationsbereich mit Eingaben bspw. in den Feldern Bildungsbereich und/oder Schlagwörter zu kombinieren, eröffnet allen Nutzern die Gelegenheit, eine komfortable und individuelle Suchanfrage zu gestalten.


Vorgehensweise

Ausgangsbasis für die hier vorgenommene Klassifizierung von Innovationsbereichen waren zunächst die sieben Handlungsfelder der Kultusministerkonferenz (KMK), definiert als erste Reaktion auf die Ergebnisse der PISA-Studie im Jahr 2001:

- Sprachkompetenz
- Verzahnung Vorschule-Grundschule
- Grundschulbildung
- Bildungsbenachteiligte
- Qualitätssicherung
- Lehrerprofessionalität
- Ganztagsangebote

Sehr schnell wurde deutlich, dass diese Zuordnungen zur Beschreibung des innovativen Charakters von Bund-Länder-Projekten im Bildungswesen nicht ausreichen würden. Die Handlungsfelder der KMK sind auf Innovationen in Schulen ausgerichtet und blenden damit naturgemäß einen breiten Teil des Bildungswesens komplett aus.

In einem ersten Schritt zur Erweiterung und Konkretisierung der innovativen Handlungsfelder wurden vorrangig die von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) in verschiedenen Papieren veröffentlichten Gegenstandsbereiche von Modellversuchen integriert. Ergänzend dazu wurden auf der Basis der konkreten Datenbearbeitung – Datenerfassung und Redaktion – weitere Schlüsselbegriffe zur Erweiterung der Klassifikation definiert, die vor allem den Versuch spiegeln, Begriffsebenen zu finden, die nicht so sehr konkrete und spezifische Innovationsansätze beschreiben, sondern eher bildungsbezogene Handlungsfelder, in denen konkrete und ausdifferenzierte Reformvorhaben ansetzen und greifen können.

Vor dem Hintergrund der Diskussion des Innovationskonzepts in der Sitzung der Projektbegleitgruppe „Innovationsportal“ und seiner anschließenden kritischen Kommentierung und Ergänzung durch die Fachredakteure des Deutschen Bildungsservers wurde aus all den vorliegenden Benennungen abschließend eine Synopse für die Klassifizierung der innovativen Handlungsfelder erstellt. Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, dass die in der Einführung beschriebene Balance weitgehend realisiert und eine optimale Nutzerfreundlichkeit gewährleistet wird. Dieser Anspruch führte zu Veränderungen, Zusammenführungen oder auch Neuformulierungen von Begrifflichkeiten.


Klassifikation der Innovationsbereiche

Die nachfolgend dokumentierte Klassifikation der Innovationsbereiche kommentiert die Entscheidungskriterien für die Übernahme bzw. Nichtübernahme einzelner Begriffe und listet am Ende die getroffene Auswahl noch einmal in einer Kurzübersicht auf.

Grundbildung:
Mit diesem aus dem (KMK-)Handlungsfeld Grundschulbildung abgeleiteten Begriff werden Projekte klassifiziert, die den Aufbau und die Verbesserung von Grundfertigkeiten (z.B. Lesefähigkeit, mathematisch-naturwissenschaftliches Verständnis) erproben. Die Förderung dieser Grundfertigkeiten ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsprozess (nicht nur) in den weiterführenden Schulen und kann mit dem Begriff Grundbildung angemessen charakterisiert werden.

Sprachförderung:
Das Handlungsfeld der KMK lautete Sprachkompetenz. Der Begriff Sprachförderung wird vorgeschlagen, weil er umfassender ist als Sprachkompetenz. Er schließt den kompletten Aufbau von Sprachfähigkeit (Prozesse der Alphabetisierung) wie auch die Optimierung von Sprachfähigkeit (z.B. bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund) mit ein.

Interkulturelle Bildung:
Interkulturelle Bildung charakterisiert den innovativen Gehalt von Projekten, die auf die Integration von multikulturellen, globalen und sprachlichen Lernfeldern zielen.

