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10. 07. 2008

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

„Es tut sich eine ganze Menge“

Interview zum zweiten nationalen Bildungsbericht

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Prof. Dr. Hans Döbert

Anfang Juni wurde der Bildungsbericht 2008 veröffentlicht, der eine umfassende empirische Bestandsaufnahme des deutschen Bildungssystems darstellt. Im Gespräch mit der Online-Redaktion erläutert Prof. Dr. Hans Döbert vom DIPF, der Mitglied der Autorengruppe ist, wichtige Grundlagen des Berichts, die politischen Konsequenzen für die Bildungspolitik und die Notwendigkeit, möglichst viel Geld in die frühe Förderung zu investieren. Darüber hinaus spricht er über das Schwerpunktthema des diesjährigen Berichts – die Übergänge nach der allgemein bildenden Schule und die schwierige Situation von Absolventen mit Hauptschulabschlüssen. 

Online-Redaktion: Der erste nationale Bildungsbericht erschien 2006, im Jahr 2008 bereits der neue Bericht. Warum ist innerhalb so kurzer Zeit eine solch umfassende Berichterstattung notwendig?

Döbert: Der Mehrwert eines solchen Bildungsberichtes auch gegenüber anderen Berichten ist seine systematische Gesamtschau des Bildungswesens in Deutschland auf der Basis von Indikatoren. Das zeichnet ihn aus. Auf der Grundlage dieser gleichbleibenden Indikatoren, bei denen auch neue hinzukommen, kann man in einer Zeitreihe Veränderungen und Entwicklungen ablesen. Das ist auch der tiefere Grund, warum im Abstand von zwei Jahren ein solcher Bericht verfasst wird. Im Übrigen gibt es sogar Bildungsberichte mit dem gleichen Kern an Indikatoren wie „Bildung auf einen Blick“ der OECD, die jährlich erscheinen. Wir haben einen zweijährigen Abstand gewählt, weil der Aufwand groß ist und wir meinen, dass sich jährlich in einem eher unflexiblen System wie dem Bildungswesen wenig ändert. Aber alle zwei Jahre lassen sich tatsächlich Veränderungen feststellen: Wo gibt es Fortschritte, wo gibt es noch nicht gelöste Probleme, was hat sich an neuen Problemlagen herausgebildet?

Online-Redaktion: Was unterscheidet die beiden Berichte?

Döbert: Konzeptionell fußen beide auf den gleichen Grundlagen: Im Kern verfügen beide über wiederkehrende wie auch über neue Indikatoren in allen Bildungsbereichen. Hinzu kommt jeweils ein spezifisches Schwerpunktthema, das vertiefend bestimmte übergreifende Problembereiche beleuchtet, und wir haben stets ein Kapitel mit dem Titel „Wirkung und Erträge für Bildung“. Das ist die Grundkonstruktion eines Bildungsberichts, und die wird auch kontinuierlich beibehalten.

Was sich innerhalb der einzelnen Kapitel, das heißt innerhalb der Bildungsbereiche ändert, ist die Auswahl der Indikatoren. Wir behalten einen Stamm an Indikatoren, so genannte Kernindikatoren, bei, ergänzt durch ein, zwei Indikatoren zu aktuellen Entwicklungen. Wir achten bei einem Bericht sehr auf die Balance zwischen sich wiederholenden Indikatoren, die eine Darstellung in der Zeitreihe und damit auch der Veränderungen im Zeitverlauf ermöglichen, und solchen, die Neuheitswert haben und erstmals berichtet werden. Im Bericht 2008 wurden zum Beispiel Indikatoren zum Bildungspersonal in mehreren Bildungsbereichen erstmals dargestellt.

