DIPF-Logo

Deutscher Bildungsserver

Innovationsportal

Suche




Hier beginnt der Inhalt:

10. 01. 2008

 

  • Diese Seite posten:
  • Edutags-Logo
  • g+
  • Twitter-Logo
  • Facebook-Logo
  • Delicious-Logo

Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Europas Jugend wächst zusammen

Programm „Jugend in Aktion“ neu aufgelegt

Bild

Europas Jugend wächst zusammen

Mit dem für den Zeitraum 2007-2013 aufgelegten Programm „Jugend in Aktion“ sollen die Zusammenarbeit und die Maßnahmen der EU, die im Rahmen des Programms „Jugend“ (2000-2006) und des Programms zur Förderung von im Jugendbereich tätigen Nichtregierungsorganisationen (2004-2006) durchgeführt wurden, fortgesetzt und intensiviert werden. Vor allem bewährte Bestandteile des Programms „Jugend“ wie Initiativen und Begegnungen Jugendlicher und der Europäische Freiwilligendienst werden gefördert. Das Programm wird hauptsächlich dezentral von unabhängigen nationalen Agenturen verwaltet. Einige zentralisierte Projekte betreut eine europäische Exekutivagentur.

Ziele des Programms „Jugend in Aktion“
Mit dem Programm werden gemeinnützige Projekte für junge Menschen, Jugendgruppen und in der Jugendarbeit tätige Personen und Organisationen unterstützt. Zielgruppe sind junge Menschen zwischen 15 und 28 Jahren (unter gewissen Voraussetzungen zwischen 13 und 30 Jahren). Teilnahmeberechtigt sind die EU-Mitgliedstaaten und die EFTA-Länder, die Kandidatenländer, die westlichen Balkanländer und die Schweiz, sofern ein bilaterales Abkommen mit diesem Land existiert, sowie Drittländer oder Partnerländer, die mit der EU für den Jugendbereich relevante Kooperationsabkommen geschlossen haben.

Das Programm sieht fünf allgemeine Ziele vor, welche die Aktivitäten der EU insbesondere im Bereich des lebenslangen Lernens, einschließlich der beruflichen Bildung und des non-formalen und informellen Lernens, aber auch in den Bereichen Kultur, Sport und Beschäftigung ergänzen. Ziel des Programms ist es, bei jungen Menschen ein Gefühl der Zugehörigkeit zu Europa zu entwickeln, indem sie als aktive Bürgerinnen und Bürger in das gesellschaftliche Leben eingebunden werden. Bürgersinn, Solidarität und demokratisches Engagement unter jungen Menschen sollen gestärkt werden, und sie sollen mehr Mobilität und Zusammenarbeit in Europa erfahren.

Fünf Aktionen
Mit fünf im Programm vorgesehenen Aktionen sollen die Ziele verwirklicht werden. Es handelt sich hierbei um lokale, regionale, nationale oder internationale Projekte, einschließlich vergleichbarer Projekte in verschiedenen teilnehmenden Ländern, die vernetzt werden. Mit der Aktion „Jugend für Europa“ ist vorgesehen, den Jugendaustausch zu fördern, um die Mobilität junger Menschen zu verbessern und das Gefühl, europäische Bürger zu sein, zu stärken. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten zur Sensibilisierung der jungen Menschen für unterschiedliche soziale und kulturelle Gegebenheiten und zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses. Die Aktion unterstützt Initiativen, die von jungen Menschen selbst konzipiert wurden, um ihre Eigeninitiative, ihren Unternehmungsgeist und ihre Kreativität zu fördern. Auch Projekte zur Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben fallen unter die Aktion „Jugend für Europa“. Damit wird das Ziel verfolgt, die aktive Teilnahme junger Menschen in ihrer Gemeinschaft oder auf internationaler Ebene zu fördern. 

„Europäischer Freiwilligendienst“ und Aktion „Jugend für die Welt“
Die Aktion „Europäischer Freiwilligendienst“ zielt auf die stärkere Beteiligung Jugendlicher an verschiedenen Arten von Freiwilligentätigkeiten innerhalb und außerhalb der EU. Mit dem Europäischen Freiwilligendienst können sich junge Leute als Freiwillige für eine Dauer von zwei Wochen bis zwölf Monaten in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland engagieren. Geboten wird die Möglichkeit, als Freiwillige/r auf Taschengeldbasis und auf begrenzte Zeit ein anderes Land, eine andere Kultur und eine andere Sprache intensiv kennenzulernen.

Die Aktion „Jugend für die Welt“ möchte einen Beitrag zur Entwicklung der Völkerverständigung und des aktiven Engagements im Geiste der Offenheit leisten. Im Rahmen dieser Aktion werden Projekte unterstützt, die mit Drittländern durchgeführt werden, die mit der EU für den Jugendbereich relevante Abkommen geschlossen haben, insbesondere der Austausch von Jugendlichen sowie von in der Jugendarbeit tätigen Personen und Organisationen. Gefördert werden vor allem der Austausch von Ideen und vorbildlichen Verfahren, die Entwicklung von Partnerschaften und Netzen sowie die Entwicklung der Zivilgesellschaft.

Unterstützungssysteme
Die Aktion „Unterstützungssysteme für die Jugend“ fördert auf europäischer Ebene im Jugendbereich tätige Einrichtungen, insbesondere Nichtregierungsorganisationen, die Ziele von allgemeinem europäischen Interesse verfolgen und zur Teilnahme junger Bürger am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben sowie zur Entwicklung europäischer Kooperationsmaßnahmen im Jugendbereich beitragen. Und die Aktion „Unterstützung der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich“ zielt darauf ab, einen strukturierten Dialog zwischen jungen Menschen, den in der Jugendarbeit tätigen Personen und Organisationen sowie den für die Jugendpolitik Verantwortlichen in die Wege zu leiten.

Der Youthpass
Die in den Projekten erworbenen Qualifikationen werden künftig europaweit mit einem Youthpass belegt. Die Teilnehmer/innen können im Dialog mit den jeweiligen Projektverantwortlichen ihre Aktivität strukturiert zusammenfassen und Lerneffekte beschreiben. So werden im Youthpass nicht-formale Lernprozesse der Aktionen bestätigt. Damit soll die Qualität des Lernens deutlicher darstellbar werden und auch bei einer Bewerbung auf dem Arbeitsmarkt hilfreich sein.

Autor(in): Petra Schraml
Kontakt zur Redaktion
Datum: 10.01.2008
© Innovationsportal

Die Übernahme von Artikeln und Interviews - auch auszugsweise und/oder bei Nennung der Quelle - ist nur nach Zustimmung der Online-Redaktion von Bildung + Innovation erlaubt.

Die Redaktion des Online-Magazins Bildung + Innovation arbeitet journalistisch frei und unabhängig. Die veröffentlichten Beiträge bilden u. a. auch interessante Einzelmeinungen zum Bildungsgeschehen ab; die darin zum Ausdruck gebrachte Meinung entspricht nicht notwendig der Meinung der Redaktion oder des DIPF.

Mehr zum Thema in "Bildung + Innovation"

Links zum Thema