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25. 04. 2013

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Eine Akademie extra für Mädchen

Die Girls’ Day Akademie

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Am 25. April ist es wieder soweit. Seit 2001 bietet der Girls' Day jungen Mädchen der Klassenstufen 5 bis 10 am vierten Donnerstag im April die Chance, in typisch „männliche“ Berufe der vorwiegend technischen, handwerklichen und naturwissenschaftlichen Branchen hineinzuschnuppern. In der Praxis erleben die Teilnehmerinnen in Laboren, Büros, Werkstätten und Redaktionsräumen, wie reizvoll und spannend diese Arbeit sein kann und dass es auch außerhalb ihrer Wunschberufe wie Bürokauffrau oder Friseurin noch viele weitere attraktive Berufsbilder gibt. Sie erhalten am Girls' Day die Möglichkeit, Kontakte mit interessanten Betrieben und Persönlichkeiten zu knüpfen, und auch die Unternehmen profitieren: Sie verzeichnen seit 2001 einen steigenden Anteil junger Frauen in technischen und techniknahen Berufen.

Ein vielfältiges Angebot der Universitäten und Hochschulen

Das Angebot der Einrichtungen, die Mädchen die Beteiligung am Girls' Day ermöglichen, wächst in ganz Deutschland von Mal zu Mal. In diesem Jahr sind knapp 10.000 Veranstaltungen für über 100.000 Mädchen zu verzeichnen. An vielen Universitäten und Hochschulen, wie beispielsweise dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), erfahren sie unter anderem, was eine Technische Produktdesignerin macht, wie eine Mitarbeiterin im Beschichtungslabor ihren Arbeitstag verbringt oder welche Aufgaben eine Strahlenschutzingenieurin hat. Außerdem gibt es Angebote zum Experimentieren im Labor und zum Messen natürlicher Radioaktivität.

Am Leibniz-Institut für Neurobiologie kann „Ein Tag in der Hirnforschung“ verbracht werden, und die Teilnehmerinnen erfahren etwas zu den Themen: „Was macht eigentlich ein Neurobiologe?“, „Was ist Lernen?“, „Und wie funktioniert das Gehirn?“ Die Mädchen können dabei den Wissenschaftlern direkt über die Schulter schauen und hautnah erleben, welche unterschiedlichen Berufe es in einem Hirnforschungsinstitut gibt. Angefangen bei der Medizinisch-Technischen Assistentin, über die Elektronikerin bis zur Verhaltensneurologin.

In Lüneburg öffnet auch die Bundeswehr ihre Tore für den Girls' Day oder auch Mädchen-Zukunftstag 2013. Eingeladen sind alle Mädchen der 9. und 10. Jahrgangsstufe. Im Rahmen eines interessanten Programms, das typische Arbeitssituationen von Soldatinnen und Soldaten vorstellt, bekommen sie einen ersten Überblick über die in Lüneburg stationierten Einheiten – von der Heeresaufklärung über die Logistik bis zum Sanitätszentrum.

Schnuppertag bei Betrieben und Dienstleistern
Auch mehrere Tausend Betriebe und Unternehmen laden die jungen Mädchen dazu ein, sich über MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), Berufe aus der Bau- und Autobranche oder andere „typische“ Männerberufe zu informieren. So können sie zum Beispiel bei der Feuerwehr in Stadt Neu-Isenburg einen spannenden Tag verbringen, bei IT-Dienstleistern in Neubrandenburg etwas über den Beruf der Fachinformatikerin erfahren oder bei „Astro Motoren GmbH & Co. KG“ in Langen die Herstellung von Elektromotoren vom ersten Entwurf bis hin zum Verkauf kennenlernen. Am BauindustrieZentrum Stockdorf des Bayerischen Bauindustrieverbandes e.V. erhalten sie einen interessanten Einblick in die Baubranche, bei Shell Deutschland Oil GmbH in Wesseling in die technischen Ausbildungsberufe Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik und Industriemechaniker/-in, und in Cuxhaven wird der Beruf der KFZ-Mechatronikerin vorgestellt.

Eine Akademie extra für Mädchen
Mädchen, denen der Girls' Day viel zu kurz war und die gerne noch weiter schnuppern möchten, können dies jetzt in einer Akademie extra für Mädchen tun. Die Girls' Day Akademie ist ein Kooperationsprojekt zwischen Schule, Wissenschaft und Wirtschaft und wird über ein Schuljahr als Arbeitsgemeinschaft durchgeführt – entweder von einem externen Bildungsträger oder aber auch von jeder allgemeinbildenden Schule selbst. Eine Übersicht über bestehende Girls' Day Akademien gibt es auf der Akademielandkarte. Die Initiative richtet sich an Schülerinnen der Klassen 7 bis 10, die Spaß an Technik und Naturwissenschaften haben. Ziel der Girls' Day Akademie ist es, Mädchen bei der Berufswahl zu unterstützen und das Interesse für Berufe und Studiengänge im Bereich MINT zu wecken und zu fördern. Die Teilnehmerinnen erleben ähnlich wie beim Girls' Day verschiedene Ausbildungsbetriebe und Hochschulen und lernen weibliche Vorbilder in gewerblich-technischen Berufen oder naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen kennen. Auf diese Weise können sie sich einen Überblick über die Vielfalt der MINT-Berufe verschaffen. Darüber hinaus werden im Rahmen der Akademie Kommunikations- und Präsentationstrainings angeboten, die in der Schule, aber auch später im Berufsleben genutzt werden können. Bislang haben knapp 800 Mädchen eine Girls' Day Akademie besucht, von denen sich rund ein Drittel vorstellen kann, einen MINT-Beruf zu ergreifen. Um einen einheitlichen Qualitätsstandard sicher zu stellen, werden alle Girls' Day Akademien von einer zentralen Servicestelle bei ihrer Arbeit unterstützt. Konzept und Logo sind markenrechtlich geschützt.




Autor(in): Petra Schraml
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Datum: 25.04.2013
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