Die jeweils von Bericht zu Bericht wechselnden Schwerpunktthemen werden als eigenes Kapitel dargestellt. Im Jahr 2006 war das Schwerpunktthema der Umgang mit Migration im Bildungswesen, 2008 waren es die Übergänge nach der allgemein bildenden Schule. Für 2010 favorisieren wir im Moment ein Thema, das sich mit Bildung und demografischer Entwicklung beschäftigt. Ob es dabei bleibt, müssen die Auftraggeber entscheiden, für die vor allem die Informationsgrundlage für politische Entscheidungen mit diesem jeweiligen Thema bereitgestellt werden muss.

Online-Redaktion: Welche positiven Veränderungen haben sich im Bildungswesen seit dem ersten Bericht vollzogen?

Döbert: Ohne im Geringsten vollständig zu sein, kann man quer durch das Bildungssystem positive Entwicklungen feststellen: Das beginnt im vorschulischen Bereich, wo eine bessere Nutzung der bereitgestellten Angebote für die Drei- bis Sechsjährigen zu verzeichnen ist. Es gibt einen weiteren Ausbau des Ganztagsschulsystems und eine Verbesserung sowohl bei den Kompetenzen der Viertklässler als auch bei den durch PISA gestesteten Schülerinnen und Schülern. Im Bereich der beruflichen Ausbildung hat sich beispielsweise gezeigt, dass das Übergangssystem nicht weiter angewachsen ist. In einigen Regionen ist der Anteil derjenigen, die keinen Ausbildungsplatz erhalten und zunächst in eine der Maßnahmen des Übergangssystems übergehen, tendenziell sogar rückläufig. Im Bereich der Hochschulen, um ein weiteres Beispiel zu nennen, sind die Studienanfängerzahlen gestiegen und die Studienabbrecherquote gesunken.

Das sind innerhalb von zwei Jahren durchaus positive Entwicklungen. Insgesamt sind sie aber nicht zufriedenstellend, weil die dahinterstehenden Benchmarks oft nicht erreicht wurden.

Online-Redaktion: Welche politischen Konsequenzen sollten besonders hervorgehoben werden?

Döbert: Im Zentrum politischer Aufmerksamkeit sollten drei Aspekte stehen. Als erstes müssen sich Bildungs- und Familienpolitik auf die schwierige Situation in Bezug auf das Lehrpersonal, aber auch das Betreuungs- und Erzieherpersonal im frühkindlichen Bereich einstellen. Das heißt, wenn man wirklich ein ausreichendes Angebot für die bis 3-Jährigen machen und entsprechende Plätze schaffen will, braucht man dazu qualifiziertes Personal. Kinder in diesem Alter müssen altersgerecht an Bildung herangeführt werden, und vor allem müssen sie sprechen und kommunizieren lernen. Ausgebildetes Personal steht dafür im Moment nicht hinreichend zur Verfügung.

Auch im Sekundarbereich I der Schule gibt es einen hohen Ersatzbedarf an Lehrkräften, der sich so um die 50 Prozent aller jetzt tätigen Lehrerinnen und Lehrer bewegt, die in den nächsten Jahren altersbedingt aus dem Lehrerberuf ausscheiden. Das heißt, in den nächsten zehn Jahren besteht ein enormer Ersatzbedarf, vor allem für einige Schwerpunktfächer, die in der Ausbildung eher weniger gewählt werden: mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer, Latein, Technikfächer gerade für die berufliche Ausbildung. Da wird es zu einem erheblichen Defizit kommen. Das hat den Effekt, dass sich die Konkurrenz zwischen den Ländern und die Konkurrenz mit der Wirtschaft, die solche Leute auch sucht, verstärkt. Dazu kommt, dass gerade in diesen Fächern nicht genug Nachwuchs ausgebildet wird. Das bedeutet auch, dass Seiteneinsteiger eingestellt werden müssen. Diese pädagogisch angemessen zu qualifizieren, so dass sie die eingeleiteten Reformen in hoher Qualität weiterführen können, ist ein immenser Anspruch.

