Cornelsen Schulleitungsstudie 2026: Zwischen Überlastung und Aufbruch - vom Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (PDF)
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Die vierte Cornelsen Schulleitungsstudie zeichnet das Bild einer Schule, die unter dauerhaft hoher Grundbelastung arbeitet und zugleich mit einer dichten Abfolge kleiner und großer Reformprogramme konfrontiert ist. Allein für den Zeitraum von 2024 bis 2026 verzeichnet der Nationale Bildungsbericht 360 von den zuständigen Ministerien genannte Maßnahmen der Länder (347) und des Bundes (13), die auf den Abbau herkunftsbedingter Bildungsungleichheiten zielen von großen strukturellen Programmen bis zu kleinen Projekten (Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung 2026). Dazu zählen das Startchancen-Programm, der Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung, der Digitalpakt 2.0 oder die datengestützte Schulentwicklung. Aus dieser Konstellation ergibt sich der rote Faden des Berichts: Gut gemeinte Programme treffen auf ein bereits stark gefordertes System, wie schon die vorhergehenden Schulleitungsstudien gezeigt haben. Die vorliegende Studie baut auf den vorhergehenden Berichten auf und ergänzt sie: Nach den Titeln Schule zukunftsfähig machen (2022), Schule stärken, Digitalisierung gestalten (2023) und Zwischen Vision und Rebellion (2025) steht die vierte Welle unter dem Zeichen der Umsetzung der großen Programme: Startchancen-Programm, der Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung, der Digitalpakt 2.0 oder auch die datengestützte Schulentwicklung. Nicht mehr die Frage, welche Reformen nötig wären, prägt den Ton, sondern die Frage, ob und wie die längst beschlossenen Programme unter den gegebenen Bedingungen gelingen können. Genau an dieser Nahtstelle zwischen Anspruch und Alltag verorten die Schulleitungen ihre Rolle.


