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Produktives Lernen im Freistaat Sachsen

http://www.schule.sachsen.de/11918.htmExterner Link

Der Schulversuch „Produktives Lernen“ wurde eingerichtet, um die Zahl der Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Abschluss zu reduzieren. Darüber hinaus soll das "Produktive Lernen" (PL) durch die Verbindung von Allgemeinbildung und individueller Berufsorientierung den Übergang von der Schule in die Ausbildung vorbereiten und zur Entwicklung konkreter Anschlussperspektiven beitragen.

Von 2008 bis 2014 fand ein erstes Pilotprojekt zum "Produktiven Lernen" statt: An acht Oberschulen in ganz Sachsen gibt es seit dem Schuljahr 2009/10 Klassen mit jeweils etwa 20 Schülern, die an drei Tagen der Woche statt in der Schule in einem Unternehmen lernen. Ziel ist es, Schüler mit erheblichen Lernschwierigkeiten doch noch zu einem Abschluss zu führen. Mit der teilweisen Verlagerung des Unterrichts in die Praxis soll die Motivation der Schüler einen neuen Schub bekommen.
Die Schüler werden in Trimestern unterrichtet. In jedem Schuljahr wählen sie drei verschiedene Unternehmen. Neben dem Lernen im Betrieb gibt es Unterricht in Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Kommunikation. Dabei sollen den Schülern – nach einer zum Teil von Misserfolgen geprägten Schulzeit – wieder Erfolgserlebnisse verschafft werden.
Pro Klasse sind zwei speziell geschulte Lehrkräfte tätig. Diese begleiten die Schüler auch in die Unternehmen, wo ein Praxis-Mentor das Team komplettiert.
„Produktives Lernen“ wendet sich an abschlussgefährdete Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassenstufe. Im Zeitraum des Pilotprojekts erreichten fast vier Fünftel der Jugendlichen, die bis zum Ende in dem zweijährigen Bildungsangebot verblieben, einen dem Hauptschulabschluss gleichgestellten Abschluss.

Das ESF-Projekt zur Begleitung des Schulversuchs umfasst diverse Unterstützungsangebote für die Standorte des "Produktiven Lernens" in Sachsen: Supervision und Coaching für die PL-Teams, Durchführung des Weiterbildungsstudiums „Produktives Lernen in Europa“ für angehende PL-Pädagogen, Durchführung von Fortbildungsseminaren für zertifizierte PL-Kräfte, Weiterentwicklung der curricularen Materialien, Entwicklung von E-Learning-Bausteinen und Projektevaluation.

Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Qualifizierung und Unterstützung von Lehrkräften, die sich im Rahmen des Schulversuch „Produktives Lernen“ in der Förderung abschlussgefährdeter Schülerinnen und Schüler engagieren.

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Schlagwörter

Sachsen, Schulabschluss, Hauptschule, Übergang Schule - Beruf, Berufsorientierung, Individuelle Förderung, Praxisnahes Lernen, Unternehmen, Schuljahr 08, Schuljahr 09, Lehrerfortbildung, Qualifizierung, Schulabbruch,

Titel Produktives Lernen im Freistaat Sachsen
Projekttyp Länderprojekt
Projekt wird gefördert durch Sachsen; Sonstiger Träger
Bildungsbereich Sekundarbereich I
Innovationsbereich Förderung von Bildungsbenachteiligten; Individuelle Förderung; Lehr-/Lernprozesse; Kompetenzentwicklung pädagogischen Personals
Organisationsstruktur Projektförderung:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus (SMK), Freistaat Sachsen;
ESF – Europäischer Sozialfonds

Projektträger:
Institut für Produktives Lernen in Europa, Berlin
Projektbeginn 01.01.2015
Projektende 30.09.2017
Projektbezogene Veröffentlichungen/ Projektberichte http://www.iple.de/PL-Standorte/PL-Sachsen.htm
Beteiligte Bundesländer Sachsen
Letzte Änderung am

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