Eine zweite wichtige Aufgabe ist es, sich wirklich intensiv um das Übergangssystem im Rahmen der beruflichen Ausbildung zu kümmern, die einzelnen Maßnahmen auf ihre Effektivität und Effizienz hin zu überprüfen. Verschiedene Maßnahmen haben Vorteile für die Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz bekommen, aber auch Nachteile insofern, als sie von den Arbeitsämtern von einer Maßnahme zur anderen geschickt werden, ohne dass diese ihnen unmittelbar etwas bringen für die Erreichung eines Ausbildungsplatzes. Eine, maximal zwei Maßnahmen können durchaus sinnvoll sein, aber dann muss es die Chance auf einen Ausbildungsplatz geben, auf den die Maßnahme gezielt vorbereiten muss. Dem muss sich Politik stellen. Dazu gehört auch eine unabhängige Evaluationsstudie, die deutlich macht, welche Maßnahmen effizient sind und welche nicht.

Obwohl wir uns schon seit Jahren mit dem Thema Migration und Bildung beschäftigen und Politik schon eine Menge an Maßnahmen getroffen hat, besteht eine dritte wichtige Aufgabe darin, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund möglichst früh kontinuierlich, gezielt, differenziert und nachhaltig zu fördern. Kinder mit Migrationshintergrund müssen vor allem sprachlich gefördert werden, denn kognitiv sind sie sicher auf ähnlichem Niveau wie deutsche Kinder. Je früher eine solche Förderung erfolgt, umso besser. Sprachförderung und kulturelle Integration müssen von Anfang an betrieben werden. Das ist eine echte Herausforderung, die bei uns viel zu spät einsetzt und oft zu sporadisch mit vielen Einzelmaßnahmen, die nicht aufeinander aufbauen, durchgeführt wird.

Online-Redaktion: Betrachtet man die Reaktionen auf den Bericht, dann wird zum Teil ein dramatisches Bild gezeichnet: „Alarmierend“, „Deutschland investiert zu wenig in Bildung“, „Jeder vierte Jugendliche ist nicht ausbildungsfähig“… Entspricht das tatsächlich den Ergebnissen des Bildungsberichtes?

Döbert: Medien machen das, was sich gut verkauft. Dem folgt auch die Presse bei der Berichterstattung über den Bildungsbericht.
Wir haben ganz bewusst an den Anfang die positiven Entwicklungen gestellt – auf der Pressekonferenz wie auch bei der Präsentation auf der Kultusministerkonferenz. Es wurde klar herausgestellt, wo es deutliche Fortschritte und positive Entwicklungen gibt. Die Medien haben eher die Problem- und Knackpunkte herausgegriffen, die es natürlich auch gibt. Dieser Bildungsbericht enthält sowohl eine Analyse der positiven Befunde und zeigt auf, hier sind wir vorangekommen, das ist ein richtig gutes Ergebnis, auf diesem Weg müssen wir weitergehen, als auch bekannter Problemlagen, die noch nicht hinreichend gelöst sind. Zugleich weist er auf neue Probleme, wie die Situationen beim Bildungspersonal, hin.
Dennoch sollte die Expertise, die Bildungsjournalisten zur Verfügung steht, auch genutzt werden, um zu zeigen, wo kommen wir voran, was tut sich eigentlich bei uns - und es tut sich eine ganze Menge.

Online-Redaktion: Der Bericht geht insbesondere auf die Situation der Hauptschüler ein, die offensichtlich nach wie vor zu den Bildungsverlierern gehören…

Döbert: So würde ich es ungern stehen lassen. Hauptschulabschlüsse können an ganz unterschiedlichen Schularten erworben werden. Deshalb haben wir ganz bewusst den Schulabschluss in den Mittelpunkt gerückt. Wir haben nicht gesagt, Hauptschüler kommen schlechter in Ausbildungsverhältnisse, sondern Absolventen mit Hauptschulabschluss. Es ist nicht allein ein Problem der Hauptschule.

