Suche

Ariadne Pfad:

Inhalt

Freiwillige Helfende, die Bäume pflanzen.
Bildrechte: Motortion / Colourbox.de

Auf CO₂-Jagd in der Atmosphäre – Wie kann man CO₂ wieder aus der Luft holen?

Am besten lernen wir das von der Natur. Pflanzen nehmen jeden Tag CO₂ (Kohlendioxid) aus der Luft auf. Über ihre Blätter nutzen sie Sonnenlicht und Wasser, um zu wachsen. Dieser Prozess heißt Photosynthese. Dadurch entstehen Holz, Blätter und Wurzeln.

Die größten CO₂-Sammler sind Bäume. Deshalb pflanzen Menschen weltweit Bäume – zum Beispiel in Europa, Nordamerika und China. Oft geht es dabei nicht nur um das Klima, sondern auch darum, Wüsten aufzuhalten oder brachliegende Flächen zu nutzen. So werden jedes Jahr mehr als 2 Milliarden Tonnen CO₂ in Bäumen gespeichert. Das ist im Vergleich zu den fast 42 Milliarden Tonnen, die wir Menschen ausstoßen, noch wenig – aber immerhin etwas. Bis 2050 könnten es laut Forscher sogar bis zu 10 Milliarden Tonnen werden.

Das Schaubild gibt einen Überblick über CO₂-Quellen (geben CO₂ an die Luft ab), CO₂-Senken (nehmen CO₂ auf und speichern es) und die Prozesse dazwischen.
Überblick über CO₂-Quellen (geben CO₂ an die Luft ab), CO₂-Senken (nehmen CO₂ auf und speichern es) und die Prozesse dazwischen.
| Bildrechte: Eigene Darstellung von HBS, erstellt mit KI (ChatGPT / DALL-E), CC BY-SA 4.0

Neben Bäumen gibt es weitere Möglichkeiten. Moore können wieder unter Wasser gesetzt werden. Dann stoßen sie weniger Treibhausgase aus.

Auch Mikroalgen helfen: Sie wachsen sehr schnell, wenn man ihnen CO₂ gibt, zum Beispiel in Kläranlagen, und nehmen dabei viel davon auf.

Es gibt aber auch rein technische Lösungen. Auf Island steht eine Anlage, die Luft ansaugt und CO₂ herausfiltert. Das Problem: In der Luft ist nur sehr wenig CO₂ enthalten, deshalb ist diese Methode aufwendig. Man braucht dafür sehr viel Energie. Besser funktioniert es, CO₂ direkt dort abzufangen, wo viel davon entsteht – zum Beispiel in den Abgasen von Fabriken oder Kohlekraftwerken.

Doch eine wichtige Frage bleibt: Wohin mit dem CO₂?
Bäume speichern es für viele Jahrzehnte, als Bauholz sogar noch länger. CO₂ kann auch in Beton oder Zement verwahrt werden und bleibt dort sehr lange eingeschlossen. Wenn man es für Dünger oder künstliche Kraftstoffe nutzt, bleibt es dagegen nur kurze Zeit gespeichert.

Am sichersten ist es, CO₂ tief unter der Erde zu lagern. In Norwegen wird das schon seit den 1990er-Jahren gemacht. Dort wird CO₂ in alten Öl- und Gasfeldern unter dem Meeresboden gespeichert – wahrscheinlich für tausende Jahre.

 


In unserem Klimawiki gibt es noch mehr Infos zum Thema:

Und hier noch ein Erklärvideo von Helmholtz KLIMA zum Thema "Warum fangen wir das CO₂ nicht einfach wieder ein?":


 

Erstellt am 09.04.2026, zuletzt geändert am 28.04.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Dieter Kasang und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

Auch interessant

Inhalt auf sozialen Plattformen teilen (nur vorhanden, wenn Javascript eingeschaltet ist)

Teile diese Seite:

Logos vom Deutschen Bildungsserver und dem Innovationsportal

Ein Kooperationsprojekt von: