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07. 02. 2008

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

„Mathematik. Alles, was zählt.“

Das Jahr der Mathematik ist eröffnet

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Ob beim Automobilbau, der Straßenplanung, in der Architektur oder im Bahnverkehr – Mathematik spielt bei jeder technischen Entwicklung eine zentrale Rolle. Und auch in vielen anderen Bereichen tragen mathematische Kenntnisse und Erkenntnisse zum Fortschritt bei: Dabei reicht die Palette vom Klima und Wetter, Finanzen und Wirtschaft, Verkehr und Politik über Kunst und Kultur bis hin zu Gesundheitsfragen und dem Sport. Mathematik ist überall die Basis und hilft uns im Alltag und im Beruf, Probleme zu analysieren, zu strukturieren und zu lösen. Um der Öffentlichkeit die Vielfalt und Bedeutung der Mathematik deutlich zu machen und insbesondere Kinder und Jugendliche für diese spannende Wissenschaft zu begeistern, wurde das Wissenschaftsjahr 2008 zum Jahr der Mathematik ausgerufen.

Das Jahr der Mathematik
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet seit dem Jahr 2000 zusammen mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) die Wissenschaftsjahre, die auf jährlich wechselnde Themen ausgerichtet sind. Den Anfang machte das Jahr der Physik. Das Jahr der Lebenswissenschaften, das Jahr der Geowissenschaften, das Jahr der Chemie, das Jahr der Technik, das Einsteinjahr 2005, das Informatikjahr und das Jahr der Geisteswissenschaften folgten. Gemeinsam mit der Deutschen Telekom Stiftung und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) wurde 2008 zum Jahr der Mathematik erklärt. Zahlreiche Partner aus Wissenschaft, Kultur und Politik laden mit vielfältigen Veranstaltungen, Ausstellungen, Wettbewerben und Festivals dazu ein, Mathematik zu erleben und seine Vielfalt und Bedeutung kennenzulernen.

Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, eröffnete am 23. Januar 2008 in Berlin das Wissenschaftsjahr, das unter dem Motto „Mathematik. Alles, was zählt“ steht. „Mathematik macht viele Produkte und Dienstleistungen besser. Und viele Produkte und Dienstleistungen – wie Computertomographie und die mobile Kommunikation – werden durch Mathematik überhaupt erst möglich. Hightech gibt es nicht ohne Mathematik. Mathematik ist außerdem die gemeinsame Sprache der Naturwissenschaften – und so knüpfen wir mit dem aktuellen Wissenschaftsjahr auch an das Jahr der Geisteswissenschaften an“, erklärte Annette Schavan am Eröffnungsabend vor rund 500 Gästen.

Was uns im Jahr der Mathematik erwartet
„Das Jahr der Mathematik soll ein Mitmach-Jahr werden“, betonte Prof. Günter M. Ziegler, Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV). „Mathematiker und Mathematikerinnen im ganzen Land freuen sich darauf, loszulegen: Die DMV, die anderen Fachgesellschaften, Lehrer und Lehrerinnen und viele andere wollen gemeinsam als Mathemacher das Jahr gestalten, und damit ein vielfältiges, spannendes und anregendes Bild der Mathematik als Wissenschaft, als Lehrfach und als Kunst vermitteln.“ Ganz offiziell sind im Jahr der Mathematik alle engagierten Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, sich als „Mathemacher“ zu engagieren. Jeder, der sich in Beruf und Alltag für Mathematik einsetzt und sich im Jahr der Mathematik mit eigenen Ideen und Aktionen einbringen möchte, kann einer werden. Dazu zählen Lehrkräfte an Schulen oder Hochschulen, Studierende, Eltern genauso wie Mathematikerinnen und Mathematiker in Betrieben oder Institutionen.

Mit vielen interessanten Aktionen soll das facettenreiche Bild der Mathematik in der Öffentlichkeit in den nächsten Monaten entscheidend zum Positiven verändert werden. Ziel ist es auch, gerade Kinder und Jugendliche zu ermutigen, einen neuen Zugang zu dem Fach zu finden. Dazu tragen vielfältige Ausstellungen und Veranstaltungen bei wie das „Mini-Mathematikum“ in Gießen, das Mathematik zum Anfassen speziell für Kinder zwischen vier und acht Jahren bietet. Die interaktive Ausstellung des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach „Imaginary – mit den Augen der Mathematik“ lässt in über zehn Städten in Deutschland die abstrakte Wissenschaft Mathematik zu Bildern werden, und das „Mathfilm Festival 2008“ ist ein internationaler Wettbewerb für Filme und Videos über Mathematik. Für die 5. Lange Nacht der Mathematik hat das Organisationsteam rund um das Mathematikerkollegium der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen, mathematischen Spielereien und unterhaltsamen Präsentationen zusammengestellt. Zu den Höhepunkten des Wissenschaftsjahres 2008 zählen der Wissenschaftssommer in Leipzig vom 28. Juni bis 4. Juli und das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, das von Mai bis September in über 30 deutschen Städten Station machen wird.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ruft zum Start des Wissenschaftsjahres zum Ideenwettbewerb „Mathe erleben“ auf. Alle Ideen – ob Ferienspiele, Projekttage, Patenschaften oder mathematische Wanderungen durch Natur und Stadt – sind willkommen, um Mathematik erlebbar zu machen. Auch andere Wettbewerbe, darunter „Känguru der Mathematik“ und die Mathematik-Olympiade laden zum Knobeln ein. „Känguru der Mathematik“ ist ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 13. Klasse aller Schulformen, mit dem vor allem Freude an der Beschäftigung mit Mathematik geweckt und unterstützt werden soll. Bei dem Multiple-Choice-Test gibt es vielfältige Aufgaben zum Grübeln, Rechnen und Schätzen. Die Mathematik-Olympiade ist ein mehrstufiger Klausurenwettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten für Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 3, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Kenntnisse in Mathematik verbessern die Berufschancen
Gute mathematische Kenntnisse sind unverzichtbar für zahlreiche Berufe und Studiengänge und bieten bessere Chancen in der Arbeitswelt – besonders vor dem Hintergrund des großen Bedarfs an gut ausgebildeten Fachkräften. Keine andere Wissenschaft durchdringt und beeinflusst sämtliche Lebens- und Arbeitsbereiche so stark wie die Mathematik. Im Jahr der Mathematik sollen deshalb vor allem junge Menschen ermutigt werden, sich mit dieser spannenden Wissenschaft, die die Basis für viele Entwicklungen ist, zu beschäftigen.

Autor(in): Petra Schraml
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Datum: 07.02.2008
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