Allerdings gibt es auch ein Kapitel über die Schularten, in dem wir uns mit der Hauptschule und deren schwieriger Situation beschäftigen. Unter bestimmten Konstellationen – sozioökonomischer Hintergrund, Migrationshintergrund, schwierige Lage dieser Schulen – kann durchaus eine Kumulation von negativen Effekten entstehen, die zu einem sehr negativen Bild dieser Schulen führen können. Demgegenüber haben wir Regionen, in denen die Hauptschule anerkannt ist, die Abschlüsse eine hohe Wertschätzung erfahren. Das ist in Bayern und Baden-Württemberg so, aber auch in einigen Regionen von Nordrhein-Westfalen.

Dieses Problem der Hauptschule muss man sehr differenziert betrachten. Ich sehe zwei Strategien, wie man es lösen kann: Erstens kann man versuchen, den Hauptschulabschluss deutlich aufzuwerten, indem man die Leistungsansprüche erhöht und die Förderung intensiviert, um den Abschluss attraktiver zu machen, auch für künftige Arbeitgeber.
Zweitens kann man sich anschauen, was die Erfahrungen der privaten Hauptschulen sind, wie arbeiten sie, wie fördern sie. Im Gegensatz zum öffentlichen Schulwesen, verzeichnen die privaten Hauptschulen Zulauf. Es werden immer mehr gegründet, auch ein Zeichen, dass offensichtlich dafür ein Bedarf da ist.

Allein mit der Abschaffung der Hauptschule wird das Problem nicht gelöst. Das Problem sind die 20 bis 25 Prozent leistungsschwacher Kinder und Jugendlicher, mit denen man umgehen muss. Egal, in welche Schulen sie auch kommen, sie sind die Leistungsschwachen. Für sie muss es Lösungen geben, muss man spezielle Förderprogramme installieren. Es ist blauäugig zu glauben, dass, wenn man sie mit Leistungsstarken zusammenbringt, das zum gegenseitigen Befruchten führt. Das hat noch nirgendwo funktioniert, auch in Schweden und Finnland nicht, die gern als Beispiele herangezogen werden. Das kann sogar eine größere Segregation erzeugen, indem sich die Gruppen voneinander abkapseln.

Ich bin eher dafür, zu überlegen, wie man die Leistungsschwachen von Anfang an fördert. Da muss ordentlich investiert werden, da muss eine ganz andere Personalausstattung her, da müssen Ganztagsprogramme und Ferienangebote installiert werden, da muss man mit den Eltern agieren. Das gibt ein sinnvolles Spektrum an Maßnahmen, um diesen Kreis an Schülerinnen und Schülern zu fördern. Ob die an der Hauptschule oder einer so genannten Gemeinschaftsschule sind, ist dabei unerheblich.

Online-Redaktion: Warum wird den Übergängen im Bericht eine so große Bedeutung zugemessen?

Döbert: Wir machen einen Bildungsbericht, der die Perspektive hat, Bildung im Lebenslauf darzustellen. Bei dieser Perspektive ist es wichtig zu schauen, was passiert denn eigentlich an den entscheidenden Schnittstellen im Bildungssystem. Das sind solche Phasen wie die Einschulung, die Phase nach Beendigung der Grundschulzeit mit dem Übergang in weiterführende Schulen, die Phase des Übergangs in die berufliche Ausbildung oder in ein Studium, die Phase des Übergangs in den Arbeitsmarkt. Wir finden es gut, dass Politik das als Problem erkannt und uns den Auftrag erteilt hat, diese Analyse differenzierter vorzunehmen. Das ist das Schwerpunktthema im Bildungsbericht 2008, das wir vertiefend dargestellt haben. Gleichwohl konnten wir eine Menge von Dingen noch nicht ausreichend analysieren. Das liegt auch daran, dass es keine verfügbaren Daten, keine ordentliche unabhängige Evaluationsstudie zu den Übergängen gibt. Da sehe ich Daten- und Forschungsbedarf.

Online-Redaktion: Im Bericht ist die Rede davon, dass Risikolagen von Kindern zunehmen. Was ist darunter zu verstehen?

