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Borke, Jörn; Döge, Paula; Kärtner, Joscha

Kulturelle Vielfalt bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren.

Anforderungen an frühpädagogische Fachkräfte. Eine Expertise der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). [Unterdreijährige].

https://www.weiterbildungsinitiative.de/uploads/media/WiFF_Expertise_Nr_16_Borke_Doege_Kaertner_Internet_PDF.pdfExterner Link

Diese [...] Expertise hat zum Ziel, theoretische und empirische Grundlagen einer kulturellen Vielfalt von Entwicklungs- und Erziehungsverläufen darzulegen, sowie mögliche Implikationen für die frühpädagogische Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren abzuleiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Beleuchtung pädagogisch relevanter Themenbereiche aus der Perspektive anderer kultureller Normen und Werte. Dabei wurde eine Auswahl von bedeutsamen Themenbereichen dargestellt, die nicht als erschöpfend anzusehen ist und die hier teilweise auch nur einführend behandelt werden konnte. Kulturvergleichende Forschung auf dem Gebiet von kindlicher Entwicklung, Familie und Erziehung zeigt, wie vielfältig universelle Entwicklungsaufgaben von Kindern und ihren Familien gelöst werden. Der Großteil existierender pädagogischer Konzepte für die frühkindliche Betreuung berücksichtigt diese Befunde nur unzureichend bzw. stützt sich auf eine bestimmte Betrachtungsweise von kindlicher Entwicklung. Der Zielstellung einer kindlichen Entwicklung hin zu einer unabhängigen, eigenständigen und individuellen Persönlichkeit wird dabei selbstverständlich Priorität eingeräumt. So bleiben im Alltag von Kindertagesbetreuung alternative (Wert-)Vorstellungen und Wünsche bezüglich kindlicher Entwicklung teilweise unerkannt, werden missverstanden oder gar pathologisiert. Für den Umgang mit kultureller Vielfalt und damit zusammenhängend für eine gelingende Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund in frühpädagogischen Einrichtungen erscheint es bedeutsam, mit einer offenen, neugierigen und wertfreien Haltung aufeinander zuzugehen. Auf dieser Basis lassen sich dann individuelle Wege der pädagogischen Herangehensweise finden, die für alle Beteiligten praktikabel sind. Die in der Expertise beschriebenen Hintergründe sollen als Anregung für pädagogische Fachkräfte dazu dienen, sich alternativen Erklärungsmöglichkeiten zu öffnen, diese besser verstehen und einordnen zu können, sich bewusst mit anderen kulturellen Modellen von Familien auseinanderzusetzen und das eigene Handeln auch durch eine "andere" kulturelle Brille zu sehen, um so eine Basis bereiten zu können, durch die der Umgang mit kultureller Vielfalt in der außerhäuslichen Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren für alle beteiligten Seiten gelingen und positiv verlaufen kann. (DIPF/Orig.).

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Schlagwörter

Erziehung, Erziehungsstil, Kulturdifferenz, Mutter-Kind-Beziehung, Soziale Interaktion, Erziehungseinstellung, Kleinkind, Kindergarten, Kinderkrippe, Frühpädagogik, Spiel, Elternmitwirkung, Interaktion, Interkulturelle Kompetenz, Interkulturelles Lernen, Gesprächsführung, Sprachentwicklung, Sprachförderung, Schlaf, Eingliederung, Fachkraft, Pädagoge, Expertise, Kulturbegriff, Deutschland,

Dokumenttyp Monographie
Medientyp online; gedruckt
Reihe WiFF-Expertisen#Bd.#16
Erscheinungsjahr 2011
Ort München
Verlag DJI
ISBN 3-86379-019-7; 978-3-86379-019-6
Sprache deutsch
Erfasst von Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt am Main
Update 2012/1
Beigaben Illustrationen
Siehe auch: Frühe Bildung 3/2013 - Migration und Bildung in der frühen Kindheit im Spiegel des Deutschen Bildungsservers

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