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20. 05. 2010

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Ein vielseitiges Instrument

Eine Kommunikationsplattform für Bremer Schulen

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Portal der Bremer Schulen

Der Bildungsserver des Stadtstaates Bremen wurde als vielseitige Kommunikationsplattform gestaltet. Lehrkräfte können in nicht öffentlichen Bereichen Dokumente nach eigenen Vorstellungen verwalten und in (teil-)öffentlichen Bereichen Dokumente mit anderen Lehrkräften austauschen und bearbeiten sowie Lerngruppen für Schüler einrichten.

 

Zu Beginn des Jahrtausends plante die Stadtbildstelle Bremerhaven zusammen mit der Telekom, die Schulen des Bundeslandes Bremen untereinander besser zu vernetzen und eine Lernplattform für alle Schüler und Lehrkräfte in Bremen und Bremerhaven zu errichten. Im Jahr 2002 ging die Plattform mit den Adressen http://www.bildungsplattform.bremerhaven.de und http://www.portal.schule.bremen.de/ an den Start. Die Kommunikationsplattform dient dazu, Informationen auszutauschen, online zu chatten, Termine zu verwalten und Daten für jeden PC zur Verfügung zu stellen, der einen Zugriff auf das Internet hat. Das Portal entwickelte sich parallel zur Seite „Bildung“ der Behörde der Senatorin für Bildung und Wissenschaft, die seit Ende der 90er Jahre alle wichtigen Informationen rund um das Thema Schule bereithält. Das Landesinstitut für Schulen präsentiert seine Angebote für die Schulen (Bildungspläne, Fortbildungsveranstaltungen) auf www.lis.bremen.de.

Allgemeine Informationen
Auf der Seite „Bildung“ findet man Informationen zu allen aktuellen bildungsrelevanten Themen von A bis Z: von Abitur, Anerkennung von Abschlüssen, über Bildungspläne, Eigenverantwortliche Schule und Ganztagsschule bis hin zu Schüleraustausch, Verkehrserziehung und Wettbewerbe. Über eine Suchmaschine lassen sich alle Schulen des Bundeslandes Bremen ausfindig machen, man wird über die Bildungsgänge aller in Bremen existierenden Schulformen aufgeklärt, erhält Informationen zur Schulqualität, zur Bildungsberichterstattung, zu den Bildungsstandards, den Schulleistungsstudien, Schulgesetzen und den zahlreichen Projekten, die von der Behörde der Senatorin für Bildung und Wissenschaft aus gesteuert werden. Darüber hinaus wird ausführlich über Möglichkeiten in Wissenschaft und Forschung im Land Bremen berichtet.

Die Lernplattform
Die Lernplattform „kommt ins Spiel, wenn die Lehrkräfte anfangen, anhand der Bildungspläne Unterrichtsmaterialien zu erstellen und zur Verfügung zu stellen“, berichtet Michael Plehnert vom Landesinstitut für Schule (LIS). Er ist Projektleiter der Kommunikationsplattform und Ansprechpartner für alle Schulen in Bremen. Sein Kollege Andreas Froberg, Leiter der Stadtbildstelle Bremerhaven, betreut die Schulen in Bremerhaven. Das Portal ist darauf ausgerichtet, den Austausch innerhalb der Lehrerschaft sowie zwischen Lehrern und Schülern zu erleichtern. Die Lernplattform enthält inzwischen weit über 10.000 Dokumente (Unterrichtsmaterial, Formulare, Handreichungen), die für nahezu jede Lehrkraft zugänglich sind. Die Plattform hat 15.000 registrierte Nutzer, zu denen Lehrkräfte, Schulleiter, Schüler, Eltern aber auch Externe gehören. Nicht jeder Nutzer hat auf alle Seiten Zugriff. Neben einem kleineren öffentlichen Teil, ist der größte Teil des Dokumentenmanagementsystems ausschließlich für definierte Benutzergruppen mit einem Login zugänglich.

Nicht jeder hat Zugriff auf alle Bereiche
Jedes registrierte Mitglied kann seinen Bereich nach eigenen Vorstellungen administrieren. In „Mein Portal“ werden die Dokumente in einer selbst zu definierenden Struktur aus Verzeichnissen und Mappen geordnet. Der Benutzer entscheidet selbst, welche Bereiche/Dokumente er nur für sich selbst sichtbar darstellt und welche er für einen von ihm bestimmten Personenkreis wie z.B. der eigenen Lerngruppe oder unbeschränkt allen Interessierten zur Verfügung stellt. Die Schüler selbst haben keinen uneingeschränkten Zugriff. Alle Schülerinnen und Schüler in Bremen bekommen einen Benutzernamen und einen schulischen E-Mail-Account und werden von ihren Lehrern mit ausgesuchten Unterlagen versorgt. Der Vorteil liegt darin, dass die Dokumente nicht mehr vom Absender per E-Mail verschickt werden müssen, sondern von den Adressaten an jedem Ort abgeholt und an jedem Rechner verwendet werden können.

