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Open Educational Resources (OER) in der Weiterbildung

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Wikipedia beschreibt das Konzept von OER als eine neue Art der Informationserstellung und -(ver-)teilung im Bildungsbereich.
Lehrende und Lernende erarbeiten z.B. gemeinsam Wissen und Inhalte, treten in einen Austausch miteinander und lernen und entwickeln sich weiter durch den Austausch auf Augenhöhe.
Das scheint im ersten Moment ein Konzept zu sein das der Erwachsenenbildung und der Weiterbildung in einem besonderen Maße entspricht, da sich durchgängig Erwachsene als Lehrende und als Lernende begegnen.
Derzeit werden in der Weiterbildungslandschaft, vor allem auch in der Volkshochschullandschaft, neue Austausch- bzw. Lernformen wie Barcamps oder auch MOOCs erprobt und es wird über die Resultate reflektiert.
Erkenntnisse, Einschätzungen und Ideen zu den Lernergebnissen, den Einsatzmöglichkeiten, der Qualitätssicherung oder auch zur Zertifizierung dieser neuen Lernformen gibt es, aber es zeichnet sich derzeit noch keine eindeutige Tendenz ab, wo es mit diesen Entwicklungen hingehen soll. Auch die Diskussion über mögliche Geschäftsmodelle hat erst begonnen.
Im Bereich offener und freier Bildungsmaterialien (Open Educational Resources - OER) für die Weiterbildung ist die Diskussion ebenso offen.
Unterrichts- und Lernmaterialien, deren Aufbereitung und Nutzung im Unterricht ist u.a. für die Volkshochschulen ein Dauerthema und so war OER in der Weiterbildung auf der Bundesfachbereichskonferenz Beruf 2014 des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V. (DVV) Gegenstand eines Vortrags und einer Session ``OER - Chancen und Grenzen + Lizenzen´´: Plakat 1, Plakat 2.
Als Kernprobleme werden u.a. mangelnde Übersicht bei den CC-Lizenzen und fehlende Sammelstellen für freie Lernmaterialien benannt. Als wesentlich wird u.a. auch die Einrichtung von zentralen Anlaufstellen zur Lizenzklärung, bzw. -beschaffung und einer gemeinsamen Community zum Austausch von Kursmaterialien angesehen.
Im Blog ``Aus- und Weiterbildung´´ der BertelsmannStiftung werden Überlegungen zu einer Wikipedia für OER-Lernmaterial in der Weiterbildung angestellt und laden zur Diskussion darüber ein.
Nachfolgend werden verschiedene Statements zum Thema OER in der Weiterbildung vorgestellt, die Erwartungen und Probleme benennen, aber vor allem deutlich machen, dass noch mehr Diskussionsbedarf besteht.
Hedwig Seipel merkte in ihrem Beitrag auf der #OERde14 an, dass OER in der unternehmerischen Weiterbildung als Umsatzkiller wahrgenommen werden.
Ein Videobeitrag von Dr. Sandra Schön mit dem Titel ``Lernen mit kostenlosem Onlinematerial - wer zahlt?´´, der im Rahmen des MOOC ``Gratis Online Lernen´´ - #GOL14 entstand, befasst sich ausführlich mit dem Finanzierungsaspekt:




Machbarkeitsstudie zum Aufbau und Betrieb von OER-Infrastrukturen in der Bildung (Stand: Februar 2016)   

http://www.pedocs.de/volltexte/2016/11715/pdf/OER_Machbarkeitsstudie_Bericht.pdf

Seit einer ersten gemeinsamen Expertenanhörung des BMBF und der KMK im Jahr 2012 hat das Thema Open Educational Resources (OER) auch in Deutschland Eingang in die bildungspolitische Agenda gefunden. … Um Bedarf, Voraussetzungen und Zielrichtungen einer öffentlichen Förderung freier Bildungsmaterialien zu konkretisieren, hat das BMBF die Geschäftsstelle des von Bund und Ländern [...]

Auf der #OERde14 in Berlin im September 2014 äußerte sich Hedwig Seipel zur derzeitigen Haltung in der unternehmerischen Weiterbildung zum Thema OER. Sie sieht noch sehr große Wissensdefizite in der Weiterbildungsszene über das was OER wirklich ist und der Aspekt der Kostenfreiheit wird zudem sehr kritisch beurteilt.

Hedwig Seipel auf der OERde14 from Wikimedia Deutschland on Vimeo.


2012 war der Verantwortliche für Digital Learning am Britischen National Institute of Adult Continuing Education - NIACE, Alastair Clark, in Deutschland auf einem Barcamp zu OER in Bremen. In einem Interview mit pb21.de berichtet er von seinen Erfahrungen mit dem Thema OER für die Erwachsenenbildung in Großbritannien. Er sieht in der OER-Bewegung die Möglichkeit den Zugang für die Lernenden zu Lernmaterialien zu erleichtern und die Gestaltungmöglichkeiten der Lehrenden bei Lernmaterialien zu erweitern.




Dr. Sandra Schön ist seit 2006 als Projektmanagerin bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft und hat sich im Rahmen einiger Forschungsarbeiten mit Fragestellungen zu Open Educational Resources (OER) beschäftigt. Im vorliegenden Podcast geht es um Aspekte des Wissensaustausches. Mit wem tausche ich mich überhaupt gerne aus? Was habe ich selbst davon, wenn ich mein Wissen teile? Wie verlässlich ist das Wissen der Anderen? Ist die Wissensteilung in Deutschland überhaupt erwünscht? Im Jahr 2010 gab Sandra Schön in einem 6-minütigen Podcast Auskunft zu diesen Fragen.



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