Medienbildung:
Der Begriff zielt auf die Beschreibung des innovativen Gehalts von Projekten, die sich mit dem Einsatz von Medien in Lehr- und Lernprozessen, aber auch mit der kompetenten Mediennutzung beschäftigen. Der ebenfalls diskutierte Begriff der Medienkompetenz erfasst nur einen Teilaspekt von Medienbildung und wurde aus diesem Grunde verworfen.

Demokratie- und Werteerziehung, Gewaltprävention:
Der Begriff zielt auf die Erfassung des innovativen Gehalts von Projekten, die sich mit der Demokratisierung von Lernprozessen beschäftigen, die Urteilsfähigkeit und Bereitschaft junger Menschen zur aktiven Mitwirkung an der Zivilgesellschaft fördern und Kompetenzen und Einstellungen vermitteln, die geeignet sind, Gewalt vorzubeugen oder zu deeskalieren.

Bildung für nachhaltige Entwicklung:
Hier handelt es sich um einen Innovationsbereich, der von verschiedenen Seiten eingebracht (und von der Vollversammlung der Vereinten Nationen als Motto der Weltdekade für die Jahre 2005 bis 2014 ausgerufen) wurde. Er klassifiziert Projekte, deren Schwerpunkt in der Vermittlung von Kompetenzen und Einstellungen liegt, die gewährleisten, dass auch künftige Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden, und bezieht explizit auch das Thema Umweltbildung mit ein. Dabei geht es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um handlungsorientiertes politisches Lernen.

Gesundheitsbildung:
Der in verschiedenen Vorschlägen enthaltene Begriff der Gesundheitsbildung zielt auf die Erfassung des innovativen Ansatzes von Projekten, die sich der Förderung umfassender Gesundheitskompetenz widmen. Angesprochen sind damit auch Fragen z.B. der Ernährungserziehung und Drogenprävention.

Förderung von Bildungsbenachteiligten:
Der gewählte (KMK-)Begriff ist offen genug, um den innovativen Charakter unterschiedlicher Projekte zu beschreiben, deren Fokus auf der Förderung Bildungsbenachteiligter liegt.

Begabtenförderung:
Der Begriff der Begabtenförderung wurde dem der Eliteförderung vorgezogen, weil er offener ist und den Fokus dieses Innovationsbereichs deutlicher macht: Klassifiziert werden hiermit Maßnahmen zu unterschiedlichen Aspekten von Förderangeboten für besonders Begabte.

Individuelle Förderung:
Mit diesem Begriff werden Projekte klassifiziert, die Maßnahmen und Angebote der individuellen Förderung erproben. Dabei geht es neben dem Ausbau von Ganztagsangeboten und/oder Ganztagsschulen um eine Vielzahl von zielgruppenspezifischen Maßnahmen (zusätzliche Förderangebote für benachteiligte, lernschwache Kinder und Jugendliche z. B. in Form von Förderklassen; Verstärkung integrativer Unterrichtsformen; Ausbau der Angebote vor allem für ältere Schüler an Hauptschulen, die einen Bezug zur späteren Berufspraxis herstellen; neue Angebote für hochbegabte Schüler wie z. B. Internate und Ferienakademien).

Ganztagsangebote:
Mit diesem (KMK-)Begriff werden Projekte klassifiziert, die sich mit dem Auf- und Ausbau schulischer und außerschulischer Ganztagsangebote beschäftigen, um erweiterte Bildungs- und Fördermöglichkeiten vor allem für Kinder und Jugendliche mit Bildungsdefiziten oder besonderen Begabungen zu schaffen.

Gender Mainstreaming:
Projekte, die sich mit den Themen Genderforschung und Gleichstellung der Geschlechter beschäftigen, werden mit diesem Begriff klassifiziert. Dabei geht es inhaltlich sowohl um den Auf- und Ausbau von besonderen Förderangeboten z.B. für Frauen und Mädchen als auch um die Optimierung bestehender Bildungsangebote im Hinblick auf die Umsetzung des Gleichstellungsziels.

