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Zur Frage nach einem kollektivem Gedächtnis von Menschen mit Behinderung bezüglich der nationalsozialistischen Euthanasie in Grafeneck

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:rt2-opus-781Externer Link

Dieser Arbeit liegt, in Anlehnung an Uta George, die Hypothese zu Grunde, dass Menschen mit Behinderung als Gruppe, Träger eines kollektiven Gedächtnisses zur Euthanasie sein können und das sich dieses Gedächtnis in Teilen von dem der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden kann. Im Sinn der Gleichberechtigung und des Empowerments scheint es unumgänglich, ein solches kollektives Gedächtnis zu beschreiben um durch die Umsetzung dieser Erkenntnisse in museums- und gedenkstättenpädagogische Konzeptionen und Methoden, der Gruppe der Menschen mit Behinderung einen adäquaten Zugang zu einem sie ganz speziell betreffenden Themenbereich der deutschen Geschichte zu ermöglichen. Im gleichen Atemzug muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass der Umgang und die Heranführung der Theorie des kollektiven Gedächtnisses unter sonderpädagogischen Gesichtspunkten eine Gratwanderung darstellt. Die Manifestierung von Menschen mit Behinderung als eine eigene Gruppe, die sich von anderen Gruppen klar abgrenzen lässt, durch die unreflektierte Anwendung der Theorie des kollektiven Gedächtnisses, fördert exklusive Tendenzen und ist Normalisierungs- und Inklusionsbestrebungen abträglich. Eine besonnene und kritische Betrachtung und Anwendung des Theorems der kollektiven Erinnerungen ist deswegen essentiell.

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Fach, Sachgebiet
Schlagwörter

Euthanasie, Behinderung, Kollektives Gedächtnis, Nationalsozialismus, Geschichte, Grafeneck,

Bildungsbereich Sonderschule / Behindertenpädagogik
Ressourcenkategorie Monographie/Buch/Dissertation
Medienkategorie Internet
Sprache Deutsch
Entnommen aus Ludwigsburg, Pädagog. Hochsch., Dipl.-Arb., 2009
Angaben zum Autor der Ressource / Kontaktmöglichkeit Wacker, Oliver
Technische Anforderungen Adobe Reader
Zuletzt geändert am 06.01.2011

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