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Junger Mann auf heißem Weg in der Natur hält sich eine Trinkflasche über den Mund.
Bildrechte: Gustavo Fring / Pexels

Schon wieder ein Hitzesommer!

Schon im Mai 2026 rollte die erste große Hitzewelle über Europa. In Ländern wie Portugal, Spanien, Frankreich und Großbritannien stiegen die Temperaturen auf über 35 °C, teilweise sogar auf über 40 °C.

Die Abbildung zeigt auf einer Europakarte, wie viel wärmer der Mai 2026 als üblich (1991-2020) war.
Hier sieht man, wie viel wärmer der Mai 2026 als üblich (1991-2020) war. | Bildrechte: C3S/ECMWF, übersetzt von HBS

 

Noch extremer wurde es Ende Juni. In mehreren Ländern wurden neue Temperaturrekorde gemessen. In Deutschland wurden 41,8 °C erreicht, in Frankreich sogar 44,3 °C. Selbst nachts kühlte es kaum ab – teilweise blieb es fast 30 °C warm. Der Deutsche Wetterdienst sprach von einer historischen Hitzewelle.

 

Warum ist das so außergewöhnlich?

Eine Hitzewelle wie diese wäre vor 50 Jahren fast unmöglich gewesen. Durch den Klimawandel ist sie heute viel wahrscheinlicher. Forschende schätzen, dass eine ähnliche Hitzewelle ohne den Einfluss des Menschen etwa 4 Grad kühler ausgefallen wäre.

Da weiterhin viele Treibhausgase ausgestoßen werden, müssen wir in Zukunft mit noch häufigeren und stärkeren Hitzewellen rechnen.

 

Die Grafik zeigt, wann und wo Hitzerekorde in Deutschland gefallen sind: 41,8 °C am 27. Juni 2026 in Drewitz (Möckern), Sachsen-Anhalt; 41,3 °C am 26. Juni 2026 in Saarbrücken-Burbach, Saarland; 41,2 °C am 25. Juli 2019 in Duisburg-Baerl und Tönisvorst, Nordrhein-Westfalen; 40,5 °C am 24. Juli 2019 in Geilenkirchen, Nordrhein-Westfalen; 40,3 °C am 5. Juli 2015 in Kitzingen, Bayern; 40,2 °C am 27. Juli 1983 in Gärmersdorf, Bayern; 40,1 °C am 20. Juli 2022 in Hamburg-Neuwiedenthal.
Hitzerekorde Ende Juni 2026 in Deutschland | Bildrechte: KI-generiert auf Basis der Werte u.a. bei Wikipedia Liste der Temperaturrekorde in Deutschland, CC BY-SA 4.0

 

Hitze kann lebensgefährlich sein

Hitzewellen sind in Europa die tödlichste Naturgefahr. Sie fordern mehr Menschenleben als Überschwemmungen, Stürme oder Waldbrände zusammen.

  • 2003: über 70.000 Todesfälle in Europa
  • 2023: rund 47.000 Todesfälle in Europa
  • 2026: 5.120 Todesfälle in Deutschland (vorläufiger Wert)

Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent. Viele Städte bestehen zu großen Teilen aus Beton und Asphalt, speichern die Hitze und haben zu wenig Grünflächen. Außerdem leben hier viele ältere Menschen, die besonders gefährdet sind. Deshalb müssen Städte und Gebäude besser auf extreme Hitze vorbereitet werden.

 


PODCAST

Wie kann ich mich am besten vor Hitze schützen? Und woran merke ich, dass mir die hohen Temperaturen gerade nicht guttun? Darüber sprechen wir von klima2know mit der Medizinpädagogin Dr. Julia Hellmann:



 


Mehr Infos gibt's in unserem Klimawiki:


 

Erstellt am 13.07.2026, zuletzt geändert am 23.07.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Dieter Kasang und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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