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Perspektiven freier digitaler Bildungsmedien (OER) in Politik, Wissenschaft und Praxis - eine Tagungsdokumentation

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Dokumentation der am 24. März 2015 in Frankfurt a.M. vom Informationszentrum Bildung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung, der Gesellschaft zur Förderung Pädagogischer Forschung und der Deutschen Gesellschaft für Bildungsverwaltung ausgerichteten Fachtagung.

Mit Vorträgen zu Potenzialen von OER in der Schulpraxis (Staatssekretär Rackles, Berlin) sowie zu Herausforderungen von OER für die mediale Bildungsinfrastruktur (Prof. M. Kerres, Duisburg) wurde auf das Tagungsthema aus politischer wie Forschungsperspektive eingestimmt. In parallel durchgeführten Workshops wurden mit den OER-Experten Jan Neumann, Profin. Kerstin Mayrberger und Prof. Leonhard Dobusch die Themen OER-Policys, Open Educational Practice und OER-Mainstreaming bearbeitet.
Die abschließende Podiumsdiskussion reflektierte die Ergebnisse aus den Workshops, auch im Austausch mit den Tagungsteilnehmenden.
Durch die Veranstaltung führte Jöran Muuß-Merholz.
Vorträge

Staatssekretär Marc Rackles: Potenziale von OER in der Schulpraxis



Aus bildungspolitischer Sicht soll mit einem starken Fokus auf die Schulpraxis das mögliche Entwicklungs- und Veränderungspotential von OER beleuchtet werden. Die Analyse bezieht dabei auch die kritischen Erfolgsfaktoren ein, soweit sie heute bereits identifizierbar sind. Dabei wird u.a. herausgestellt, dass OER weniger eine technische Umstellung in Schule bedingt, sondern vielmehr nachhaltige Veränderungen in der Unterrichts- und Schulentwicklung induziert. Der Vortrag stellt zudem das laufende OER-Projekt des Berliner Senats dar, das im Schuljahr 2015/16 zu sichtbaren Ergebnissen führen soll.
Prof. Michael Kerres: Open(ing) Education: Herausforderungen für die mediale Bildungsinfrastruktur



Der Vortrag stellt Aspekte der aktuellen Diskussion über Open Education vor und geht dabei insbesondere auf die infrastrukturellen Rahmenbedingungen auf Länder- oder Bundesebene ein, die diese Entwicklungen unterstützen können. Eine zentrale Frage ist, welche Aufgaben staatliche und private Akteure auf den unterschiedlichen Ebenen übernehmen, und wie diese gemeinsam eine nachhaltige Medieninfrastruktur für das institutionelle und informelle Lernen aufbauen können.
Workshops

Jan Neumann: Grundlagen des OER Policy Makings



OER-Policies sind Gesetze, institutionelle Verfahrensvorschriften und Förderrichtlinien, die die Nutzung und Herstellung von OER nachhaltig begünstigen. International hat das Thema OER-Policy-Making insbesondere in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Häufig wird damit die Hoffnung verbunden, durch die Einführung einer Policy die Herstellung und Nutzung von OER organisatorisch und finanziell nachhaltig in der Institution zu verankern.
In dem Workshop wurde auf grundlegende Fragen eingegangen, wie z.B.: Was verbirgt sich hinter dem Policy-Begriff im Allgemeinen und was hinter „OER-Policy“ im Speziellen? Wer kann eine OER-Policy erlassen und was soll in ihr geregelt sein? Was ist bei der Entwicklung und Einführung einer OER Policy zu beachten? Welche Rolle spielt dabei das für OER-Policy-Making typische Spannungsverhältnis von Bottom-up und Top-down Aspekten? Welche etablierten Best Practices gibt es, auf die man zurückgreifen kann?
Profin. Kerstin Mayrberger: Partizipatives Lehren und Lernen mit freien digitalen Bildungsmedien



Partizipatives Lehren und Lernen stellt eine wesentliche Säule einer Didaktik dar, die die Interaktionen bzw. die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden für das Gelingen von effektiven Lernprozessen ins Zentrum rückt. Für eine angemessene Diskussion und die nachhaltige Verankerung von OER ist es wichtig, zwischen den offen zugänglichen Ressourcen (OER) und den tatsächlichen partizipativen Praktiken im Umgang mit ihnen, der Open Educational Practice zu unterscheiden.
Prof. Leonhard Dobusch: Open Education: Von der Nische in den Mainstream?



Der überwiegende Teil an heute verfügbaren, offenen Lehr- und Lernunterlagen entstammt privaten Initiativen, seien es einzelne Lehrkräfte, Vereine oder Unternehmen. Umgekehrt sind die wenigsten mit öffentlichen Mitteln finanzierten Lehr- und Lernunterlegen auch offen – im Sinne von offenen Lizenzen und Formaten – zugänglich. Am Beispiel der Situation in Berlin werden Möglichkeiten skizziert und diskutiert, wie Open Educational Resources von der Nische in den Mainstream gebracht werden könnte.
Podiumsdiskussion



Die Podiumsdiskussion wurde in einem interaktivem Format durchgeführt. Nach kurzen Synopsen ihrer Workshops wandten sich die Experten mit Fragen an das Auditorium, wo die Workshopthemen engagiert mit den Teilnehmenden aus Politik, Wissenschaft und Bildugnspraxis diskutiert wurden.

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