Bildungsstandards, Kompetenzen, Tests:
Bundesweit geltende Bildungsstandards sind Bestandteile eines umfassenden Systems der Qualitätssicherung, das auch Schulentwicklung, interne und externe Evaluation umfasst. Die von der Kultusministerkonferenz verabschiedeten Bildungsstandards greifen allgemeine Bildungsziele auf und legen fest, welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler bis zu einer bestimmten Jahrgangsstufe erworben haben sollen. Dabei konzentrieren sich die Bildungsstandards auf Kernbereiche eines Fachs und beschreiben erwartete Lernergebnisse. „Bildungsstandards, Kompetenzen, Tests“ charakterisiert den innovativen Gehalt von Projekten, die auf die Sicherung der Qualität schulischer Bildung, die Vergleichbarkeit schulischer Abschlüsse sowie die Durchlässigkeit des Bildungssystems im föderalen Wettbewerb zielen.

Qualitätsmanagement, Evaluation:
Die Qualität des Bildungswesens ist eines der zentralen Themen in der nationalen Bildungspolitik und Bildungspraxis. Das von der KMK mit Qualitätssicherung bezeichnete Handlungsfeld wird erweitert und schließt auf diese Weise bewusst die Weiterentwicklung und Sicherung von Bildungsqualität mit ein. Der Begriff ist offen genug, um den innovativen Charakter von Projekten zu erfassen, deren Schwerpunkt in der Optimierung von Bildungsprozessen und in der Weiterentwicklung, Verbesserung, Bewertung und Sicherung von Qualität im Bildungswesen liegt, und kann auf unterschiedliche Bildungsbereiche bezogen werden. Er deckt darüber hinaus auch Begrifflichkeiten ab, die nur sehr spezifische Aspekte von Qualitätsentwicklung und –sicherung erfassen (z.B. Bildungspläne für die frühe Kindheit, Studiengebühren, Wettbewerb Exzellenzinitiative).

Lehr-/Lernprozesse:
Der Begriff soll den innovativen Charakter von Projekten erfassen, die sich mit der Qualität, Weiterentwicklung und Optimierung von Lehr-/Lernprozessen beschäftigen. Dabei geht es um alle planmäßig herbeigeführten und unabsichtlich sich ergebenden Lehr-Lern-Situationen, und das Interesse richtet sich vorrangig auf die unmittelbare Untersuchung und Erprobung didaktischer Prozesse des Lehrens und Lernens im Kontext der jeweiligen Lernbedingungen. Neben kognitiven und sozial-psychologischen Problemen der Instruktion und Interaktion im schulischen Unterricht – Gegenstand sind z.B. Lernmotivation, Lernzeit, Selbstkonzept, Interaktion, Selbststeuerung, Unterrichtsklima, kognitive Strukturen, Lehrstoffhierarchien - nimmt dieses bildungsbereichsübergreifende Innovationsfeld ebenso auch das Lehren und Lernen in außerschulischen Institutionen (z.B. Sozialarbeit, Erwachsenenbildung, Hochschule) in den Blick.

Selbst gesteuertes Lernen:
Der Begriff dient der Beschreibung von Projekten, die sich mit dem Auf- und Ausbau der innovativen Lernform des selbst gesteuerten Lernens beschäftigen. Selbst gesteuertes Lernen meint dabei die Fähigkeit, aus sich selbst heraus Lernprozesse in Gang setzen und auch entsprechend optimieren zu können. Der hier ausgewählte Begriff wurde gegenüber der sprachlichen Variante des selbst organisierten Lernens favorisiert, weil er die Fähigkeit der Lernprozessoptimierung stärker hervorhebt (Selbststeuerung).

