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15. 04. 2010

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Zentrale Adresse für die Erziehungswissenschaft - das Fachportal Pädagogik

Bildungsserver & Co., Teil 5

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Das Fachportal Pädagogik

Das Fachportal Pädagogik richtet sich nicht nur an Studierende und Wissenschaftler. Auch Lehrkräfte, die sich weiterbilden, finden hier schnellen Zugriff auf Fachaufsätze, Experten und forschende Institutionen.


„Wir wollen das Fachportal als One-Stop-Shop führen“, sagt Doris Bambey. „Damit ist gemeint, dass der Nutzer rundum beliefert wird“, erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). „So wie bei einer Tankstelle, die neben Benzin alles anbietet, was für die Fortsetzung der Reise erforderlich ist.“

Das Fachportal Pädagogik versteht sich als Ergänzung zum Internetportal „Deutscher Bildungsserver“ (DBS). Der DBS dient als „eine Art Bürgerportal“. Das Fachportal Pädagogik hingegen richtet sich vor allem an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch an Lehrkräfte, die sich weiterbilden.

„Unser klassischer Interessent ist jemand, der eine wissenschaftliche Arbeit schreibt“, erklärt die Expertin vom DIPF. Welche Publikationen gibt es zum gewählten Thema? Welche Fachleute beschäftigen sich damit? Welche Diskurse haben darüber stattgefunden? Das Fachportal beantwortet diese Fragen. Im Idealfall erfährt die Nutzerin/der Nutzer sofort, wo die Materialien zu finden sind. Ob die Dokumente kostenlos oder gegen Gebühr im Internet bereitstehen, ob sie in gedruckter Form oder auch elektronisch zu haben sind.

Das Fachportal besteht aus drei Modulen: der FIS Bildung Literaturdatenbank, dem Dokumentenserver peDOCS sowie dem Forschungsführer Pädagogik. Wer die FIS Bildung Datenbank aufruft, hat sofort eine Suchmaske auf dem Bildschirm. Autorennamen oder Stichwort eingeben – und schon erscheinen erste Angaben zu entsprechenden Veröffentlichungen. Die aktuelle Veröffentlichung von Schulforscher Manfred Weiss? Die Datenbank zeigt an: „Risiken und Nebenwirkungen Neuer Steuerung im Schulsystem“, ein Aufsatz, der 2009 erschienen ist. Welche Titel publizierte Wilfried Lohre, der für die Bertelsmann-Stiftung das Projekt „Selbstständige Schule“ betreute? Die Literaturdatenbank zeigt 22 Treffer. Bislang wurden 24.000 Volltexte in der Datenbank erfasst.

Der Dokumentenserver peDOCS zielt darauf, aktuelle Publikationen als Open-Access-Zweitveröffentlichung in Zusammenarbeit mit Verlagen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise bietet peDOCS auch erziehungswissenschaftlich relevante Werke an, die vergriffen sind. Gleichzeitig haben Autoren und Autorinnen die Möglichkeit, ihre Publikationen mitsamt bibliografischen Angaben selbst zu melden und auf peDOCS zu veröffentlichen. Wer den Server nutzt, kann interessante und hochaktuelle Titel von renommierten Verlagen finden. Angeboten wird etwa der 2009 im Verlag Julius Klinkhardt erschienene Buchtitel: „Belastung und Bewältigung in Integrativen Schulen. Eine empirisch-qualitative Pilotstudie bei LehrerInnen für Förderpädagogik“. Oder das ebenfalls 2009 erschienene Buch „Klassenzimmer als Bildungsgipfel. Lehrer, Schüler und Eltern in eigener Sache“, herausgegeben von Vandenhoeck & Ruprecht.

Der Forschungsführer Pädagogik wiederum enthält ein umfangreiches Angebot an Informationen über Institutionen, Personen, Projekte, Statistiken und weiterführende Links von „Historischer Bildungsforschung“ über „Erwachsenenbildung“ bis hin zu „Pädagogischer Psychologie“. Beispiel „Erwachsenenbildung“. Sie interessiert, welche aktuellen Projekte es in diesem Fachgebiet gibt? Der Forschungsführer nennt etwa „100 Lebensgeschichten – eine Geschichte? Die Entwicklung der hessischen Erwachsenenbildung aus der Sicht von Zeitzeugen“. Ein weiterer Klick – und der Nutzer erfährt, wer dieses Forschungsvorhaben realisiert hat: in diesem Fall das Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Uni Frankfurt/Main. Oder möchten Sie wissen, wer in Deutschland zur Erwachsenenbildung forscht? Unter „Personen“ steht eine Übersicht, die derzeit 334 Namen umfasst – von A wie Dr. Lothar Abicht (TU Dresden) bis Z wie Dr. Olga Zitzelsberger (TU Darmstadt).

Woher stammen die Informationen? Das Fachportal ist mit vielen Instituten und Dokumentationsstellen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland vernetzt. Zu den Kooperationspartnern gehören etwa das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung oder das Informations- und Dokumentationszentrum der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren. „Wir bündeln und zentrieren Informationen und packen sie in Produkte, die nutzerfreundlich aufbereitet sind“, bringt es Doris Bambey auf den Punkt.

Doris Bambey und ihre Kolleginnen und Kollegen arbeiten daran, das Portal stetig attraktiver zu machen. „Deshalb evaluieren wir das Nutzerverhalten“, erklärt die Informationsspezialistin. „Wir versuchen zu erfahren, welche Stärken und Schwächen wir haben.“ So wünschten sich Nutzer beispielsweise, dass sie während der Recherche einen elektronischen Merkzettel ausfüllen können. Der wurde im Jahr 2008 implementiert. Andere schlugen vor, Trefferlisten per E-Mail zu versenden. Auch diese Funktion bietet das Portal inzwischen an. Eine weitere Neuerung ist eine handlungsorientiert aufgebaute Startseite. Wer als Neuling oder Gelegenheitsnutzer das Fachportal besucht, der erhält die Möglichkeit, sich einfach und schnell einen Überblick zu verschaffen. Stammkunden oder Profi-Nutzern hingegen bietet sich ein vielschichtiges Spektrum an Suchfunktionen. „Ein anspruchsvolles Angebot, das zum Beispiel recherchierende Bibliothekare gerne nutzen“, berichtet Doris Bambey.

Autor(in): Matthias Holland-Letz
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Datum: 15.04.2010
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