Der Administrator ist von zentraler Bedeutung

Die Lernplattform wird erst dann völlig ausgeschöpft, wenn sie von Gruppen – Kollegien und Teilkollegien, Fachgruppen, Klassen und Lerngruppen, Projektteams – benutzt wird. Im Idealfall bespricht ein Team aus Lehrkräften und Schulleitung die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten und identifiziert diejenigen, die für die eigene Schule geeignet sind. Damit das Vorhaben zielgerichtet und nachhaltig realisiert werden kann, ist die Auswahl eines schulischen Administrators von zentraler Bedeutung. Diese Lehrkraft dient dem Kollegium als erste Ansprechpartnerin bei Fragen zum Umgang mit dem Dokumentenmanagementsystem (DMS), bearbeitet Registrierungs- und Rechtsanfragen aus dem Kollegium und richtet die erforderlichen Strukturen für die Schule ein. Sie erhält die dafür erforderlichen Rechte innerhalb des DMS und wird vom Administrator des LIS beraten. Die Schülerlerngruppen werden von ihren eigenen Lehrkräften verwaltet.

Verschiedene Kommunikationsformen möglich
In solchen Gruppen ergeben sich dann auch noch weitere Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Lernplattform als den bloßen Austausch von Dokumenten: Der „Chat” eröffnet synchrone Kommunikationsmöglichkeiten. Der Administrator einer Gruppe öffnet und schließt ihn und steuert, welche Personen an ihm teilnehmen können. Die „News” bieten Gelegenheit, Mitglieder einer Gruppe schnell und mit wenig Aufwand über Neuigkeiten zu informieren, die Text, Bilder und Verweise (Links) auf Webseiten enthalten können. In „Foren” können die Mitglieder einer Gruppe Themen in getrennten Strängen schriftlich diskutieren. Im Unterschied zu E-Mails werden die Beiträge strukturiert dargestellt und alle Mitglieder der Gruppe können jeden Strang jederzeit nachvollziehen. Außerdem ist es möglich, die Beiträge für alle gesammelt am selben Ort beliebig lang zur Verfügung zu stellen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Gerade Lehrkräfte, die oft an verschiedenen Arbeitsplätzen arbeiten – an ihrem Schreibtisch zuhause, im Klassenzimmer und auch im Lehrerzimmer – können das für den Unterricht vorbereitete Dokument von zu Hause aus in das Portal übertragen (hochladen) und in der Schule wieder herunterladen. Sie können Dokumente, wie beispielsweise Zeugnisse, untereinander bearbeiten, einen Pool für Unterrichtsmaterialien erstellen, in den sie ihre Dokumente in thematisch orientierte Dokumentenmappen einstellen und allen zugänglich machen oder Daten für Klassenarbeiten weitergeben. Auch Schulleiter können unkompliziert an jede Lehrkraft jederzeit wichtige Formulare weitergeben und wichtige Termine und Neuigkeiten rasch verbreiten.

Auch die E-Learning-Gruppen erweisen sich als sehr effektiv. Nicht nur, dass die Lehrkräfte ihren Schülern zu jedem beliebigen Thema Materialien weiterreichen, sie haben mit Hilfe der Plattform auch die Möglichkeit, den Schülern zu jeder Tageszeit direktes Feedback auf ihre Arbeiten zu geben, die Lernergebnisse im Forum mit allen gemeinsam zu besprechen und Projektergebnisse für alle sichtbar auszustellen.

Durch diese vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hat sich die Lernplattform an den Schulen in Bremen und Bremerhaven in den vergangenen Jahren als wichtiges Kommunikationsinstrument bewährt und wird stetig weiter entwickelt. Wechselt eine Lehrkraft an eine andere Schule, muss sie lediglich den Account wechseln. Geplant ist zukünftig, alle anderen Angebote, die es in Bremen noch gibt, wie mail.schule.bremen.de, den Medienserver und eine Wiki-Umgebung für alle Schulen mit www.portal.schule.bremen.de unter einem Dach zusammenzufassen.

 

 

Autor(in): Petra Schraml
Kontakt zur Redaktion
Datum: 20.05.2010
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