E-Learning:
Obwohl dieser Begriff streng genommen ebenfalls nur einen Teilaspekt von Medieneinsatz und Medienbildung beschreibt, wurde er aufgrund der (aktuellen) Reichweite seines innovativen Charakters dennoch hinzugenommen. Er dient als Klassifikation für alle Projekte, die Perspektiven des elektronisch gestützten Lehrens und Lernens fokussieren, und erfasst alle Formen von Lernen, bei denen digitale Medien für die Distribution von Lernmaterialien und/oder die Kommunikation zum Einsatz kommen. Seiner Prägnanz und Eingängigkeit wegen wurde er auch dem Vorschlag von Herrn Hoßmann (Einsatz von Multimedia, IT-Management und E-Learning) vorgezogen.

Informelles Lernen:
Reformvorhaben, die die Einbeziehung und Anerkennung informell erworbener Fähigkeiten und Fertigkeiten befördern, sollen mit diesem Begriff klassifiziert werden.

Lebenslanges Lernen:
Der Begriff dient der bildungsbereichsübergreifenden Klassifizierung von Projekten, deren innovativer Ansatz auf die Förderung des lebenslangen Lernens zielt und bezieht das Thema Lernen im Alter explizit mit ein.

Studienangebote: Weiterentwicklung, Umstrukturierung (Bologna-Prozess):
Der innovative Gehalt von Projekten zum Auf-, Aus- und Umbau von Studienangeboten soll mit diesem Begriff klassifiziert werden. Damit werden verschiedene Diskussionsvorschläge zusammengeführt, die in den meisten Fällen nur Teilaspekte des Handlungsfeldes erfassen (z.B. Neue innovative Studiengänge bzw. Umstrukturierung vorhandener Studienangebote).

Strukturveränderung im Bildungswesen:
Der innovative Gehalt von Projekten, die sich mit den Voraussetzungen, Bedingungen und Konsequenzen strukturverändernder Maßnahmen im Bildungswesen beschäftigen, soll mit diesem Handlungsfeld erfasst werden. Die Klassifizierung versteht sich dabei als bildungsbereichsübergreifend und eher oberbegrifflich und vereinigt verschiedene auch differenzierter ausgewiesene Innovationsfelder wie bspw. Eigenverantwortlichkeit von Bildungseinrichtungen, Durchlässigkeit und Modularisierung von Bildungsangeboten, den Auf-, Aus- und Umbau von Studienangeboten und schulischem Unterricht, Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Sicherung der Bildungsqualität sowie Reformbestrebungen hinsichtlich der Lehrerausbildung und Qualifizierung des pädagogischen Personals.

Eigenverantwortlichkeit von Bildungseinrichtungen:
Die zunehmende Komplexität der Anforderungen an Bildung und Qualifizierung erfordert zunehmend mehr Eigenverantwortlichkeit der Bildungseinrichtungen. Mehr Eigenverantwortung bedingt jedoch auch die Notwendigkeit zur Rechenschaftslegung, d. h. interne und externe Evaluation müssen praktiziert werden, um die Selbststeuerung von Einrichtungen zu ermöglichen. Auch eine veränderte und deutlich mehr auf Verantwortung angelegte Ausbildung des pädagogischen Personals sind hierzu notwendig. Das Handlungsfeld erfasst den innovativen Charakter von Projekten, die Maßnahmen und Anforderungen im Umfeld einer Entwicklung zu mehr Eigenverantwortlichkeit von Bildungseinrichtungen untersuchen und erproben.

Durchlässigkeit von Bildungsangeboten:
Das Handlungsfeld der Durchlässigkeit von Bildungsangeboten charakterisiert Vorhaben, die die Anerkennung von in unterschiedlichen Bildungsgängen und Bildungsbereichen erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Abschlüssen zum Thema machen. Gemeint sind damit bspw. auch kooperative und modular aufgebaute Bildungsangebote aus unterschiedlichen Bildungsbereichen. Der Begriff subsummiert sehr spezifisch formulierte Vorschläge, die sich auf die Vernetzung von Bildungsangeboten der Hochschule und der Berufliche Bildung beziehen (Durchlässigkeit/Verzahnung von Berufs- und Hochschulbildung: Anrechnung von Qualifikationen, duales Studium).

