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Das Ganze und die Teile: Generalisierung und Spezialisierung Sozialer Arbeit im internationalen Vergleich (Jahrestagung der DGSA)

26.11.2010 - 27.11.2010

Evangelische Hochschule Freiburg, Bugginger Str. 38, 79114 Freiburg
Freiburg im Breisgau
sb@gahleitner.net

http://www.dgsainfo.de/fileadmin/dateiablage/download/Call_for_paper_Tagung_2010.pdfExterner Link

Soziale Arbeit ist eine junge Disziplin und als solche hohen und andauernden Transformationsprozesen unterworfen. So hat es in Deutschland eine Weile gedauert, bevor aus vielen Teilbereichen ein zwar komplexes, jedoch einheitliches Handlungsfeld “Soziale Arbeit“ wurde, was auch schließlich vor wenigen Jahren in einer Anerkennung der Sozialen Arbeit als eigenständiger Fachwissenschaft im Rahmenstudienplan des Diplomstudiengangs “Soziale Arbeit“ der KMK mündete. Kurze Zeit später hob der sog. Bolognaprozess diesen Rahmenplan wieder aus den Angeln. Entstanden sind eine unüberschubare Zahl hochspezialisierter Studiengänge, welche sich teilweise lediglich auf ein ausgewähltes Handlungsfeld beziehen und bei denen man teils kaum noch eine fachwissenschaftliche Verankerung in der Sozialen Arbeit erkennen kann. Mag man über die Profilierung einzelner Studiengänge auch diskutieren, so wohnt der Tendenz zur Spezialisierung im Rahmen des Masterlevels ja durchaus ein gewisser Charme inne. Schließlich zeigt dies in die Richtung einer Entwicklung von sozialarbeitswissenschaftlich verankerten Teildisziplinen und -professionen und könnte als ein positiver Versuch gewertet werden, die faktische Spezialisierung Sozialer Abeit im Rahmen von Weiterbildungen im quartären, kommerziellen Bildungssektor zu begrenzen und wieder in die Ausbildung und eigenständige Forschung zurückzuholen. Dennoch fragen sich viele, ob das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit auseinander bricht. Zunehmend gliedern sich traditionelle Handlungsfelder wie Elementarpädagogik, rechtliche Betreuung oder Case Management, die traditionell zum Kanon der Handlungsfelder Sozialer Arbeit gehören, neu und bilden neue Schnittmengen mit anderen Professionen und Disziplinen. Angesichts dieser Entwicklungen stellen sich uns folgende Fragen: - Was sind die Gründe für den zu beobachtenden Prozess der funktionalen Ausdifferenzierung? - Ist der Prozess als ein Phänomen der Schwäche oder vielleicht auch der Stärke der Sozialen Arbeit zu sehen (z.B. einer der Gründe für den beispiellosen Zuwachs an Beschäftigten)? - Ist der Prozess funktionaler Differenzierung überhaupt aufzuhalten? Wenn ja, wie, wenn nein: wie sollen Fach- und Berufsverbände, Lehrende und Praktikerinnen mit dieser Entwicklung produktiv umgehen? - Welche Konsequenz hat dies für die Gestaltung der Curricula in Aus-, Fort- und Weiterbildung? Braucht es mehr Generalisierung oder mehr Spezialisierung? - Wie könnte/müsste ein generalistisches Kerncurriculum aussehen, wie eine vernünftige Spezialisierung und ein Curriculum für “Fachsozialarbeit“? - Welche neuen Allianzen ergeben sich aus diesem Prozess? Benötigen wir nicht einen erweiterten theoretischen Blick auf dieses Handlungsfeld, und müssten wir dieses als den Bereich personenbezgener sozialer Dienstleistungen nicht gänzlich neu vermessen (neue Schnittmengen mit benachbarten Disziplinen und Professionen suchen und bilden)? Wie z.B. in den Bereichen Case Management, Quartiersmanagement, Klinische Soziale Arbeit/soziale Beratung/Soziale Therapie usw.? Diese und ähnliche Fragen sollen im Rahmen der nächsten Jahrestagung der DGSA erörtert werden.

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Schlagwörter

Bologna-Prozess, Generalisierung, Internationaler Vergleich, Sozialarbeit, Soziale Arbeit, Spezialisierung, Tagung, Funktionale Ausdifferenzierung, Freiburg i. Br., Jahrestagung, Transformationsprozess,

Art der Veranstaltung Konferenz / Tagung / Fachtagung / Kolloquium / Kongress / Symposium
Veranstalter DGSA Deutsche Gesellschaft fĂĽr Soziale Arbeit in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Freiburg
E-mail des Kontakts sb@gahleitner.net
Beginn der Veranstaltung 26.11.2010, 00:00
Ende der Veranstaltung 27.11.2010, 00:00
Veranstaltungsstätte Evangelische Hochschule Freiburg, Bugginger Str. 38, 79114 Freiburg
Land der Bundesrepublik Deutschland Baden-WĂĽrttemberg
Staat Deutschland
Tagungssprache Deutsch; Englisch
Relevanz europaweit
Inhaltsbereich der Veranstaltung Hochschule; Soziale Arbeit/Sozialpädagogik
Adressaten Studierende; Hochschullehrer/innen / Forscher/-innen; Sozialpädagogen/-pädagoginnen
Aufgenommen am 03.05.2010
Zuletzt geändert am 09.08.2010

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