Interkulturelle Bildung und Erziehung in Brandenburg - Bildungsstandards, Gesetze und Handreichung
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Interkulturalität bezeichnet die Begegnung und die gegenseitige Beeinflussung von unterschiedlichen und sich stets in Veränderung befindenden Kulturen. Interkulturalität findet statt, wann immer zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen kommuniziert und gehandelt wird. In diesen Prozessen entstehen neue Kulturen. Für das Interkulturelle Lernen, ein (lebenslanger) Prozess, ist eine offene Haltung unabdingbar. Diese zeigt sich im Anerkennen der kulturellen Vielfalt von Menschen, aber auch im Anerkennen der eigenen Vielfalt ( Diversity ). Aus der Vielfalt der Kulturen ergeben sich Ressourcen, die allen zur Verfügung stehen und entweder aktiviert oder außer Acht gelassen werden können. Zunächst werden die Gemeinsamkeiten und Differenzen von Kulturen wahrgenommen. Das Gemeinsame wird unter Wahrnehmung der Differenzen zum Fundament für lösungsorientiertes Handeln gemacht. Hierin besteht der essenzielle Lernanlass für das Interkulturelle Lernen. Der Kompetenzerwerb in der Interkulturellen Bildung und Erziehung erfolgt auf der Basis eines permanenten Erkenntniserwerbs über eigene und andere Kulturen, begleitet von Offenheit und Perspektivwechsel, sowie auf der Basis von kommunikationsbasiertem Handeln, in vertrauten und in unvertrauten Kontexten. Ziel der Interkulturellen Bildung und Erziehung ist es, dass Menschen Handlungsstrategien entwickeln, die auf ein soziales Miteinander ausgerichtet sind und sie befähigen, auch in kultursensiblen Situationen, in beruflichen oder in privaten Kontexten, konstruktiv zu agieren.


