
Strom aus Wind, Lärm fürs Meer?
Windanlagen vor der Küste und Tiere im Meer
Die meisten Windanlagen sind auf Land gebaut. Inzwischen werden aber immer mehr Windanlagen im Meer aufgestellt. Diese nennt man Offshore-Windanlagen, weil sie vor der Küste stehen. Das hat viele Vorteile, denn auf dem Meer gibt es keine Häuser oder Bäume, die den Wind bremsen. Außerdem nehmen die Windanlagen uns so keine Landfläche weg, und es gibt keine Bewohner, die sich über den Lärm oder über Schattenwürfe beschweren könnten.

Obwohl – so ganz stimmt das nicht, denn auch wenn im Meer keine Menschen leben, gibt es dort Tiere, die ebenso durch Windanlagen gestört werden. Dazu gehören vor den deutschen Küsten zum Beispiel Schweinswale und Robben.
Viele Offshore-Windanlagen stehen auf großen Pfählen, die beim Bau tief in den Meeresboden gerammt werden. Dieser Vorgang ist extrem laut und die Tiere im Meer haben dadurch Probleme, sich zu orientieren oder miteinander zu kommunizieren.

Glücklicherweise gibt es inzwischen Maßnahmen zum Schutz der Tiere. Oft wird ein Blasenschleier eingesetzt.
Dafür wird ein Schlauch mit vielen kleinen Löchern hergestellt. Dieser wird dann um den Ort gelegt, an dem der Pfahl in den Boden gerammt werden soll. Durch den Schlauch strömt Luft und die steigt in kleinen Blasen nach oben. So wird der entstehende Schall und damit der Lärm gedämpft. Außerdem gibt es heute auch einige schwimmende Windanlagen, die nicht in den Boden gerammt werden müssen. Da entsteht dann sehr viel weniger Lärm.
Früher waren Offshore-Windanlagen eine große Belastung für Meerestiere. Heute wird immer stärker auf ihren Schutz geachtet. Gleichzeitig liefern die Anlagen klimafreundlichen Strom mit wenig Treibhausgasen und das hilft langfristig auch den Meeren und ihren Bewohnern.
Mehr zum Thema Wale und Lärm:
- Badische Zeitung (2011). Erklär's mir: Haben Wale Ohren?
Ausführliche Infos zu Offshore-Windanlagen und Meerestieren:
- Bund für Naturschutz: Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen
Erstellt am 10.04.2026, zuletzt geändert am 27.04.2026
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Bildrechte: Laborratte / Pixabay- Strom aus Wind – Wie geht das?