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Auf dem Foto sind Vögel zu sehen, die sich einem Windrad nähern. Darauf steht der Schriftzug "Faktencheck Klimawandel".
Bildrechte: HelmutCremer / Pixabay, bearbeitet von DBS

Windkraft-Check: Sind unsere Vögel bedroht?

Ein Drittel unseres Stromes kommt aus Wind. Aber: Nicht alle finden Windräder gut, es gibt auch viele Gegner. Ein Argument hört man besonders oft:

 

Stimmt das wirklich?

Kurz gesagt: Ja, das stimmt. Bei uns in Deutschland sterben etwa 110 Tausend Vögel pro Jahr durch Windräder an Land.

Das klingt viel. Also am besten sofort alles abschalten, oder?

Stopp! So einfach ist das nicht. Klar, jeder tote Vogel ist einer zu viel. Aber man muss die Zahlen ins Verhältnis setzen. Das haben Forschende in den USA gemacht:

 

Vergleichsdaten zu getöteten Vögeln in den USA pro Jahr: 230.000 durch Windräder, 215 Millionen durch Straßenverkehr, 515 Millionen durch Fensterscheiben, 2,4 Milliarden durch Katzen.

 

Im Vergleich zu Autos, Fensterscheiben oder Katzen sind Windräder für Vögel also fast schon harmlos: Selbst in 10 Tausend Jahren würden sie nicht so viele Vögel töten wie Katzen in einem Jahr.

Gegen Autos, Fenster und Katzen können wir kaum etwas tun. Aber warum nicht wenigstens das mit der Windkraft sein lassen?

Lieber nicht, denn: Windstrom ist viel klimafreundlicher als Energie aus Kohle oder Gas. Strom aus Wind hilft also, den Klimawandel zu bremsen. Damit werden indirekt viele Tierarten geschützt.

 

Grafische Darstellung eines Windrads, das schwarz-weiß gestreift ist, auf einer grünen Wiese.
Bildrechte: Pixabay, bearbeitet und als Collage zusammengestellt von HBS

Und es gibt schon gute Ideen, um Vögel besser zu schützen:

 

  • Keine Windräder in Naturschutzgebieten und in der Nähe von Nistplätzen.
  • Keine Windräder dort, wo Vögel gerne langfliegen.
  • Windräder abschalten, wenn sich ein Vogel nähert (dafür können Kameras genutzt werden).
  • Windräder schwarz-weiß bemalen, damit Vögel sie besser erkennen.

 

 

 

 


Quellen:


 

Erstellt am 23.03.2026, zuletzt geändert am 12.06.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Lara Offermann für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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