Döbert: Schon im Bildungsbericht 2006 wurde deutlich gemacht, wie stark Bildung bei uns vom sozialen Hintergrund der Eltern abhängt. Deshalb griffen wir 2008 dieses Thema noch einmal besonders auf. Bereits im Rahmen der Überblicksdarstellung am Anfang des Berichts, wo wir die Rahmenbedingungen von Bildung, also die demografische Entwicklung, den ökonomischen Kontext und die Familiensituation dargestellt haben, sind wir auf dieses Thema der Risikolagen von Kindern, die Art und Weise, wie sie in den Familien leben, besonders eingegangen.

Dabei wurden drei Gefährdungsfaktoren unterschieden: das Familieneinkommen, die Beschäftigungssituation und der Bildungsstand der Eltern. Der Prozentsatz von Kindern in Risikolagen ist in den Ländern und Regionen unterschiedlich hoch, in einigen sogar dramatisch hoch. Dort wächst fast jedes siebente bis zehnte Kind in solchen Risikolagen auf. Da kann man mit einiger Berechtigung vermuten, dass diese Kinder im Bildungssystem erhebliche Schwierigkeiten haben werden. Von Anfang an werden ihre Chancen auf eine gute Bildung gemindert. Das deckt sich übrigens mit den Analysen im Armuts- und Reichtumsbericht.

Online-Redaktion: Im Bildungsbericht wird aufgezeigt, dass die Bildungsausgaben nicht proportional zum Wirtschaftswachstum gestiegen sind. In welche Bereiche muss zukünftig besonders investiert werden?

Döbert: Zunächst kann man festhalten, die Bildungsausgaben pro Teilnehmer sind geringfügig gestiegen. Das ist eine positive Botschaft. Allerdings ist der Anteil der Bildungsausgaben am BIP im Vergleich zu anderen wirtschaftlich starken Ländern deutlich geringer. Das heißt, andere Staaten geben offensichtlich, und nicht nur für Gehälter, sondern auch unmittelbar für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mehr Geld aus.

Der zweite Aspekt, den ich sehe, ist, möglichst viel Geld in die frühe Förderung zu investieren. Das sagen alle amerikanischen Analysen, beispielsweise die von Nobelpreisträger Prof. J.J. Heckman. Je früher man systematische Förderung im frühkindlichen Bereich betreibt, je besser man in den Familien die Kinder unterstützt und ihnen spezielle Förderprogramme zuteil werden lässt, umso mehr Geld spart die Gesellschaft später für Aufwendungen im Bezug auf alle möglichen Problembereiche.
Solche Maßnahmen recht früh zu beginnen und dafür Geld investieren, das halte ich für den entscheidenden Zugang, wenn man die Bildungsausgaben sinnvoll einsetzen will.
Gegenwärtig entsteht durch die demografische Entwicklung ein erheblicher Spielraum. Wenn man es in den Ländern schafft, die jetzt für Bildung verfügbaren Mittel bei abnehmenden Kinderzahlen konstant zu halten, dann ist ein hinreichend großer Spielraum im Bildungssystem gegeben, eine solche systematische Förderung auch umsetzen zu können. Das kostet die Gesellschaft nicht mehr Geld, sondern es heißt, nicht an der Stelle zu sparen, wo es hinterher richtig teuer wird.


Prof. Dr. Hans Döbert studierte Mathematik und Pädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle und arbeitete als Mathematik- und Physiklehrer in Berlin. Er promovierte 1979 und habilitierte 1986 und war wissenschaftlicher Mitarbeiter und geschäftsführender Institutsdirektor in der APW. Seit 1992 ist Prof Döbert am DIPF. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die international vergleichende Bildungsforschung (Schwerpunkt Bildungsmanagement), die Transformationsforschung und die empirische Schulforschung. Er gehörte zur Autorengruppe der Bildungsberichte 2006 und 2008.

Autor(in): Ursula Münch
Kontakt zur Redaktion
Datum: 10.07.2008
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