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Menschen auf einer Expedition, die mit einem kleinen Schlauchboot auf eine im Meer treibende Eisscholle zufahren.
Bildrechte: MartinFuchs / Pixabay

Am Kipp-Punkt: Die Arktis im Wandel

Der eiskalte Norden

Die Arktis liegt rund um den Nordpol. Hier ist es selbst im Sommer selten wärmer als 10 °C. Eis und Schnee bestimmen das Bild: In Grönland liegt ein riesiger Eisschild – bis zu 3 km dick und so groß wie halb Europa. Wenn er komplett schmelzen würde, stiege der Meeresspiegel um rund 7 Meter.
Im Gegensatz zur Antarktis liegt im Zentrum der Arktis kein Kontinent, sondern ein Ozean mit einer dünnen Eisschicht. Rundherum gibt es gefrorene Böden und Schneeflächen, die sich im Winter noch weiter ausbreiten.

 

Collage aus einer Weltkugel mit Blick auf die Arktis und vier Fotos mit Tundra, Hafen, Eisbären und Robbe.
Bildrechte: Collage von HBS, einzelne Bilder: Pixabay sowie U.S. Fish and Wildlife Service, Public domain, via Wikimedia Commons, und Heraldry, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

 

Die Arktis heizt sich auf

Nirgendwo auf der Erde steigt die Temperatur so schnell wie hier – rund viermal schneller als im Rest der Welt! Im Sommer 2020 wurden im Norden Sibiriens sogar 38 °C gemessen.
Der Grund: der Eis-Schnee-Albedo-Effekt. Wenn Eis und Schnee schmelzen, kommen dunkle Flächen darunter zum Vorschein. Diese nehmen mehr Sonnenwärme auf – und so schmilzt noch mehr Eis. Ein gefährlicher Kreislauf.

 

Folgen für Eis und Tiere

Das Meereis der Arktis schmilzt rasant. 1980 war es noch 8 Millionen km² groß, heute ist es nur noch etwa halb so viel. Wo früher Eis war, breitet sich offenes Wasser aus, das sich im Sommer schnell aufheizt.
Dadurch entstehen neue Schiffsrouten – und vielleicht bald sogar Kreuzfahrten zum Nordpol. Für die Eisbären ist das aber ein Desaster: Sie finden immer weniger Robben zum Jagen und verlieren ihre Schneehöhlen, in denen sie den Nachwuchs aufziehen. Ihr Lebensraum schwindet.

 

Veränderte Pflanzenwelt in der Arktis

In der Arktis dehnt sich nördlich der Baumgrenze nur noch die Tundra aus – also Gräser, Moose und kleine Sträucher. Doch weil es wärmer wird, dringen Sträucher und Bäume immer weiter nach Norden vor. Die Tundra schrumpft – und könnte in den nächsten Jahrzehnten fast verschwinden.

 


In unserem Klimawiki gibt es noch mehr Infos zum Thema:


 

Erstellt am 21.02.2026, zuletzt geändert am 26.04.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Dieter Kasang und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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