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Nahaufnahme einer Windkraftanlage.
Bildrechte: Laborratte / Pixabay

Strom aus Wind – Wie geht das?

Windkraft hat einen großen Vorteil: Wind geht nie aus.

Im Gegensatz zu Kohle oder Öl ist er erneuerbar und unerschöpflich. In Deutschland kommt inzwischen fast ein Drittel des Stroms aus Wind. Damit ist Windenergie die wichtigste Stromquelle bei uns.

Wie wird aus Wind Strom?

Wind entsteht, wenn sich Luft wegen Temperatur- und Druckunterschieden bewegt. Dabei steckt im Wind Bewegungsenergie. Windräder fangen diese Energie ein und wandeln sie über ihre Technik in Strom um.

Kurz gesagt: Wind rein – Strom raus.

 

Schematische Darstellung des Weges vom Wind zum Strom.
Bildrechte: Collage von HBS aus einzelnen Bildern von Pixabay

 

Die Langfassung – Wie ist ein Windkraftwerk aufgebaut?

Windräder gibt es in verschiedenen Formen.
Am bekanntesten sind die mit drei Rotorblättern. Die Blätter sind so gebaut, dass sie viel Wind abbekommen. Dadurch nehmen sie die Bewegungsenergie der Luft auf und fangen an, sich zu drehen – der Wind wird dabei etwas langsamer.

Die Rotorblätter sind in der Nabe verbunden. Dort gibt es einen Mechanismus, der die Blätter je nach Windlage drehen kann:

  • Aus dem Wind, damit die Anlage bei Sturm geschützt ist.
  • In den Wind, damit bei schwachem Wind mehr Strom erzeugt wird.

Das nennt man Pitch-Regelung.
Manche Anlagen brauchen das nicht, weil ihre Blätter eine besondere Form haben – das ist die Stall-Regelung.

Zusammen heißen Rotorblätter, Nabe und Mechanismus: Rotorsystem.

Das Rotorsystem ist über die Nabe mit dem Antrieb verbunden.
Dazu gehören die Rotorwelle und der Generator (manchmal auch Getriebe und Kupplung).
Die Nabe überträgt die Drehung der Rotorblätter auf die Rotorwelle. Im Generator wird die Bewegungsenergie in Strom umgewandelt – das ist der wichtigste Schritt.

Damit der Strom ins Netz passt, muss er bestimmte Eigenschaften haben:

  • Ein Umrichter sorgt dafür, dass die Frequenz immer konstant bei 50 Hz bleibt.
  • Ein Transformator macht den Strom stärker (höhere Spannung).

So kann der Strom ins Netz eingespeist und überall genutzt werden.

 


 Quellen:

  • Statistisches Bundesamt (Destatis) (2026). Bruttostromerzeugung 2025
  • Kaltschmitt, M., Streicher, W. & Wiese, A. (Hrsg.) (2020). Erneuerbare Energien: Systemtechnik. Wirtschaftlichkeit. Umweltaspekte. Berlin, Heidelberg: Springer.

 

Erstellt am 27.04.2026, zuletzt geändert am 27.04.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Lara Offermann und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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