Worksongs: Vorläufer und Anfänge des Jazz
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In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Worksongs" lernen die Schülerinnen und Schüler die Anfänge des Jazz kennen. Der Zugang zur Thematik erfolgt über eine inhaltlich-historische Verortung, verknüpft mit der Sklaverei in Amerika und der Worksong-Bewegung. Ein aktueller Bezug wird über das Thema Flüchtlingskrise im Mittelmeerraum hergestellt, indem der Unterschied zwischen Menschen auf der Flucht und versklavten Menschen erarbeitet wird.
Schwerpunkte der Einheit Jazz ist erfahrungsgemäß nicht eine Musikrichtung, die auf große Popularität bei Jugendlichen stößt. Umso wichtiger ist es, dass man ihnen den Zugang zur Thematik auf eine möglichst abwechslungsreiche, nachvollziehbare und emotionale Art verschafft. Dies kann zum einen dadurch geschehen, dass man die Thematik Jazz durch 1 bis 2 vorgeschaltete Einführungsstunden vorentlastet und die Schülerinnen und Schüler für den Themenkomplex sensibilisiert. Im Zentrum der Einheit steht die Versklavung von Menschen aus Afrika nach Amerika. Die Schülerinnen und Schüler lernen die historischen Hintergründe kennen, die zur Entstehung der Worksongs und somit folglich zur Entwicklung des Jazz beigetragen haben. Es kann eine Verknüpfung zum Englischunterricht hergestellt werden, denn dort wird das Thema Sklaverei und Rassentrennung ebenfalls im Laufe des Schuljahres behandelt. Ein aktueller Bezug wird hergestellt, indem man die Unterschiede zwischen Menschen auf der Flucht und versklavten Menschen herausstellt. Ebenso kann am Ende der Worksong "Hoe, Emma Hoe" gemeinsam musiziert werden. Dadurch bekommt das Thema eine weitere emotionale Komponente. Zielsetzung Am Ende der Unterrichtseinheit sollen die Lernenden über die historischen Anfänge der Musikrichtung Jazz Bescheid wissen. Sie verstehen den Unterschied zwischen Menschen auf der Flucht und Menschen, die versklavt wurden. Zudem wissen sie, auf welche Weise afrikanische Bevölkerungen durch die Sklaverei nach Amerika verschleppt wurden, welche Arbeiten sie dort haben verrichten müssen und wie dadurch die Worksongs entstanden. Eine Möglichkeit, sich diesem emotionalen, eher schwierigen Thema anzunähern, ist, indem man die Emotionen der Schülerinnen und Schüler erreicht. Ein Stilmittel ist der Kontrast. Dies kann zum einen durch einen stimmigen Einstieg in die Stunde gelingen, indem man das Stück "Oh Happy Day" gemeinsam musiziert. Dies kann als Rückgriff auf die vorhergehende Einführungsstunde geschehen, aber auch als eigenständige Aktivität. Egal, ob es bereits in vorhergehenden Stunden musiziert wurde, so sollte das Stück doch ohne große Vorentlastung hinreichend bekannt sein. Als unterhaltsame Alternative könnte auch der kurze Filmausschnitt zu "Oh Happy Day" aus dem Film "Sister Act" gezeigt werden. Als extremer Kontrast wird danach zuerst ein Foto von einem Flüchtlingsschiff gezeigt und eine zeitgenössische Zeichnung eines Schiffes, das zur Versklavung und Verschleppung von Menschen genutzt wurde. Gemeinsam soll nun eine Verbindung zwischen "Oh Happy Day" und den Bildern hergestellt werden und die Lernenden emotional auf die Thematik Sklaverei vorbereitet werden. Ebenso sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede wischen Menschen auf der Flucht und Menschen, die versklavt wurden, hergestellt werden. Mit dem Flüchtlingsschiff soll ein aktueller, den Schülerinnen und Schülern nahegehender Bezug hergestellt werden, sodass Interesse für das Thema Sklaverei beziehungsweise Worksongs geweckt...


