Schutz, Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt. Ad-hoc-Stellungnahme des Deutschen Ethikrats
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"Angesichts jugendgefährdender Inhalte und den befürchteten gesundheitlichen Risiken intensiver Soziale-Medien-Nutzung werden auch in Deutschland altersgestaffelte Zugangsbeschränkungen zu bestimmten Angeboten und weitere Maßnahmen erwogen, um Minderjährige besser zu schützen. Doch viele Ansätze bringen eigene Herausforderungen mit sich, insbesondere mit Blick auf gleichermaßen wirksame wie nebenwirkungsarme Lösungen für eine Altersbestimmung. Ein Verbot Sozialer Medien für Minderjährige birgt zudem Teilhabeprobleme und adressiert nicht die Risiken anderer digitaler Angebote wie Onlinespiele oder KI-Chatbots. Bei allen Fragen in der aktuellen Diskussion müssen Schutz, Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen im Internet berücksichtigt und gegeneinander abgewogen werden. Dieses ethische Spannungsfeld analysiert der Deutsche Ethikrat in seiner Ad-hoc-Stellungnahme und formuliert 13 Empfehlungen dazu, wie es gelingen kann, unterschiedlichen Belangen des Kindeswohls im digitalen Raum besser gerecht zu werden." (Deutscher Ethikrat, 11.6.2026)