Modularisierung von Bildungsangeboten:
Der Vorschlag zielt auf die Klassifizierung von innovativen Projekten zum Thema Auf- und Ausbau von modularen Bildungsangeboten. Dabei wird bewusst die Fokussierung auf einen bestimmten Bildungsbereich vermieden, um die notwendige Offenheit des Begriffs zu gewährleisten.

Berufsqualifizierende Vollzeitschulen:
Das Innovationsfeld der Stärkung der schulischen Berufsausbildung, eine terminologische Umschreibung, die auch angeregt wurde, lässt sich mit dem Begriff Berufsqualifizierende Vollzeitschulen prägnanter fassen.

Bildung im internationalen Kontext:
Dieser Begriff beschreibt innovative Vorhaben, die sich mit der Anerkennung und Vereinheitlichung von Bildungsgängen und Bildungsabschlüssen auf europäischer und internationaler Ebene auseinandersetzen.

Bildungsnetzwerke:
Mit dem Begriff Bildungsnetzwerke zur Beschreibung eines innovativen Handlungsfeldes werden verschiedene Diskussionsvorschläge zusammengefasst, die zumeist sehr spezifisch und darüber hinaus an bestimmte Bildungsbereiche gebunden sind (z.B. Lernortkooperation, Ausbildungsverbünde oder Berufliche Schulen als regionale Kompetenzzentren).

Kooperation Bildung-Wirtschaft, Wissenstransfer:
Der Vorschlag des innovativen Handlungsfeldes Kooperationsvorhaben Wissenschaft-Wirtschaft, Wissenstransfer wurde mit Blick auf die Bildungsbereiche erweitert (neben Kooperationsvorhaben zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gibt es bspw. auch solche zwischen Schulen und Wirtschaft).

Kompetenzentwicklung pädagogischen Personals:
Das von der KMK definierte Handlungsfeld Lehrerprofessionalität war sehr eng auf schulische Zusammenhänge bezogen. Die vorgenommene Erweiterung zielt nun auch auf nichtschulische Bildungsbereiche und bezieht neben den Lehrern auch in anderem Rahmen pädagogisch Tätige mit ein. Auch in diesem Begriff sind spezifischere Vorschläge aufgegangen (z.B. Lehrerbildung – insbesondere Phase II).

Unterstützungssysteme:
Bildungseinrichtungen unterliegen heute zahlreichen Reformprozessen, die ohne Beratung, Erfahrungsaustausch und Vernetzung, ohne Fortbildung, qualifizierende Maßnahmen und den Einsatz avancierter Medien- und Computertechnik nicht zu bewältigen sind. Der Begriff erfasst den innovativen Charakter von Projekten, deren Schwerpunkt auf die Entwicklung und Erprobung von Unterstützungssystemen für schulische und außerschulische Bildungseinrichtungen zielt.


Kurzübersicht über den Begriffskatalog zum Datenbankfeld Innovationsbereich:

- Grundbildung
- Sprachförderung
- Interkulturelle Bildung
- Medienbildung
- Demokratie- und Werteerziehung, Gewaltprävention
- Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Gesundheitsbildung

- Förderung von Bildungsbenachteiligten
- Begabtenförderung
- Individuelle Förderung
- Ganztagsangebote
- Gender Mainstreaming

- Bildungsstandards, Kompetenzen, Tests
- Qualitätsmanagement, Evaluation
- Lehr-/Lernprozesse
- Selbst gesteuertes Lernen
- E-Learning
- Informelles Lernen
- Lebenslanges Lernen

- Studienangebote: Weiterentwicklung, Umstrukturierung (Bologna-Prozess)
- Strukturveränderung im Bildungswesen
- Eigenverantwortlichkeit von Bildungseinrichtungen
- Durchlässigkeit von Bildungsangeboten
- Modularisierung von Bildungsangeboten
- Berufsqualifizierende Vollzeitschulen
- Bildung im internationalen Kontext

- Bildungsnetzwerke
- Kooperation Bildung-Wirtschaft, Wissenstransfer

- Kompetenzentwicklung pädagogischen Personals
- Unterstützungssysteme

 

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