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Leuchtende Nachtwolken über der Ostsee.
Leuchtende Nachtwolken über der Ostsee | Bildrechte: Matthias Süßen via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Von der Erde bis ins All – die Atmosphärenschichten

Unsere Luft ist in mehrere Schichten aufgeteilt – jede mit eigenen Besonderheiten. Die Luft wird nach oben immer dünner und ist in den oberen Schichten kaum noch vorhanden. Daher hat nur die untere Schicht und geringfügig auch die darüber liegende Stratosphäre Bedeutung für das Klima.

 

Die Grafik zeigt die verschiedenen Schichten der Atmosphäre: Der Temperaturverlauf ist als Kurve eingezeichnet (in rot).
Die verschiedenen Schichten der Atmosphäre: Der Temperaturverlauf ist als Kurve eingezeichnet (in rot). | Bildrechte: eskp.de | Earth System Knowledge Platform, CC BY 4.0
 

Troposphäre (bis 7-17 km)

  • Am Äquator reicht die Troposphäre bis etwa 17 km hoch, an den Polen nur bis rund 7 km. Hier spielt sich das Wetter ab, weil fast das gesamte Wasser der Atmosphäre enthalten ist.
  • Der Motor dafür ist die Sonne: Sie erwärmt den Erdboden, warme Luft steigt nach oben, kalte sinkt nach unten. So kommt es zu Wirbeln und Luftbewegungen.
  • Daher auch der Name "Troposphäre" – vom griechischen Wort trope, das "Wendung" oder "Änderung" bedeutet.

Mit zunehmender Höhe wird es kälter: Pro Kilometer im Schnitt 6,5 Grad. Ganz oben, an der Tropopause, sind es sogar unter -50 °C.

 

Stratosphäre (12–50 km Höhe)

  • Hier gibt es kaum Luftwirbel und fast keine Wolken.
  • Besonders wichtig ist die Ozonschicht: Sie schluckt die gefährliche UV-Strahlung der Sonne und wandelt sie in Wärme um. Deshalb wird es dort oben sogar wieder wärmer, bis fast 0 °C.
  • Die Luft ist hier oben extrem trocken. Darum gibt es kaum Wolken – nur ganz selten die besonderen Polarwolken.

 

Mesosphäre (50–85 km Höhe)

  • In der Mesosphäre gibt es fast kein Ozon mehr. Deshalb wird es hier extrem kalt – im Schnitt etwa –90 °C.
  • Über dem Sommerpol kühlt die Luft noch stärker ab, dort können sogar –180 °C erreicht werden – die kälteste Temperatur, die es auf der Erde gibt.
  • Weil es so kalt ist, gefriert der wenige Wasserdampf zu besonderen Wolken. 

    Diese heißen leuchtende Nachtwolken. Man kann sie im Sommer manchmal sehen, wenn sie in der Nacht von der Sonne angestrahlt werden.

Thermosphäre (85–500 km Höhe)

  • Für das Klima unwichtig, da zu dünn.
  • In dieser Schicht wird es mit der Höhe wieder extrem heiß – bis zu 1.500 °C.
  • Obwohl die Temperatur so hoch ist, fühlt es sich nicht heiß an, weil die Luft so dünn ist und kaum Wärme übertragen kann.
  • In der Thermosphäre entstehen auch die wunderschönen Polarlichter.
  • Außerdem fliegt hier die Internationale Raumstation (ISS) ihre Runden um die Erde.

 

Exosphäre (ab ca. 500 km Höhe)

  • Das ist die äußerste Schicht der Atmosphäre – der Übergang zum Weltraum.
  • Sie besteht fast nur noch aus leichten Teilchen, die oft schnell genug sind, um ins All zu entweichen.
  • Auch hier gibt es Temperaturen um 1.000 °C.

 


QUIZ! Hier kannst Du gleich dein Wissen testen:

Tipp: Die oberste Schicht in die oberste Zeile, die unterste Schicht in die unterste Zeile einfügen.

 


Und hier gibt es noch mehr Infos und ein Erklärvideo:


 

Erstellt am 20.02.2026, zuletzt geändert am 28.04.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Anja Hermans und Dieter Kasang für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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